Schockierender Grund: Steht diese beliebte WhatsApp-Alternative vor dem Aus?

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Ob Signal, Telegram oder Threema: Da WhatsApp aus mehreren Gründen für viele nicht mehr tragbar ist, sind Nutzer in Scharen zu alternativen Messengern gewechselt. Einer beliebten Alternative droht nun das Aus. Die Vorwürfe sind schockierend.
WhatsApp: Diese beliebte Alternative steht vor dem Aus
WhatsApp: Diese beliebte Alternative steht vor dem AusBildquelle: Signal, Google, Threema, Telegram

WhatsApp hat sich dieses Jahr ziemlich in die Bredouille gebracht. Mit neuen Nutzungsbedingungen verunsicherte und vergraulte sich der beliebte Messenger viele Nutzer. Alternativen wie Signal oder Telegram verzeichneten einen noch nie dagewesenen Massenansturm. Doch sind die Messenger besser und sicherer als WhatsApp? Vor allem bei Telegram kommen immer wieder Zweifel auf. Der Bundesjustizminister will nun stärker gegen den Messenger vorgehen.

Morddrohungen, Querdenker und Co.

Erneut gerät eine der beliebtesten WhatsApp-Alternativen ins Kreuzfeuer. So hat der neue Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) zu einer konsequenten Strafverfolgung von Hetze durch sogenannte Querdenker aufgerufen. Ausschlaggebend dafür waren die jüngsten Morddrohungen gegen den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU). „Morddrohungen, Beschimpfungen oder Beleidigungen, wie sie zuletzt wieder verstärkt aus der Szene der sogenannten Querdenker geäußert wurden, sind inakzeptabel und verletzen immer wieder rechtliche Grenzen“, sagte Buschmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Unser Rechtsstaat muss entschlossen gegen die Täter vorgehen. Und das kann er auch: mit den Mitteln des Strafrechts.“ Damit dürfte Telegram vor einer stärkeren Regulierung stehen.

Beliebteste WhatsApp-Alternative bittet Nutzer zur Kasse

Warum man aber ausgerechnet gegen Telegram und nicht etwa gegen WhatsApp oder Signal durchgreifen will, erklärt sich so. Für das Bundesamt für Justiz ist Telegram kein reiner Messengerdienst, wie etwa WhatsApp. Vielmehr ist Telegram ein soziales Netzwerk. Und genauso wie beispielsweise Facebook muss sich ein soziales Netzwerk an die Vorgaben des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes halten. Dazu gehört auch eine einfache Möglichkeit, strafbare Inhalte und Hetze melden zu können.

Das Ende des Messengers ist nicht ausgeschlossen

Da das Unternehmen mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten das aber nicht bietet, laufen bereits zwei Bußgeldverfahren gegen Telegram. Sich an Gesetze halten ist offenbar nicht im Sinne der Telegram-Erfinder. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wurde der WhatsApp-Alternative im April sogar ein Bußgeld in Höhe von 50 Millionen Euro angedroht.

Zurück zu WhatsApp? So will Telegram seine Nutzer melken

Telegram steht nicht das erste Mal in der Kritik. Anfang des Jahres forderte die gemeinnützige Organisation „The Coalition for a Safer Web“ das Aus der WhatsApp-Alternative. Man hatte eine Klage gegen Apple eingereicht und wollte, dass der iPhone-Hersteller Telegram aus dem App Store entfernt. Der Vorwurf lautete damals: „Telegram wird als Kommunikationskanal für die russische Regierung und angeschlossene neonazistische und weiße nationalistische Gruppen verwendet, die Fehlinformationen und Rassentrennung in den Vereinigten Staaten und in Europa säen“. Zudem soll Telegram dazu benutzt werden, Personen des öffentlichen Lebens einzuschüchtern und zu bedrohen. Und das soll auch Apple bekannt sein.

Telegram: Die Alternative zu WhatsApp?

Telegram wurde 2013 von den Brüdern Nikolai und Pawel Durow gegründet. Im Januar meldete das Unternehmen, dass man weltweit inzwischen 500 Millionen aktive Nutzer habe. Unter Experten gilt Telegram als Messenger mit der schlechtesten Verschlüsselung. Standardmäßig etwa sind Nachrichten nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Bei Gruppenchats wird eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erst gar nicht angeboten.

Was Datenschutz, Datensicherheit und Nutzungsbedingungen angeht, scheint Telegram demnach keine wirklich gute Alternative zu WhatsApp zu sein. Nicht nur aufgrund der harten Vorwürfe seitens der Koalition für ein sicheres Internet und des Bundesjustizministers. Auch, weil Nachrichten auf einem Server gespeichert, auf dem der russische Anbieter sie mitlesen kann.

Bildquellen

  • Krass: So benachteiligt WhatsApp Nutzer von Samsung- und Xiaomi-Handys: inside digital / WhatsApp
  • WhatsApp: Diese beliebte Alternative steht vor dem Aus: Signal, Google, Threema, Telegram
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