Streik bei der ARD: Angebote von WDR, NDR und Co. eingeschränkt nutzbar

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Wenn du heute das Radio- und/oder TV-Programm der ARD nutzen möchtest, solltest du dich auf Einschränkungen einstellen. Denn DJV und Verdi haben zu bundesweiten Streiks aufgerufen. Aktuell sind die konkreten Auswirkungen noch nicht abzuschätzen. Fest steht aber schon, wo gestreikt wird.

Für Mittwoch haben gleich mehrere ARD-Sender, darunter der NDR und der WDR, zu Streiks aufgerufen. Außerdem sind Streik-Maßnahmen beim BR, SWR und bei Radio Bremen geplant. Weitere Sender werden folgen, heißt es seitens Verdi. Bestreikt werden dem Vernehmen nach neben Radio- und TV-Studios zum Teil auch die Redaktionen der angeschlossenen Online-Angebote.

Streik in den ARD-Studios teils für 24 Stunden

Der Streik beim WDR hat beispielsweise am Mittwochmorgen um 4 Uhr begonnen und soll 24 Stunden andauern. Ganz ähnlich sieht der Ausstand beim NDR aus, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch bis Donnerstagmorgen um 3 Uhr ihre Arbeit ruhen lassen sollen. „Zur Durchsetzung unserer Tarifforderungen“, wie es seitens Verdi heißt. Beim SWR ist ein Warnstreik zwischen 14:30 und 19:30 Uhr geplant.

Betroffen vom ausgerufenen Arbeitskampf ist unter anderem das ARD Morgenmagazin. Und dort hat man nach eigenen Angaben vorgesorgt. „Im WDR, der das Morgenmagazin für die ARD produziert, gibt es heute einen Warnstreik. Um unseren Zuschauern trotzdem ihr MOMA anbieten zu können, haben wir vor dem eigentlichen Sendestart um 5.30 Uhr eine Stunde Sendung aufgezeichnet, die wir während der Dauer des Streiks zeigen“, teilte die zuständige Redaktion am Morgen bei Twitter mit.

Grund für die Streiks sind festgefahrene Tarifverhandlungen. So fordert beispielsweise der NDR unter anderem eine Anhebung der Gehälter um 6 Prozent bei einer Tariflaufzeit von zwölf Monaten. Die Auszubildendenvergütung soll um 120 Euro monatlich steigen, ein einheitliches Urlaubsgeld in Höhe von 1.500 Euro für alle Vergütungsgruppen eingeführt werden.

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten Verbands, Frank Überall, sagt: „Wir rufen unsere Kolleginnen und Kollegen auf, den Arbeit- und Auftraggebern zu zeigen, dass guter Journalismus seinen Preis hat.“ Der DJV fordert für die freien und fest angestellten Hörfunk- und Fernsehjournalisten mindestens eine dem Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes vergleichbare Erhöhung. Der Abschluss im öffentlichen Dienst der Länder sieht Einkommenssteigerungen in Höhe von insgesamt circa 7,8 Prozent bei einer Laufzeit von 33 Monaten vor. Die Orientierung an den Abschlüssen des öffentlichen Dienstes sei geübte Praxis im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, teilte der DJV-Vorsitzende weiter mit.

Die ARD-Anstalten böten bisher deutlich niedrigere Steigerungen, die selbst unter der Teuerungsrate bleiben würden. Mehrere Anstalten fordern zudem eine Streichung des Urlaubsgeldes vor allem für Neueinsteiger.

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