Smartphone, Camcorder und Kamera: Wer liefert das beste Filmergebnis?

6 Minuten
Smartphone, Camcorder und Kamera – sie alle ermöglichen dir eine Videoaufzeichnung deiner besonderen Momente. Doch welches der Geräte ist dieser Aufgabe am besten gewachsen? Stiftung Warentest ist dieser Frage auf den Grund gegangen und hat gleich 20 Geräte getestet.
Smartphone, Camcorder und Kamera - wer liefert das beste Filmergebnis
Smartphone, Camcorder und Kamera - wer liefert das beste FilmergebnisBildquelle: Photo by Patrick on Unsplash

Smartphone, Camcorder oder Kamera – heutzutage gibt es viele Geräte, die ein Video aufzeichnen können. Waren früher die Camcorder für private Videos die erste Wahl, greifen viele Menschen heutzutage direkt zu ihrem Smartphone. Schlichtweg, weil es uns immer überallhin begleitet. Dennoch bleibt die Frage offen: Wer liefert das beste Filmergebnis? Stiftung Warentest hat insgesamt 20 Geräte aus verschiedenen Produktkategorien analysiert.

Smartphone, Camcorder und Kamera – Qualität hat ihren Preis?

Auch wenn von Herstellern gern regelmäßig betont wird, dass Qualität ihren Preis hat, ist Preis allein kein Garant für ein gutes Ergebnis. Ebenso wenig, wie jedes günstige Gerät mit einer schlechten Leistung aufwartet. In diesem Test etwa fand sich ebenso ein Gerät mit sehr guter Videonote, für das du weniger als 1.000 Euro aufbringen musst. Insgesamt befinden sich unter den getesteten Geräten sieben Camcorder sowie 13 weitere Videoaufnahmegeräte. Sie kosten zwischen 420 und 3.150 Euro. Für den Vergleich unterschieden die Tester nach sechs unterschiedlichen Gerätetypen: klassische Camcorder, Systemcamcorder, Systemkameras, hochwertige Kompaktkameras, Actioncams sowie Smartphones.

Dementsprechend unterscheiden sich die Testgeräte nicht nur in der Videoqualität, sondern auch in vielen anderen Aspekten. Da für Videos neben der Bildqualität auch der Ton entscheidend ist, wurden ebenso die internen Mikrofone der Geräte für den Test bewertet. Dabei konnten nur wenige Testgeräte in allen Testkategorien ein Urteil von wenigstens gut erzählen. Die erfreuliche Nachricht jedoch ist: Es gibt ein paar Alleskönner. Der Test förderte ein paar überraschende Erkenntnisse zutage. So haben beispielsweise alle geprüften Camcorder Probleme mit dem Auflösungsvermögen, sodass sie kleine Strukturen nicht so gut darstellen wie andere Geräte.

Smartphone, Camcorder und Kamera: Diese Alleskönner überzeugten im Test

Für ihr Testurteil legten die Tester von Stiftung Warentest die größte Gewichtung von 40 Prozent auf das aufgenommene Video. Dafür beurteilten drei Experten unbearbeitete Videos in einer Auflösung von Full HD sowie UHD. Sowohl Schärfe, Farbwiedergabe, Kontrastverlauf als auch Auflösung wurden hier berücksichtigt. Nach dem Video erhielt die Handhabung mit knapp 30 Prozent den größten Anteil an der Gesamtnote. Der Ton wurde mit knapp 20 Prozent in der Gesamtbewertung berücksichtigt, während Fotos rund 10 Prozent Einfluss nahmen.

Die Alleskönner-Modelle im Überblick:

Anders als bei anderen Testreihen wurden hier nur für die Camcorder und Systemcamcorder Test-Qualitätsurteile vergeben. Grund dafür ist laut Stiftung Warentest, dass die Bewertung mit dem Schwerpunkt auf der Videoqualität sich teilweise von den separaten Produkttests unterscheidet. Darum wurde bei all diesen Geräten darauf hingewiesen, dass unterschiedliche Note für verschiedene Tests vorliegen.

