Shell Recharge: Neue Preise für das Laden deines E-Autos ab Juli 2021

2 Minuten
Neue Preise und Konditionen gehören in fast jedem Tarif der Gegenwart zum Alltag. Jetzt trifft es auch den Ladestrom-Anbieter Shell Recharge. Ab Juli gelten neue kWh-Preise an den E-Auto-Ladesäulen. Und es ändert sich noch mehr.
Shell Recharge Ladestation
Bei Shell Recharge gelten für das Aufladen von E-Autos ab Juli neue Preise.Bildquelle: Shell

Wer ein Elektroauto fährt, muss sich in diesen Tagen auf so einige neue Preise einstellen. Erst wurde bekannt, dass bei emobility+ von EnBW die Preise steigen, dann kündigte auch Plugsurfing neue Konditionen für das Autoladen an. Und jetzt geht es mit neuen Konditionen bei Shell Recharge weiter. Von Anfang Juli an gelten für das Laden per Ladekarte oder Smartphone-App neue Preise.

Shell macht das Aufladen von Elektroautos (etwas) transparenter

Shell verspricht: Die neuen Preise sind verständlicher, transparenter und vorhersehbarer. In Ansätzen mag das auch stimmen, doch von einem „Einheitstarif“, wie es in einer Kunden-E-Mail heißt, kann nun wahrlich keine Rede sein. Denn an sogenannten NewMotion-Ladepunkten gelten grundsätzlich variable Preise, die nur über die App einsehbar sind. Immerhin: An Shell Recharge Schnellladepunkten, die immer häufiger an Shell-Tankstellen zu finden sind, wird in Zukunft pro kWh ein Preis von einheitlich 59 Cent abgerechnet. An anderen DC-Schnellaldesäulen werden 64 Cent pro kWh fällig. Teurer ist es nur an Ionity-Ladepunkten. Hier musst du 81 Cent pro kWh bezahlen.

Neu: Transaktionsgebühr bei jedem Ladevorgang

Günstiger kannst du dein Elektroauto mit einer Shell-Ladekarte oder per Shell-Ladeapp mit neuer Energie versorgen, wenn du eine mit weniger Ladeleistung versehene AC-Ladesäule ansteuerst. Hier gilt ab Juli ein einheitlicher Ladepreis von 46 Cent pro kWh. Bei einigen Ladesäulen ist das aber noch nicht alles. Denn teilweise musst du zusätzlich pro Minute, die dein E-Auto an die Ladestation angeschlossen ist, eine Gebühr von 2 Cent bezahlen. Und: Für grundsätzlich alle Ladevorgänge musst du zukünftig eine Transaktionsgebühr in Höhe von 35 Cent fest einplanen – gedeckelt auf maximal 7 Euro pro Monat.

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Die neuen Preise werden nicht auf einen Schlag, sondern dem Vernehmen nach Schritt für Schritt eingeführt. Man möge zwischen dem 1. und 8. Juli die neuen Konditionen in der Shell Recharge App im Auge behalten, heißt es in einer E-Mail an die eigenen Kunden.

Alternative: E-Auto laden zum Flatrate-Preis.

Du willst mit dem Tarifwirrwarr auf dem Markt der E-Auto-Ladetarife abschließen? Dann wirf doch mal einen Blick auf die Lade-Flat von elvah. Wir haben sie bereits einem Test unterzogen. Auch Wenigfahrer finden bei elvah mit dem Flex-Tarif ein preislich attraktives Angebot. Verhältnismäßig günstig ist zudem das von einer Grundgebühr befreite Angebot von Maingau Energie (EinfachStromLaden).

Deine Technik. Deine Meinung.

17 KOMMENTARE

  1. Avatar Uwe

    Noch schlimmere Abzocke als wenn man Sprit/Diesel tankt. Rechnet mal um

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  2. Avatar Fritzchen

    Shell recharge wird seine Standplätze an Shell Immo verkaufen und dann wieder anmieten.
    Der Kunde muss dann eine Standgebühr an Shell recharge zahlen.
    So läuft das Geschäftsmodell der Maximalabzocker.
    War es nicht auch Shell, die als erstes für Reifenluft abkassiert haben?

