Stiftung Warentest prüft Smartwatches: Von Schadstoffen, Datenschutz-Lecks und anderen Mängeln

3 Minuten
Wie smart sind Smartwatches wirklich? Dieser Frage ist die Stiftung Warentest in der Dezember-Ausgabe des Verbrauchermagazins "test" nachgegangen. Das Ergebnis: Nur zwei Geräte schneiden am Ende mit einer Endnote "gut" ab. Eine ist "mangelhaft".

Bei den von den „test“-Redakteuren für gut befundenen Geräten handelt es sich um die beiden teuersten getesteten Modelle. Sie stammen von Apple und Garmin. Die Apple Watch Series 5 (Aluminium 44 mm) bekam unter dem Strich als Testsieger die Endnote 1,8 und überzeugte vor allem durch ihre Stabilität und die Funktionsvielfalt samt Check der Herzfunktion auf Vorhofflimmern. Auch mit Blick auf Schadstoffe stellten die Tester der Apple-Watch ein sehr gutes Zeugnis aus.

So schnitten die anderen Smartwatches ab

Das sah bei der Garmin Forerunner 245 Music schon ganz anders aus. Mit Blick auf gefundene Schadstoffe bekam die Garmin-Uhr nur ein „befriedigend“ (2,7), machte aber Boden in Sachen Stabilität („sehr gut“, 0,8) und Handhabung („gut“, 1,7) gut. In der Endabrechnung war ein „gut“ mit 2,2 Punkten drin.

Kritik übt die Stiftung Warentest vor allem an den Fitness-Funktionen vieler Smartwatches. Puls bestimmen, Strecke messen, Kalorienverbrauch ermitteln – oft lagen die vermeintlich smarten Begleiter hier daneben. Apple und Garmin erfassten als einzige im Test fast alles korrekt, so das Urteil der Tester. Im Wasser war nur die Apple Watch wirklich genau. Auch Basisfunktionen wie Telefonieren, Textnachrichten senden und Navigieren klappte nach Einschätzung der Tester oft nicht gut.

Teils erhebliche Mängel beim Datenschutz

Und auch das Thema Datenschutz werde von kaum einer Smartwatch ernst genommen. Zahlreiche Smartwatches fordern persönliche Daten, die für die Funktion der Uhr nicht erforderlich sind, kritisiert die Stiftung Warentest. Die Uhren von Apple, Emporio Armani, Fitbit, Huawei, Samsung und Withings räumen sich in der Datenschutzerklärung gar das Recht ein, personenbezogene Daten an Dritte weiterzugeben.

Am schlechtesten schnitt im Test die Smartwatch Xlyne Joli XW Pro ab, die für knapp 80 Euro im Handel erhältlich ist. Miese Fitness-Funktionen, eine komplizierte Handhabung und erhebliche Bedenken bei Datenschutz und Datensicherheit sorgten für ein „mangelhaft“ (5,0) als Schlussnote. Nur ein „ausreichend“ erhielten die Fitbit Versa Lite Edition (3,6) und die MyKronoz ZeTime (4,0).

Für die Samsung Galaxy Watch Active (SM-R500) war im Test der Stiftung Warentest ein „befriedigend“ (2,9) drin. Eine sehr gute Stabilität und eine gute Funktionsvielfalt konnten nur mäßige Fitness-Funktionen und entdeckte Schadstoffe im Armband (Bisphenol A) nicht ausgleichen. Nur marginal besser („befriedigend“, 2,8) schnitt die Huawei Watch GT ab. Die Huawei-Smartwatch konnte nicht nur mit einer sehr guten Stabilität, sondern auch mit einer guten Handhabung punkten.

Den kompletten Smartwatch-Test der Stiftung Warentest lesen

Den kompletten Smartwatch-Test der Stiftung Warentest kannst du in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „test“ lesen. Oder online direkt über die Homepage der Warentester. Insgesamt wurden 13 aktuelle Uhren zwischen 69 und 480 Euro getestet.

Affiliate-Link: inside digital erhält eine kleine Provision, wenn du über den markierten Link einkaufst. Den Preis für das Produkt beeinflusst dies nicht. Die Einnahmen tragen dazu bei, dir unseren hochwertigen Journalismus kostenfrei anbieten zu können.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL