Stiftung Warentest knallhart: nur ein Luftreiniger im Test ist "gut"

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Stiftung Warentest kommt zu einem knallharten Testergebnis. Nur einen der 7 Luftreiniger im Test konnten die Tester mit gut beurteilen. Dabei überrascht, dass der Testsieger gerade einmal halb so viel kostet wie andere Testmodelle.
Stiftung Warentest Luftreiniger im Test
Stiftung Warentest Luftreiniger im TestBildquelle: Xiaomi

Stiftung Warentest liefert ein knallhartes Testergebnis: Nur einer der 7 getesteten Luftreiniger konnte ein gutes Qualitätsurteil erzielen. Die 6 anderen Modelle mussten sich mit einer Gesamtnote von befriedigend zufriedengeben. Darunter fanden sich auch Geräte namhafter Marken wie Philips.

Stiftung Warentest: 7 Luftreiniger im Test

Den größten Anteil an der Gesamtnote machte beim Test der Stiftung Warentest das Kriterium der Luftreinigung mit 60 Prozent Gewichtung aus. Direkt gefolgt von der Handhabung, die mit 20 Prozent in die Bewertung einfloss. Umwelteigenschaften berücksichtigten die Tester mit 15 Prozent Einfluss auf das Ergebnis, während Sicherheit 5 Prozent ausmachte. Mängel im Datensende-Verhalten der Apps wurden ebenso untersucht, erhielten jedoch keine Standard-Gewichtung in der Beurteilung. Bei ungenügenden Ergebnissen in diesem Kriterium hätte es jedoch zu einer Abwertung der Produkte führen können.  

Am besten schnitt der Xiaomi Mi Air Purifier Pro mit einem Qualitätsurteil von Gut (2,3) ab. Er konnte die Tester primär durch seine gute Luftreinigung sowie ausgezeichnete Sicherheit überzeugen. Direkt dahinter findet sich der Medion MD 10378, der eine Gesamtnote von Befriedigend (2,6) erhielt. Der nächste Luftreiniger, der sich ein Qualitätsurteil von Befriedigend (2,9) sichern konnte, ist der Ideal AP30 Pro. Der Philips AC2939/10 erreichte eine Gesamtnote von Befriedigend (3,2). Das lag vor allem in der Abwertung, die sich aus dem wichtigsten Testkriterium, der Luftreinigung, ergab. Hier konnte das Modell nämlich nur mit ausreichend (3,7) beurteilt werden. Das konnten auch die guten Umwelteigenschaften sowie die sehr gut bewertete Sicherheit nicht mehr aufholen.

Auch die restlichen drei getesteten Modelle fielen vorwiegend durch ihre Luftreinigungseigenschaften negativ auf. Keines der verbleibenden Exemplare schaffte es über eine Bewertung von ausreichend. In Anbetracht der Tatsache, dass dies die wichtigste Funktion eines Luftreinigers darstellt, ist das ein bitteres Ergebnis. Sowohl der Levoit Core 400 S, der Philips AC2887/10 als auch der Rowenta Intense Pure Air XL Connect PU6080 erreichten nur ein Qualitätsurteil von Befriedigend (3,5).

Xiaomi Mi Air Purifier Pro – der Testsieger im Detail

Der Testsieger von Stiftung Warentests Luftreiniger-Test stellt zugleich den günstigsten Luftreiniger im Test dar. Du kannst ihn bereits für unter 200 Euro kaufen. Das ist für die Konkurrenz-Produkte eine bittere Wahrheit, denn der teuerste Luftreiniger im Test schlug mit über 400 Euro zu Buche. Sein Qualitätsurteil von Gut verdiente sich das Modell vorrangig durch seine gute Luftreinigung, die das beste Ergebnis im Vergleich erzielte. Auch seine Sicherheit wurde sehr gut beurteilt. Einzig die Handhabung und die Umwelteigenschaften mussten sich mit befriedigend zufriedengeben. Ebenso wiesen die Tester darauf hin, dass das Model Mängel im Datensende-Verhalten der Apps aufweist. Diese waren jedoch nicht so gravierend, dass es zu einer Abwertung des Modells geführt hätte.

Xiaomi Mi Air Purifier Pro
Xiaomi Mi Air Purifier Pro

Neben dem Preis für den Luftreiniger selbst bleibt der Nachkauf-Preis für Ersatzfilter mit 40 Euro günstiger als bei der Konkurrenz. Einzig der Medion MD 10378 bot mit rund 35 Euro hier ein besseres Ergebnis. Gesteuert wird der Xiaomi Mi Air Purifier Pro über die erhältliche App. Auf Wunsch kann bei der Reinigung auf einen Automatik-Modus zurückgegriffen werden. Eine Kindersicherung liegt bei dem Gerät zwar nicht vor, dafür besitzt es jedoch einen Schlafmodus. Bei der Auswahl seiner Filter setzt das Modell auf Vor-, Partikel- sowie Aktivkohlefilter. Deren Reinigungsergebnis konnte im Test überzeugen. Vor allem im längerfristigen Gebrauch, da das Gerät hier in seiner Reinigungsleistung nur wenig nachließ im Vergleich zur Konkurrenz. Damit das Gerät seine Wirksamkeit beibehalten kann, wird laut Stiftung Warentest ein Filterwechsel alle 3 bis 12 Monate empfohlen.

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