Sonos schafft Update für treue Kunden ab

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Nach dem PR-Desaster um das Trade-Up-Programm legt Sonos nun offenbar den nächsten Gang ein: Wie der Multiroom-Lautsprecher-Hersteller seinen Kunden mitteilte, wird es ab Mai keine Updates mehr geben, wenn der Nutzer bestimmte Komponenten in seinem Netzwerk betreibt. Die Details.
Bildquelle: Sonos

Sonos hat angekündigt, ab Mai für alle Lautsprecher eines Sonos-Netzwerkes keine Updates mehr bereitzustellen, wenn ein Nutzer bestimmte Lautsprecher oder Komponenten betreibt. Dabei handelt es sich zum Teil um Bausteine, die Sonos bereits mit dem Trade-Up Programm versucht hat, aus dem Verkehr zu ziehen.

Wer ist betroffen vom Aus der Sonos Updates?

Betreibst du in deinem Sonos-Netz eines der folgenden Produkte, bist du von den aktuellen Sonos-Plänen betroffen: Bridge, Connect (2011–2015 hergestellt), Connect:Amp (2011–2015 hergestellt), CR200, Play:5 (1. Generation), ZP80, ZP90, ZP100, ZP120.  Wer eines dieser Geräte benutzt, gehört wahrscheinlich zu den langjährigen und treuen Kunden von Sonos.

Was passiert im Mai?

Nichts. Genau das ist das Problem. Sonos stellt regelmäßig Updates für seine Lautsprecher bereit. Teils handelt es sich um Updates mit neuen Funktionen, teils aber auch um Reaktionen auf veränderte Schnittstellen zu den genutzten Musikdiensten. Für Nutzer, die eine der betroffenen Komponenten betreiben, wird es diese Updates ab Mai nicht mehr geben. Das betrifft das komplette Sonos-Netz, nicht nur die jetzt als veraltet geltenden Lautsprecher.

Lässt sich Sonos im Mai noch nutzen?

Ja. Zumindest so lange, bis sich etwas an den Schnittstellen zu Diensten wie Spotify, Amazon, TuneIn & Co tut. Auch bei den Sprachassistenten von Google und Amazon könnte es früher oder später zu Einschränkungen kommen, wenn keine Updates mehr von Sonos kommen.

Warum macht Sonos das?

Sonos sagt, die betroffenen Geräte seien zwischen 2005 und 2011 auf den Markt gekommen. Sie verfügen nicht mehr über den Speicher oder die Rechenleistung, „um neue Funktionen zukünftiger Investitionen zu unterstützen.“ Bei Sonos laufen aber stets alle Produkte eines Netzwerkes auf der gleichen Software-Version. Die Folge ist, dass auch Komponenten wie der Sonos Move, der gerade erst erschienen ist, kein Update mehr bekommen, wenn sich beispielsweise der Play:5 der ersten Generation im System befindet.

Sonos Update bleibt aus: Was kann ich tun?

Du kannst die Geräte weiterverwenden, bekommst aber keine Updates mehr und musst möglicherweise früher oder später mit Einschränkungen leben. Oder aber du entfernst die Komponenten aus deinem Netzwerk. Für einige – aber nicht alle – der Bausteine gibt es das Trade-Up-Programm mit 30 Prozent Rabatt für ein neues Gerät.

Erst das Trade-Up-Programm, bei dem Sonos vorgeworfen wurde, auf Nachhaltigkeit zu pfeifen und funktionierende Geräte verschrotten zu lassen. Nun die Ankündigung, keine Updates mehr bereitzustellen - unter anderem für einen Lautsprecher, der mal über 500 Euro gekostet hat. Einer Sache kann sich Sonos hier sicher sein: Freunde in der Sonos Community macht man sich damit nicht.

Warum also dieser Schritt ohne große Not? Geht man das Risiko ein, die Kunden zu verärgern oder so gar an andere Multiroom-Anbieter zu verlieren? Oder ist man sich trotz dieser Tritte vors Schienbein sicher, dass die Loyalität der Kunden groß genug ist und sie gar neue Sonos-Komponten anschaffen? In den einschlägigen Community-Foren jedenfalls kippt die Stimmung seit der Ankündigung des Update-Stopps.

Wenn die alten Komponenten nicht mehr in der Lage sind, neue Features abzubilden, dann ist das der Lauf der Technik. Es wäre aber ein guter Mittelweg gewesen, den Kunden dennoch zu versprechen, dass die Funktionen der alten Lautsprecher auf Dauer bestehen bleiben - und neue Komponenten auch neue Features bekommen. Wo ein Wille ist, ist sicher auch ein Weg dafür.

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Bildquellen

  • Ein Sonos Play:5 in einem Wohnzimmer: Sonos
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