Stiftung Warentest: Ein Smartphone für 200 Euro ist genauso gut wie eines für 1.400 Euro

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Die Stiftung Warentest hat im November 18 neue Smartphones getestet. Darunter befinden sich unter anderem das Apple iPhone 12 und aktuelle Modelle von Samsung, Huawei und Xiaomi. Mit einem Ergebnis überraschen die Tester.
Stiftung Warentest: Ein Smartphone von Samsung für 200 Euro ist genauso gut wie eines für 1.500 Euro. Ein Handy von Huawei ist aber nicht besser.
Stiftung Warentest: Ein Smartphone von Samsung für 200 Euro ist genauso gut wie eines für 1.500 Euro. Ein Handy von Huawei ist aber nicht besser.Bildquelle:

Monatlich landen neue Smartphones im Prüflabor der Stiftung Warentest. Auch im November haben die Experten 18 neue Modelle unter die Lupe genommen. Der Sieger der Untersuchung: das Apple iPhone 12 Pro. Zwar ist der Akku nur „befriedigend“, insgesamt aber bekommt das Gerät die Endnote „gut“ (1,8). Für eine weitere Überraschung sorgen gleich mehrere Modelle von Samsung.

Ebenfalls mit der Note „gut“ (2,1) landet das Samsung Galaxy Z Fold2 5G auf dem fünften Platz der im November getesteten Smartphones. Während die Stiftung Warentest das Display des faltbaren Smartphones mit „sehr gut“ bewertet, sind Akku und Stabilität nur „befriedigend“. So weit, so gut. Doch nun kommt die große Überraschung. Ein Platz dahinter folgt das Samsung Galaxy A31. Endnote: „gut“ (2,2). Hinsichtlich der Akkulaufzeit schlägt es das Falt-Handy sogar und bekommt die Note „sehr gut“ (1,4).

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Wie kann das sein?

Das Verblüffende daran: Während du das Galaxy A31 aktuell für rund 200 Euro bekommst, kostet das Samsung Galaxy Z Fold2 5G derzeit rund 1.400 Euro. Doch wie kann ein Smartphone der Einsteiger-Klasse, das nur einen Bruchteil eines Spitzenmodells mit faltbarem Display kostet, nahezu genauso gut sein?

Für die Stiftung Warentest spielt der Preis beim Test von Smartphones keine entscheidende Rolle. Die Tester bewerten Handys in sechs Disziplinen: Grund­funk­tionen (30 Prozent), Kamera (20 Prozent), Display, Hand­habung, Akku (je 15 Prozent) und Stabilität (5 Prozent). Die Noten in den einzelnen Kategorien ergeben das Gesamtergebnis.

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Samsung-Innovation wird nicht bewertet

Dass das Samsung Galaxy A31 aufgrund schwächerer Hardware und eines deutlich kleineren Displays eine höhere Akkulaufzeit hat als das Z Fold2, dürfte auch ohne Test klar sein. Apropos Display: Der innovative, faltbare Bildschirm des Samsung-Falters wird wie jedes andere Display eines beliebigen Smartphones getestet und bewertet. Damit der Bildschirm des Galaxy Z Fold2 faltbar sein kann, muss Samsung aber auf kratzresistentes Glas verzichten. Stattdessen kommt ein Kunststoff-Glas-Gemisch zum Einsatz, dass schneller mal Kratzer abbekommt. Somit ist das Display des Galaxy Z Fold2 zwar eine Revolution, schneidet im Test aber hinsichtlich der Stabilität deutlich schlechter ab, als ein Samsung-Smartphone für 200 Euro. Weil es eben kratzanfälliger ist.

Apple und Huawei vor Samsung

Neben den beiden Smartphones von Samsung und dem iPhone 12 Pro hat die Stiftung Warentest auch das neue OnePlus Nord untersucht. Endnote: „gut“ (2,3). Und auch das Huawei P40 Pro Plus landete auf dem Tisch der Tester. Das Google-lose Smartphone der Chinesen bekommt die Note „gut“ (2,1) uns schiebt sich auf den zweiten Rang. Die letzten beiden Plätze belegen die knapp 100 Euro günstigen Wiko-Modelle „Y81“ und „Y61“. Letzteres schneidet mit „ausreichend“ (4,1) ab.

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20 KOMMENTARE

  1. Stiftung Warentest ist eh der dümmste Verein. Kein test von denen sollte beachtet werden. Kein Ahnung warum boomer so auf die abfahren

    • Weil wir Boomer (nettes Wort, darfst in meinem Fall auch „Alte“ sagen:-)) vielleicht, aber nur vielleicht eine fundiertere Bildung haben. Heute werden ja nur die Noten, abgekoppelt von der Leistung, jährlich besser.
      Sieht man auch exemplarisch an deiner eher simplen und dumpfen Aussage („Stiftung Warentest ist eh der dümmste Verein.“)

      Wir Alten wissen, dass die Stiftung Warentest eben eine Stiftung ist. Und, zur Information, damit unabhängig ist von Werbung und dergleichen. Unabhängiger geht eigentlich nicht mehr.

      Ist die Stiftung unfehlbar? Nein, so wie nichts im Universum. Aber eine Institution.

      Natürlich muss man die Tests lesen können. Ich gewichte anders als die Stiftung. Man kann aber die Ergebnisse einfach über ein Drop Down sortieren. Alles kein Problem.

      Allerdings lasse ich mal dahingestellt, ob Smartphones zu deren Kernkompetenz gehören.

      • Danke für die passende Antwort, Premiumbernd! Wir Alten kennen zudem noch eine angebrachte Ausdrucksweise, nehmen den Begriff >Rechtschreibung< recht wörtlich und wissen auch, die richtige Interpunktion anzuwenden. Das alles scheint ja in der Smartphone-Ära verloren gegangen zu sein. Uns, den Alten, bleibt gottseidank ein Trost: Die erworbene Bildung kann man uns nicht nehmen!

  2. Schade, dass diese „Experten“ noch nicht festgestellt haben, dass die Autos für 10.000 Euro so gut sind wie für DEUTSCHE Autos für 100.000 Euro

  3. Bei Stiftung Warentest gilt eben wie überall im Leben: Lesen, verstehen, eigenes Hirn einschalten und dann kann kann man aus den Tests durchaus ableiten, wohin die Reise ganz individuell für mich gehen könnte/sollte.

    Auch wenn ich kein „Boomer“ bin, habe ich schon die ein oder andere Produktentscheidung mit Hilfe der SWT gemacht und bisher keine davon bereut.

  4. Vielleicht sollte man den Test erst lesen, bevor man ihn bewertet.
    Zudem weiß jeder der ein I Phone kauft, das 80% für den Namen und 20% für die Technik bezahlt wird.

  5. Idioten, schreibt doch in die erste Zeile das die Ergebnisse Geld kosten ihr Idioten . Danke für die verschwindet Zeit. Geht sterben

  6. Die Kriterien bei den Tests sind bei SW schon teilweise sehr fragwürdig. Daher taugen deren Tests meiner Meinung nach eher für Haushaltstechnik wie Wasch- oder Spülmaschinen. Aber so oder so sollte niemals nur eine Informationsquelle für eine teure Anschaffung zu rate gezogen werden.

  7. Was für Schrott Stiftung Warentest.
    Wie kann man die Hardware nicht bewerten?? RAM, CPU, Design, Aufladegeschw., USB 3.0
    Wie Äpfel mit Birnen vergleichen.

  8. @Linkus: ein Smartphone, welches vielleicht 4 Jahre vernünftig funktioniert, mit Autos zu vergleichen, zeigt schon von einer negativen Grund-Intelligenz. Ich fahre meine Autos bis zu einem Alter von 12-13 Jahren, welches 10.000€ Auto sollte das können?

  9. Dieser Kommentarbereich scheint wohl nur aus Personen zu bestehen, die sich durch eine sehr verwirrende Weise Wörter aneinander zu hängen über Stiftung Warentest beschweren, und andere die sich selbst als „alt“ bezeichnen und über diese schimpfen, während sie sich gegenseitig zureden wie erhaben, gebildet und intelligent sie doch sind.

  10. Geht es hier um Autos? Oder um Rechtschreibung?
    Also! Vielleicht einfach Mal zusammen reißen. Wer den Ergebnissen der SWT nicht traut, braucht sie ja nicht zu benutzen und wer so viel Zeit übrig hat in seinem Leben, dass er dem Rest der Welt unbedingt mitteilen möchte oder gar muss, dass er den Ergebnissen nicht vertraut, kann das ja gerne machen; aber bitte sachlich.
    „Wie alt bist du?“
    „Geht sterben“ und gleich zweimal „Idioten“

    Der Tagessieger ist aber sicher:
    „Stiftung Warentest ist eh der dümmste Verein. Kein test von denen sollte beachtet werden. Kein Ahnung warum boomer so auf die abfahren“

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