Silvestergrüße per Handy schicken: Das musst du wissen

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Nicht nur am Himmel wird ein Feuerwerk erstrahlen – auch in den Mobilfunknetzen wird es in der Neujahrsnacht ein regelrechtes Feuerwerk geben. Die Netzbetreiber erwarten neue Rekorde. Für dich kann das heißen: Besetztzeichen und keine Datenübertragung. Wir sagen dir, was du wissen musst, damit deine Neujahrs-Wünsche ankommen.
Bildquelle: Pixabay

Ob per Anruf, SMS, WhatsApp-Nachricht oder Instagram-Post – fast jeder wünscht seinen Freunden und Bekannten in der Neujahrsnacht alles Gute. Anders als beispielsweise an Weihnachten konzentrieren sich diese Grüße aber auf die Stunden rund um Mitternacht. Eine echte Belastungsprobe für die Mobilfunknetze.

Vodafone meldete unlängst den 11. Dezember 2019 als Rekordtag im Mobilfunknetz – ein ganz normaler Werktag an einem Mittwoch. Die Datennutzung stieg an diesem Tag auf über 2,8 Millionen Gigabyte an. Doch bei dem Netzbetreiber rechnet man damit, dass der Rekord schon in dieser Nacht wieder fallen wird.

200 TB Daten in nur einer Stunde

Die Erfahrungen zeigen: An Silvester erwartet das Mobilfunknetz ein echtes Daten-Feuerwerk. Zwischen 20 und 3 Uhr sind die Deutschen in der Neujahrsnacht bei WhatsApp, Instagram und Co. nicht zu bremsen: Im Vorjahr rauschten allein in diesen sieben Stunden mehr als 600 Millionen Megabyte Daten durchs Netz von Vodafone.

Auch O2 sieht eine arbeitsreiche Nacht für die Technik vor sich. „Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden allein in der ersten Stunde des neuen Jahres 2020 über 50 Prozent mehr Datenvolumen verbrauchen werden als noch im Vorjahr“, heißt es aus München. Das seien fast 200.000 Gigabyte, die dann nur binnen einer einzigen Stunde durch das O2 Netz fließen werden

Zum Jahreswechsel 2018/19 haben Mobilfunkkunden im O2 Netz zwischen 0 und 1 Uhr rund 125.000 Gigabyte (GB) an Daten genutzt. Ein Großteil davon ging auf Neujahrsfotos und Videos von Silvester-Feuerwerken zurück, die an Familie und Freunde verschickt wurden. Um Mitternacht herum nutzten O2 Kunden dafür vor allem Messenger-Apps, wobei WhatsApp am häufigsten zum Einsatz kam. Dicht darauf folgte die App Snapchat, mit der sich kurze Videos erstellen lassen.

SMS als Rettungsanker

Die klassische SMS wird zwar weiterhin fleißig von deutschen Verbrauchern für Neujahrsgrüße genutzt, verliert aber gegenüber dem Siegeszug der Messaging-Dienste immer mehr an Boden.

Genau diese SMS könnte aber deine Rettung sein, wenn die Datennetze zu sind. Zunächst solltest du, wenn du deinen Gruß schnell loswerden willst, darauf achten, dass du Bild und Video weglässt, wenn die Nachricht nicht rausgeht. Geht auch die reine Textnachricht nicht raus, kannst du noch versuchen, manuell den Netzstandard zu wechseln und UMTS oder GSM zu nutzen. Normalerweise machen das die Netze aber automatisch mit deinem Handy, wenn beispielsweise LTE überlastet ist.

SMS gehen aufgrund einer anderen Übermittlungsart oftmals auch dann raus, wenn Messenger keine Chance mehr haben

Feierst du privat, dann frage doch deinen Gastgeber, ob er ein Gäste-WLAN hat. Denn private WLAN-Netze und die Festnetzleitungen dahinter sind in aller Regel nicht überlastet.

Telefonate dauern meist nur eine Minute

Und auch telefonieren könnte funktionieren. Wenn du doch vom Netz abgewiesen wirst, dann versuche es noch einmal. Denn das durchschnittliche Telefonat kurz nach Mitternacht dauert nach O2-Angaben nicht länger als eine Minute – dafür waren es alleine bei O2 vor einem Jahr in der ersten Stunde des Jahres 16 Millionen Telefonate. Und für den Fall der Fälle: Den Notruf 112 kannst du immer Wählen – hier fliegt dann im Zweifel ein anderer Nutzer aus der Leitung.

Übrigens: Auch wenn deine Nachricht bei dir rausgeht ist das noch kein Garant, dass sie auch beim Gegenüber ankommt. Denn dieser ist wahrscheinlich genau so auf ein funktionierendes Netz angewiesen.

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