Sky spart bei der Konferenz: Das ist ab dieser Saison anders

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Neue Saison, neue Ideen, neue Wege. Mit der 2. Fußball-Bundesliga startet auch der Pay-TV-Sender Sky mit Live-Übertragungen in die Saison 2019/2020. Dabei gibt es einige Neuerungen, die vor allem die allseits beliebte Konferenzschaltung betreffen. Sky schaut sich das Prozedere bei der Konkurrenz ab – den eigenen Geldbeutel wird's freuen.
Sky Sport Studio
Bildquelle: Sky Deutschland

Ab der neuen Saison revolutioniert Sky die Konferenz – zumindest in Liga 2. Ab dieser Saison werden keine Kommentatoren mehr im Stadion sitzen, wenn zeitgleich an mehreren Orten gespielt wird. Nach dem Beispiel der eigenen Handball-Bundesliga-Konferenz und nach Vorbild der „Goal Zone“ vom Streaming-Konkurrenten von DAZN wird es nun auch bei Sky eine „übermoderierte Konferenz“ geben.

So funktioniert die Sky-Konferenz jetzt

Wenn freitags (3 Spiele), samstags (2 Spiele) oder sonntags (3 Spiele) der Ball in Deutschlands zweithöchster Spielklasse rollt, überträgt Sky jedes Spiel als Einzelspiel. Soweit so bekannt. Der Kommentator wird dabei jedoch nicht auf der Pressetribüne sitzen, sondern im Sky-Studio in Unterföhring. Dem Fernsehzuschauer wird das kaum auffallen.

Interessant ist die neue Konferenz: Hier gibt es anstatt für jedes Spiel einen, insgesamt nur noch einen Kommentator, der eher in die Rolle des Moderators schlüpft. Mit einem Experten an seiner Seite führt er über alle Parallelspiele, behält den Überblick. Bei Sky schlüpfen Stefan Hempel, Peter Hardenacke und Hartmut von Kamecke in die Rolle der Konferenz-Moderatoren.

Kein Torschrei mehr in der Konferenz

Wenn auf einem Platz etwas wichtiges passiert, übergibt dieser Kommentator an das Einzelspiel. Von der Übergabe merkt der dort herrschende Kommentator nichts, sodass der Zuschauer ungefiltert in die Übertragung hineinplatzt. Damit die Übergänge nicht holprig sind, ist der Moderator da. Diese Art der Übertragung heißt auch, dass der berühmte „Tor in Stuttgart“-Schrei in der Konferenz künftig nicht mehr ertönt.

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Kritik und Gründe

Sky erhofft sich durch die neue Konferenz mehr Dynamik im Produkt „Konferenz“. Vorangestellt dürfen aber finanzielle Interessen sein. Weniger Kommentatoren im Einsatz, da für ein Spiel jetzt nur noch ein Einzelspiel-Kommentator benötigt wird und kein eigener mehr für die Konferenz. Auch Reisekosten werden durch die zentrale Steuerung eingespart.

Kritik an der neuen Sky-Linie gibt es immer wieder. Die mediale Reichweite würde beschnitten, kritisierte etwa St.Pauli-Geschäftsführer Andreas Rettig bereits in der vergangenen Saison, als Sky begann, weniger Reporter zu Zweitliga-Partien zu entsenden. Gerade kleine Clubs fürchten um wertvolle Sendezeit mit Platzierungen ihrer Sponsoren, wenn Sky nicht mehr von vor Ort, sondern nur noch via Schalten aus den Stadien sende.

Am Montag, wenn das Topspiel der Woche um 20:30 beginnt, bleibt jedoch auch bei Sky alles beim Alten. Genau wie in der Bundesliga und der Champions League. Hier können Zuschauer die Konferenz im altbewährten Stil mit Torschrei genießen. Das bestätigt Sky gegenüber DWDL.

Übrigens: Kommentatoren, die nicht im Stadion, sondern im Studio sitzen, gibt es bei der Konferenz schon immer und auch bei Einzelspielen immer mal wieder. Prominentes Beispiel: Das Champions League Finale 2017 kommentierte Wolff-Christoph Fuß aus der Sky-Zentrale bei München und nicht im Stadion.

 

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1 KOMMENTAR

  1. Wenn mich nicht alles täuscht, wird auf diese Art und Weise auch die neue Konferenz in der 3. Liga bei Magenta Sport realisiert. Zumindest war es beim Test Ende vergangener Saison der Fall. Ist aus meiner Sicht etwas gewöhnungsbedürftig.

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