Das Testergebnis offenbarte, dass die Sony Cybershot DSC-RX10 IV die beste Video- und Tonqualität vereint. Ebenfalls gute Videos lassen sich mit der Sony RX100 VI erstellen, die etwas kleiner und deutlich günstiger ausfällt. Während du für die Sony Cybershot DSC-RX10 IV rund 1.700 Euro zahlen musst, kannst du die Sony RX100 VI für unter 1.000 Euro kaufen. Möchtest du einen Camcorder kaufen, empfiehlt sich der JVC GYHM180E mit guter Videoqualität und Handhabung für knapp 1.600 Euro. Siehst du dich jedoch nach einem Smartphone um, das dir möglichst hochqualitative Aufnahmen ermöglicht, solltest du einen Blick auf das Samsung Galaxy S21 Ultra 5G für knapp 1.190 Euro oder das Apple iPhone 13 Pro Max für rund 1.250 Euro werfen.

Sony Cybershot DSC-RX10 IV – der Alleskönner im Test

Diese Premium-Kompaktkamera kann dir für rund 1.700 Euro gehören. Sie verfügt über einen 25-fachen optischen Zoom, der durch einen elektrischen Sucher ergänzt wird. Die Auflösung ihres optischen Sensors liegt bei 21 Megapixeln. Dazu liefert sie ebenfalls eine 4K-Aufnahmefunktion für Videos. Dank eines Gewichts von knapp über 1 kg ist sie kein schwerer Begleiter für deine nächsten Reisen oder Ausflüge. Da die Sony Cybershot DSC RX10 IV bereits in einem anderen Test bewertet wurde, erhielt sie hier kein Qualitätsurteil. Ihre Video- und Tonqualität konnten sich dafür eine Note von sehr gut sichern. Sowohl ihre Handhabung als auch Fotoqualität bewertete man mit gut.  

Sony Cybershot DSC-RX10 IV
Sony Cybershot DSC-RX10 IV

Sony RX100 VI – der Preis-Leistungs-Tipp im Test

Diese Kompaktkamera kannst du für knapp 1.000 Euro kaufen. Ähnlich wie die Sony Cybershot DSC-RX10 IV erhielt sie kein zweites Qualitätsurteil. Ihre Videoqualität beurteilten die Tester mit sehr gut (1,3), während sich der Ton ein gut (2,1) sicherte. Sowohl die Fotoqualität als auch die Handhabungen konnten ebenso ein gut erzielen. Sie bietet einen Autofokus, eine 4K-Videofunktion sowie 20,1 Megapixel. Insgesamt musst du im Vergleich zur Sony Cybershot DSC-RX10 IV nicht zu viele Abstriche in Kauf nehmen. Dafür jedoch gut 700 Euro weniger investieren, sodass sich das Modell als Preis-Leistungs-Tipp anbietet.

Sony RX100 VI
Sony RX100 VI

JVC GYHM180E – Camcorder mit guter Videofunktion

Diesen Camcorder kannst du für knapp 1.600 Euro kaufen. Er erzielte ein Testurteil von Gut (2,4). Am stärksten kam dabei die Bewertung der Videofunktion mit gut (2,4) zum Tragen. Die Handhabung beurteilten die Tester ebenso mit gut (2,0). Sowohl der Ton als auch die Fotofunktion des Camcorders verdienten sich eine Bewertung von befriedigend (2,7 sowie 3,2). Der Camcorder wartet mit einer Aufnahmeauflösung von 4K sowie einem zwölffachen optischen Zoom auf. Zusätzlich zu einem 24-fachen digitalen Zoom. Die Auflösung seines optischen Sensors liegt bei 12,4 Megapixeln. Dank eines Gewichts von 1,6 kg kannst du diesen Camcorder noch gut mit dir führen, ohne dass er übermäßig schwer in deinen Händen liegt.

JVC GYHM180E
JVC GYHM180E

Samsung Galaxy S21 Ultra 5G – Android-Smartphone mit guten Filmaufnahmen

Dieses Smartphone kannst du für knapp 1.000 Euro kaufen. Wenn du auf der Suche nach einem Smartphone mit einer guten Videofunktion bist, könnte es ein geeigneter Kandidat sein. Auch dieses Gerät erhielt kein neues Gesamturteil im Test. Sowohl seine Videofunktion als auch seine Tonqualität konnten sich eine Note von gut verdienen. Ebenso gut schnitt die Fotoqualität des Smartphones ab. Einzig die Handhabung beurteilten die Tester als befriedigend. Natürlich bietet es als Smartphone eine Vielzahl an weiteren Funktionen, die eine Kamera oder Camcorder nicht besitzen. Umgekehrt ist das verbaute Objektiv jedoch nicht für alle Ansprüche ausreichend. Liegt dein Hauptaugenmerk für die Anschaffung also auf Video- und Fotoqualität, bist du mit einer Kompaktkamera besser bedient.

