Erschreckend: So verschmutzt dein Handy die Weltmeere

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Plastikmüll setzt der unmittelbaren Umwelt rund um den Menschen, aber auch den Ozeanen zu. Das ist kein Geheimnis mehr. Doch Forscher stellen nun eine weitere These auf, die weltweit alle Menschen und auch das wohl meistgenutzte Gerät aller Zeiten betreffen: Verseuchen Smartphones die Weltmeere?
Plastik und anderer Müll in Wasser
Bildquelle: Unsplash

Dass Smartphones die Weltmeere verunreinigen, daran denken viele wohl erst einmal nicht. Vielmehr ist es der alltäglich genutzte Plastikmüll das erste Bild bei Ozean- und Umweltverschmutzung, das im Kopf Gestalt annimmt. Ein Forscherteam aus Norwegen geht allerdings davon aus, dass auch Handys beziehungsweise dessen Bestandteile die Meere verschmutzen. Das berichtet Heise Online. Konkret geht es um die sogenannten „Seltenen Erden“, bei denen es sich um insgesamt siebzehn recht weiche und silbrig glänzende Metalle handelt.

Schon der Abbau dieser Metalle belastet die Umwelt drastisch. Doch wie das norwegische Forscherteam rund um die „Elementary“-Projektmanagerin Julia Farkas erklärt, verhalten sich Seltene Erden nach dem Einsatz in einem Smartphone in der Umwelt anders, obwohl sie eigentlich ein natürlicher Rohstoff sind. Das komme durch den Zusatz, mit dem man die Metalle behandelt, bevor sie in Handys verarbeitet werden.

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Wie verschmutzen Handys die Weltmeere?

Die Forscher wollen nun herausfinden, inwiefern sich Seltene Erden als Elektroschrott in Handys auf die Ozeane auswirken und wie sie die Küstenregionen verschmutzen. Aktuell ist nur wenig darüber bekannt, wie sich Seltene Erden im Wasser verhalten. Erstes Ziel des Elementary-Projekts ist, norwegische Gewässer zu untersuchen und die Konzentration der Metalle im Wasser zu untersuchen. Dabei konnten die Forscher bereits diverse Hotspots in Norwegen ausmachen, wie etwa die Küstenstadt Trondheim. Die entnommenen Wasserproben wollen die Forscher dann mit weiteren Hintergrundinformationen von Seltenen Erden in Vergleich setzen. So will die Gruppe den menschlichen Einfluss herausarbeiten.

Darüber hinaus schauen sich die Forscher aus Dänemark, Norwegen und Deutschland auch weitere Organismen, wie Seetang, Muscheln und Fische, im Zusammenhang mit den Seltenen Erden an.

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Zustand und Einflüsse nicht absehbar

Die Proben untersucht die Forschergruppe unter verschiedenen Gesichtspunkten. Wie und vor allem warum gelangen die Seltenen Erden vom Handy aus in die Meere? Spielt der Zustand des Smartphones dabei eine Rolle? Unklar ist, wie Elektroschrott in die Meere gelangt. Laut Farkas ist es zudem nicht absehbar, welche Einflüsse der Schrott auf die Ozeane sowie darin lebenden Organismen hat.

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2 KOMMENTARE

  1. Genau diese leichtfertig geschriebenen Überschriften sind es, die haften bleiben. LEIDER
    Mein Handy ist es sicherlich nicht. Hab gerade damit den Kommentar geschrieben. Ich hab es satt als Verbraucher immer der Schuldige zu sein. Der fest eingebaute Akku ist alle – Handy austauschen, da Reparatur nicht lohnt. Keine BS-Updates oder Sicherheitspatches mehr vom Hersteller – Handy weg da unsicher usw. usw.
    Die Verantwortlichen in der Politik und die Hersteller sollten bei diesen Themen endlich von den Journalisten und den Medien zur Pflicht genommen werden. Dann würde die Überschrift heissen „Warum wurde diesbezüglich von den Zuständigen nichts unternommen ?“ Tja, das wäre Meinungsbildung und Wahrheit zugleich. Dazu haben inzwischen in dem Mainstream die wenigsten den Mut.
    Keinen Arsch in der Hose, aber die Verbraucher an den Pranger stellen.
    Mit freundlichen Grüßen…

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