WhatsApp: Stalking-App klaut Nutzerdaten - so kannst du dich schützen

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WhatsApp wird rund um den Globus millionenfach genutzt. Der Zweck ist immer gleich, die Handhabe aber dennoch im Detail anders – und zwar, wenn es um den Datenschutz geht. Viele Nutzer lassen den Online-Stempel, Statuts und Co. für alle offen, andere verschleiern ihre Aktivitäten völlig. Eine App nutzt die Informationen nun zum Stalking aus.
WhatsApp auf dem SmartphoneBildquelle: Blasius Kawalkowski

Wer war wann zuletzt online? Fotos und Videos über die letzte Party, Abendessen oder Date im Status, Profilbild und Co. Ob man diese Informationen für theoretisch jeden WhatsApp-Nutzer frei zugänglich macht oder völlig ausblendet, scheidet die Geister.

Das sich Fremde diese Informationen aber auch zunutze machen können, zeigt ein neuer Fall von Datenmissbrauch. Derzeit kursieren einige sogenannte „Stalking-Apps“ im Netz, die die Statusinformationen bei WhatsApp ausliest.

Stalking bei WhatsApp: App liest Nutzerinformationen aus

Standardmäßig gibt sich WhatsApp offen und stellt dementsprechend alle Informationen zunächst auf öffentlich. Es liegt an den Nutzern, inwiefern sie diese Einstellungen ändern. Die russische App „Dsta – last seen online“ des Entwicklers Mitya Shkolov liest die Details, wann ein Nutzer zuletzt online war, aus und stellt die erfassten Daten grafisch dar.

Daraus lässt sich dann ein Nutzerverhalten ableiten. Theoretisch könnten Dritte so andere WhatsApp-Nutzer aus der Ferne beobachten und Gewohnheiten analysieren. Beispielsweise könnten Nutzer der Stalking-App verschiedene Nutzerprofile miteinander vergleichen und so ableiten, welche Leute wahrscheinlich mit wem Kontakt hatten.

„Dasta“ ist im Google Play Store bereits mehr als 100.000 heruntergeladen worden. Allerdings ist die App nur in der eintägigen Probeversion kostenlos, danach verlangt Shkolov eine Nutzungsgebühr von bis zu 2,39 Euro.

WhatsApp: So schützt du dich vor Cyber-Stalking

Dieser Fall ist nicht der erste seiner Art. Erst 2018 erlebte eine ähnliche App einen Aufschwung – diese kam allerdings aus Mexiko. „ChatWatch“ konnte ebenfalls Statusinformationen auslesen und tracken. Sie gab es seinerzeit nur für Apples App Store.

Damit du dich schon von Vornherein vor Stalking durch solche Apps oder persönliche Kontakte schützen kannst, solltest du deinen Online-Status verbergen. Das kannst du ganz einfach in den Einstellungen von WhatsApp:

  1. Öffne die WhatsApp-Einstellungen direkt in der App.
  2. Gehe auf „Account“ und tippe dort auf „Datenschutz“.
  3. Unter „zuletzt online“ kannst du auswählen, mit wem du deinen Online-Stempel teilst; empfehlenswert ist „Niemand“.

Du solltest im gleichen Schritt darüber nachdenken, wem du außerdem dein Profilbild, Status oder Standort zeigst. Auch hieraus können theoretisch Informationen von fremden Menschen abgeleitet werden.

Deine Technik. Deine Meinung.

1 KOMMENTAR

  1. Ich schütze mich schon seit Jahren vor Zuckerbergs gewolltes Sicherheitsleck und nutze Threema und Telegram. Wer zum Teufel braucht und nutzt nach diesen ganzen Datenskandalen noch WhatsApp?

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