Stellenabbau bei Media Markt und Saturn: Sparprogramm soll massenweise Jobs kosten

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Mitarbeiter von Media Markt und Saturn fürchten um ihre Arbeitsplätze: Ein Sparprogramm soll hunderte Stellen im Visier haben. Vor allem die Zentrale in Ingolstadt soll bedroht sein. Die Sprecher von Media Markt, Saturn und der Mutter Ceconomy schweigen bisher.
Media Markts Online Shop auf einem Handy
Bildquelle: Media Markt

Schlechte Nachrichten für Angestellte der Handelskette Media Markt Saturn: Wie das Handelsblatt mit Verweis auf Reuters berichtet, steht dem Unternehmen ein Stellenabbau ins Haus. Die Stellenstreichungen seien ein Teil der Sparpolitik des neuen Chefs der Gruppe, Ferran Reverter, der Media Markt Saturn nach schwachen Jahren wieder in ruhigere Fahrwasser bringen soll. Die Informationen über den geplanten Stellenabbau kommen von „mit dem Vorgang vertrauten Personen“. Offiziell hüllt sich Media Markt Saturn jedoch in Schweigen.

Laut den Insider-Informationen werde der Aufsichtsrat von Media Markt Saturn Ende des Monats über das Sparpaket entscheiden. Wird es durchgewunken sollen die Mitarbeiter informiert werden. Dabei sollen mehrere hundert Stellen betroffen sein. Die meisten, so der Bericht, sollen in der Verwaltung in Ingolstadt wegfallen.

Amazon setzt Media Markt und Saturn zu

Die Handelskette mit ihren Marken Media Markt und Saturn steht schon seit langem unter Druck. Online-Händler wie Amazon machen nicht nur kleinen Läden das Leben schwer. Auch der Riese Media Markt Saturn muss sich gegen die Konkurrenz aus dem Netz strecken. Aktionen wie die Frühlings-Angebote-Woche mit großen Rabatten und schneller Lieferung sind für stationäre Händler schwer zu kontern. Trotzdem versucht Media Markt mit Bundles und Sonderangeboten dagegenzuhalten.

Ein Rennen hat man bei Media Markt gegen den großen Konkurrenten schon verloren. Der Musik-Streaming-Dienst Juke, der zur Handelskette gehört, wird aufgegeben. Auch auf diesem Markt geht es mit den Konkurrenten Spotify, Apple Music und Amazon Music zur Sache. Man habe, so der Anbieter in einer Mail, keine „nachhaltige Positionierung“ am Markt erreicht.

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4 KOMMENTARE

  1. Ein völlig „normaler“ Vorgang, der sich bei x-vielen Firmen auch abspielen wird.
    Automatisierung macht „Humankapital“-Einsatz überflüssig.
    Und der „Vater Staat“ schaut im Ergebnis untätig zu.
    Gewerkschaften schlafen sowieso seit Jahrzehnten.

    • Seit wann mischt der Staat sich in Witschafts belange ein?
      Stimmt! garnicht!
      Wenn es MM und Staurn nicht schaffen konkurenzfähig zu bleiben, sehr schade, aber ist dann eben deren Problem.

    • Wo bei Amazon oder bei MM?
      wenn du nicht mehr im Laden einkaufst deswegen, dann unterstützt du doch nur die Abwärtsspirale.

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