Samsung Galaxy S21 Ultra
Samsung Galaxy S21 Ultra

Apple iPhone 13 Pro Max – iOS-Smartphone mit guten Filmaufnahmen

Für über 1.300 Euro kannst du dir dieses Smartphone sichern. Ähnlich wie weitere Geräte in diesem Kombitest erhielt es kein neues Testurteil, sondern wurde nur in einzelnen Kategorien bewertet. Seine Video-, Ton- und Fotoqualität bewerteten die Tester mit gut. Die Handhabung betrachteten sie hingegen als befriedigend. Wenn dein Hauptaugenmerk auf guten Videos und Fotos liegt, lohnt sich der Kauf einer guten Kompaktkamera hier mehr. Möchtest du jedoch ein gutes Smartphone, mit dem du jederzeit gute Videos und Fotos machen kannst, weil sich der Moment anbietet, ist es eine geeignete Wahl.

Apple iPhone 13 Pro Max
Apple iPhone 13 Pro Max

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6 KOMMENTARE

  1. Frei

    Letzte Woche habe ich durch Zufall ein Handy mit 108 Megapixel Cam gesehen. Modell Honar 50 für weniger als 300 €.
    Solche Auflösungen sind bei normalen Fotokameras nicht verfügbar, außer bei der mehrere 10.000 € teuren Hasellbald.
    Mit so einer 108 Megapixel Cam und entsprechender Optik, könnte man micro Satelliten bauen (10 × 10 × 10 cm). Die wären in der Lage ähnlich gute Bilder zu liefern, wie militärische Satelliten noch vor wenigen Jahren. ein Handy als Cam und als Steuercomputer.
    Habe weiter recherchiert, und erfahren das noch im Jahr 2022 Handys mit neuem 200 Megapixel Camchips zu kaufen sein werden.
    Damit könnten z.B. auch kleine Verlage, Satellitenbilder aus Kriegsgebieten wie Ukrainer erfassen, und live wahrheitsgemäß, ohne USA- / West- Propaganda darüber berichten.
    Das Fliegen von solchen Mikrosatelliten in Orbit, soll weniger als 10.000 $ kosten, und wäre sogar für einige Privatleute erschwinglich …
    Privater Satellit mit so einer guten Auflösung über der eigenen Stadt, das wäre doch was!

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    • Frei

      https://www.hihonor.com/de/phones/honor-50/spec/

      108MP Kamera für gestochen scharfe Bilder (f/1,9 Blende) +
      Bildauflösung bis zu 12032 × 9024 Pixel (für unter 300 €)
      Optimal z.B. als digitale App- Lupe für z.B. für SMD…
      Oder für microriss Inspektionen…
      Ggf. auch als schwächerer Mikroscop?

      Videoaufnahme: 4K (3840 x 2160 Pixel) mit 30fps

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    • KnowHow

      Wenn man so völlig kompetenzfrei in Sachen Digitalfotografie ist, warum will man dann unbedingt mitreden? Satellitenaufnahmen mit dem Smartphone?
      Diese Megapixelphantasien waren schon vor 20 Jahren „Schulhof“.

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      • Frei

        Es gibt bereit viele Nano- Satelliten in Orbit mit Handy und Spezialsoftware als Steuercomputer. Format ca. 10 × 10 × 10 cm.
        Neu dabei ist nur die 108 oder 200 Megapixel Auflösung, was die Ergebnisse stark verbessert

        Antwort
  2. Frei

    Der Link zu diesem Bericht, funktioniert nicht!
    Stand 29.05.2022 17:38 Uhr.
    Man kommt nur über Klick auf das Bild zu diesem Bericht.
    Da war schon wieder eine zerstreut …

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  3. Fritzchen

    Mein Motorola One lässt bei mir keine Wünsche offen. Kostenpunkt: 129 Euro.
    Was interessieren mich die Werte von einem Mercedes, wenn ich mir nur einen Dacia leisten kann.

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