Sky bald ohne Bundesliga? Jetzt muss der Sender handeln

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Sportrechte sind eine teure Angelegenheit. Und nichts, auf das man sich auf Dauer verlassen kann. Das hat auch Sky gemerkt, als man vor kurzem die kompletten Rechte an der Champions League verloren hat. Passiert jetzt das Gleiche mit der Bundesliga? Die heiße Phase läuft.
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Sky MikrofonBildquelle: inside digital

Es war wahrlich keine schöne Vorweihnachtszeit für Sky. Mitten in die besinnliche Zeit vor dem Fest platzte die Nachricht, dass der Bezahlsender ab der Saison 2021/2022 keine Rechte mehr haben wird, um die Champions League zu zeigen. Stattdessen zeigen Amazon und DAZN die Spiele der europäischen Spitzenclubs.

Nach 20 Jahren verliert Sky damit die Rechte an dem Fußball-Wettbewerb. Und das nächste Damoklesschwert droht zu fallen. Auch die Rechte an der TV-Übertragung der Bundesliga laufen bald aus. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat in dieser Woche die Ausschreibung gestartet. Für 2.500 Euro können sich interessierte Unternehmen die Unterlagen kommen lassen.

Vergabe-Bedingungen ab März bekannt

In den Unterlagen, die ab im März verschickt werden, erfahren die Sender dann den Zeitplan für die Ausschreibung, die Fristen und Kriterien sowie das Vergabeverfahren. In der aktuell laufenden Rechteperiode gab es beispielsweise am Ende eine Auflage des Bundeskartellamtes, dass das Freitagsspiel nicht beim selben Anbieter gezeigt werden darf wie die restlichen Spiele. Deswegen gibt es das Freitagsspiel inzwischen bei DAZN.

Vergeben werden aber nicht nur die TV-Rechte für Kabel und Satellit. Auch die Internet-Rechte, die Rechte für Mobile TV und sogar Radio-Rechte kommen unter den Hammer. Für Sky ist stets wesentlich, dass man neben den normalen TV-Rechten auch die Rechte für Internet-Streaming hat. Das liegt nicht nur daran, dass das Unternehmen mit Sky Go einen Streaming-Dienst für Pay-TV-Kunden betreibt. Mit Sky Ticket adressiert man auch kurzfristige Internet-Kunden. Und: Der Zweitreceiver Sky Q Mini bekommt sein Signal auch ausschließlich per Stream.

Online-Rechte für Bundesliga sind umkämpft

Gerade die Internet-Rechte sind es aber, die auch umkämpft sein dürften. Neben DAZN dürfte auch Amazon hier seinen Hut in den Ring werfen. Möglicherweise bietet auch die Telekom wieder mit, um Magenta Sport zu befeuern. Niemand weiß, wer sich außerdem auf den Markt wagen wird. Die Frage ist: Muss der Inhaber der Online-Rechte auch zwangsweise per klassischem TV übertragen? Das weiß zunächst einmal nur die DFL.

Die Rechte für die Bundesliga werden – wie bei der Champions League – ab der Saison 2021/2022 ausgeschrieben. Wenn nun also vieles schiefläuft, steht Sky ab Sommer 2021 ohne wesentliche Fußball-Rechte da. Ob der Sender sich dann angesichts der großen Online-Konkurrenz noch halten kann, darf bezweifelt werden.

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