Strom wird ab jetzt billiger: Darum musst du deinen Zähler ablesen

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Am 1. Juli wird Strom in Deutschland billiger. Zumindest theoretisch. Denn die Bundesregierung hat die Abschaffung der EEG-Umlage vorgezogen. Dann fallen 4,43 Cent pro Kilowattstunde weg. Doch damit das genau berechnet wird, musst du den Zähler ablesen.
Stromzähler misst den Stromverbrauch in kWh
Stromverbrauch an einem StromzählerBildquelle: Lisa-S / Shutterstock.com

Die gute Nachricht: Die Versorger müssen die Senkung der EEG-Umlage an dich als Kunden weitergeben. Damit das möglichst genau erfolgt, muss dein Anbieter aber wissen, wie dein Zählerstand heute ist. Denn sonst bleibt ihm beim Erstellen der Rechnung nur, deinen Stromverbrauch zu schätzen.

Strom-Zählerstand ablesen

Für gewöhnlich ist der Stromverbrauch in einer Wohnung recht konstant. Die Verbraucherzentrale NRW hält eine Ablesung für nicht erforderlich, eine Schätzung durch den Anbieter bei der Rechnungslegung würde ausreichen. Wir empfehlen dir dennoch die Ablesung und die Übermittlung des Zählerstandes – auch um eine Kontrolle zu haben.

Wichtig: Wer mit Strom heizt oder einen Durchlauferhitzer nutzt, verbraucht im Winter deutlich mehr Strom als im Sommer. Auch wer eine Wärmepumpe oder eine Nachtstromspeicherheizung hat, sollten eine Zwischenablesung vornehmen, so die Verbraucherschützer. Doch dadurch, dass du im Winter das Licht später anmachst als im Sommer und möglicherweise auch weniger kochst, unterscheidet sich der Stromverbrauch innerhalb eines Jahres am Ende auch für alle anderen Kunden. Wie groß die Unterschiede sind, kann dein Stromanbieter nicht wissen, wenn er nur einmal im Jahr einen Ablesewert bekommt. Er kennt ja weder deine Geräte noch deine Gewohnheiten.

4,43 Cent pro Kilowattstunde weniger

Mit einer Zwischenablesung hingegen gibt es keine Diskussionen und dein Anbieter weiß genau, wie viel Strom du bisher verbraucht hast. Dieser kostet dann 4,43 Cent pro Kilowattstunde weniger. Ob du den Zähler heute oder morgen abliest, spielt in der Praxis aber keine Rolle. Selbst eine Ablesung in einigen Tagen ist noch sinnvoll, da dein Anbieter dann ziemlich genau die restlichen Tage schätzen kann. Die Übermittlung der Daten erfolgt entweder über deinen Netzbetreiber oder direkt an deinen Anbieter.

Dein Anbieter muss dich nicht über die Änderung informieren. Aber er muss auf der Rechnung ausweisen, wie viele Kilowattstunden er mit und wie viele er ohne EEG-Umlage berechnet. Gleichzeitig darf er nicht den Arbeitspreis, also den eigentlichen Strompreis, erhöhen. Das schreibt das „Gesetz zur Absenkung der Kostenbelastung durch die EEG-Umlage und zur Weitergabe dieser Absenkung an die Letztverbraucher“ vor. Allerdings ist das ein zahnloser Tiger, da eine Erhöhung in einigen Tagen oder Wochen dann problemlos möglich und bei vielen Versorgern auch schon angekündigt ist. Nur im Rahmen einer Preisgarantie ist eine solche Erhöhung nicht möglich.

Strompreise werden dennoch steigen

Dein Abschlag wird sich durch den Wegfall der EEG-Umlage nicht ändern. Die Preissenkung wird erst mit der nächsten Jahresrechnung verrechnet. Möglicherweise zu viel gezahltes Geld bekommst du dann wieder. Bist du in der Grundversorgung, müssen die neuen Preise auf der Internetseite des Anbieters veröffentlicht sein.

Abseits des Wegfalls der EEG-Umlage kannst du dich aber in den kommenden Monaten und Jahren auf Preiserhöhungen beim Strom einstellen. Daher ist es ratsam, sich auch immer wieder nach einem günstigen Anbieter umzuschauen. Dieser sollte auch seriös sein, damit du nicht plötzliche ohne Stromvertrag dastehst, wie im vergangenen Dezember tausende Stromio-Kunden.

Wenn du dich damit nicht selbst befassen möchtest, kannst du das auch einem Stromwechseldienst überlassen. Hier kümmern sich Experten um deinen Stromvertrag und sorgen dafür, dass du stets in einem günstigen Stromtarif bist. Als Beispiel wäre unser Partner remind.me zu nennen. Hier überwacht man auch die Vertragsbeziehung und reagiert, sollte ein Anbieter seine Preise erhöhen.

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