Sony bleibt den Gamern treu: PlayStation 5 wird ein "Nischenprodukt"

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Die PS4 ist die aktuell beliebteste Konsole der Welt. Kein Wunder also, das Informationen zum Nachfolger, der PlayStation 5, mit großem Interesse wahrgenommen werden. Die neuen Gerüchte zur PS5 dürften dabei Musik in den Ohren von Hardcore-Gamern sein.
Controller der PlayStation 4 in weiß
Bildquelle: Pixabay / jklugiewicz

Welche Zielgruppe wird die PlayStation 5 haben? Eine durchaus berechtigte Frage, versuchen Hersteller von Konsolen und Spielen doch immer mehr sogenannte Casual-Gamer also Gelegenheitsspieler anzusprechen. Die neue Zielgruppe ist lukrativ und verspricht hohen Einnahmen. Eine zu starke Ausrichtung auf die Nutzer, die sich selbst aber eher nicht als Gamer bezeichnen würden, hat jedoch auch einen Nachteil: Man vergrault damit die Hardcore-Fans. Das beste Beispiel dafür war die Veröffentlichung der Xbox One. Microsoft inszenierte sie vor allem als Multimedia-Zentrum im Wohnzimmer und weniger als Konsole. Viele Nutzer wendeten sich unter anderem deshalb von der neuen Xbox ab und kauften zum Start eine PS4.

Eben dieser japanische Hersteller hat sich nun aber einem Bericht vom „Wall Street Journal“ zufolge zur Zielgruppe der (Hardcore-)Gamer bekannt. Auf einem kürzlich abgehaltenen Strategie-Meeting soll sich Sony-Chef Kenichiro Yoshida klar dafür ausgesprochen haben, dass die PlayStation 5 vor allem ein Produkt für Gamer ist. Dementsprechend sprach er sogar davon, dass es sich bei der PS5 um ein „Nischenprodukt“ handelt. Dies dürfte angesichts von 96,8 Millionen verkauften PS4-Geräten aber eher eine Untertreibung gewesen sein.

PlayStation 5 richtet sich an Core-Gamer: Exklusive Blockbuster sollen helfen

Um die Zielgruppe der Zocker anzusprechen, will Sony weiterhin auf große Exklusivtitel bauen. Auch über die Zusammenarbeit mit Publishern bei sogenannten AAA-Spielen (Triple A) und zeitweilige Exklusivität von Titeln wird nachgedacht. Nach dem Erfolg von Produktionen wie „God of War“ oder „Horizon: Zero Dawn“ ist dies aber wenig verwunderlich. Laut dem Bericht nimmt Sony außerdem Microsoft und Google mit dem neuen Streaming-Dienst Stadia als größte Konkurrenz wahr. Nintendo richte sich hingegen an eine andere, jüngere Zielgruppe.

Die mögliche Ausrichtung der PS5 sorgt nicht nur für Zustimmung. Mit dem Fokus auf Blockbuster-Titel und Core-Gamer verschrecke man kleinere Studios und Entwickler, so die Befürchtung einiger Verantwortlicher bei Sony. Diese Indies könnten sich deshalb dann bei der Konkurrenz wiederfinden.

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