Stationäre Amazon-Läden schon bald in deutschen Fußgängerzonen?

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Amazon ist der weltweit größte Onlinehändler. In den USA sowie in Großbritannien können Kunden seit einigen Jahren sogar offline bei Amazon einkaufen. Nun denkt der Onlinehändler auch über stationäre Amazon-Shops in Deutschland nach.
Amazon Logistikzentrum Leipzig
Bildquelle: Amazon

Produkt auswählen, ab in den Warenkorb und zack gekauft. Online-Shopping kann ziemlich einfach sein. Vor allem, wenn man sich dabei noch entspannt auf dem Sofa niederlässt und dabei eine Serie streamt. Doch eine Welt ohne klassisches Einkaufen ist kaum vorstellbar. Das scheint auch der weltweit größte Onlinehändler Amazon so zu sehen. Dieser erwägt nun den Einstieg in den stationären Handel in Deutschland. „Fakt ist: Wir wissen, dass Kunden offline einkaufen und dass sie Vielfalt mögen“, sagt der Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber der Welt am Sonntag. Bislang hat Amazon das stationäre Geschäft in Deutschland lediglich mit temporären Pop-up-Stores getestet.

Stationärer Amazon-Handel: Wann zieht Deutschland nach?

Die USA und Großbritannien sind uns bereits einen Schritt voraus. In den USA eröffnete bereits 2015 der erste Buchhandel von Amazon. 2017 übernahm der Online-Riese die Biosupermarkt-Kette „Whole Foods Market“ und eröffnete Anfang 2018 sogar die erste kassenlose Amazon-Go-Filiale in Seattle. Nachdem zunächst erste Gespräche für die Eröffnung von stationären Amazon-Läden in Großbritannien und Frankreich gefolgt waren, scheint nun auch Deutschland an der Reihe zu sein. Nach Angaben des Amazon-Deutschland-Chefs sei es nicht unwahrscheinlich, dass erste Amazon-Shops bald auch in deutschen Fußgängerzonen eröffnen. Konkrete Ziele oder Zeitpunkte teilte Kleber noch nicht mit.

Amazon Go: Was steckt dahinter

Mit Amazon Go entwickelte der Online-Riese ein stationäres Ladenkonzept, bei dem Kunden ganz ohne Kassenvorgang einkaufen können. Gestartet ist das Projekt für die Öffentlichkeit im Januar 2018. Aktuell sind 16 Filialen in den USA in Betrieb. Mit zahlreichen Kameras und Sensoren analysiert Amazon während des Einkaufs das Verhalten der Kunden und erkennt, wenn Produkte eingepackt und zurückgelegt werden. Beim Verlassen des Ladens wird der Warenwert schließlich direkt vom Konto abgezogen – ganz ohne Kassenvorgang. Aufgrund der hohen Datenschutzmaßnahmen in Deutschland ist es jedoch fraglich, wie schnell und ob Amazon-Go-Filialen hierzulande umgesetzt werden können.

Bisher sind die es nur Gedanken, ob Amazon stationäre Läden in Deutschland eröffnen will. Was jedoch feststeht, das Amazon das online Einkaufen über sprachgesteuerte Systeme wie Alexa zukünftig deutlich verstärken will.

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