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  3. Avatar Nico Müller

    Find ich super, dass die Ladesäulenanbieter jetzt schon mit Abzocken anfangen, bevor jeder so nen eKarren fährt. Damit wird der ein oder andere vor nem schweren Fehler bewahrt… Eigentlich ziemlich blöd von denen. Ich hätte damit noch gewartet. Die eKarren-Absätze steigen ja gerade. Mal sehen wie lange…

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  4. Avatar Schmorli

    Der Preis von Diesel/Benzin wird eh weiter steigen. Und wartet mal ab, wenn die deutsche Automobilindustrie größtenteils auf die E-Mobility umgebaut hat. Dann arbeitet keine Lobby mehr gegen Dinge wie der energiegerechten Besteuerung von Dieselkraftstoff. Schade ist, dass sich ein E-Auto derzeit nur für Leute lohnt, die aus dem eigenen Hausstrom heraus laden können. Oder vielleicht am Arbeitsplatz. Da müsste mehr passieren. Aber man muss auch verhindern, dass der Egoist mit einem Plugin-Hybrid (nur ein Beispiel, keine Verallgemeinerung) seinen 15kWh-Akku auflädt und dabei die Säule und den dazugehörigen Parkplatz für 8h blockiert.

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    • Wenn ich an einer Ladesäule für 29 bis 39 Cent laden kann, finde ich das in Ordnung. DC-Laden für bis zu 45 Cent ebenso. Darüber hinaus wird es aber zunehmend uninteressanter…

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  5. Avatar Frank Hanke

    Es wird immer schlimmer. Was für eine Abzocke. Zu Hause bezahle ich 26 Cent pro kW. Wenn man einen etwas höheren Verbrauch von ca 20kw pro 100 km ansetzt ist man jetzt bei ca. 10 Euro und mehr. Fällt da jemandem was auf. Fast der gleiche Preis wie bei Benzin. Das sind alles Abzocker…

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  6. Avatar Günter Bernhardt

    Damit zeigen die Stromanbieter mal wieder ihr wahres Gesicht. Noch bevor die Elektromobilität in Deutschland verbreiet ist versuchen alle max. beim Kunden abzuziehen. Ich fahre noch einen Hybrid und habe über einen Umdtieg bereits nachgedacht. Wenn aber jetzt schon der Preiswucher vorliegt dann behalte ich besser meinen Verbrenner. So wird das nichts in Deutschland.

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  7. Avatar openwater

    Je mehr E-Autos zugelassen werden, desto schneller wird der Preis pro Kilometer für Strom sich dem Preis von Benzin pro Kilometer anpassen, bis er gleich ist. Preisvorteil weg, die Nachteile bleiben.

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  8. Avatar Stefan

    Ich kann darüber nur lachen. Die müssen bei AC ladung schon runter auf 26 cent/kwh damit ich dort hinfahren wüde. Bei dem Preis kann man ja fast mit einen Notrmstromaggregat am Straßenrand Laden.

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  9. Avatar Bernd

    Bleibe bei mein toyota dieselso lange es möglich ist.ich fahre wirtschaftlicher und sparsamer und erspare mir die überteuerten Anschaffungskosten…..

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  10. Avatar Kona-E

    Ich reg mich erst garnicht mehr auf. Die deutsche Energiewirtschaft kennt eh nur eine Richtung mit dem Preis und zwar nach oben. Mein nächstes eauto wird daher ein Tesla werden. Nicht nur weil die Preise um die 37ct/kwh liegen sondern auch die Lade Infrastruktur funktioniert.

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    • Du hast vor, von einem Kona-E auf einen Tesla zu wechseln? 🙂 Starker Schritt! Muss man sich aber auch leisten können (und wollen). Ein Stück weit zahlst du ja durch den höheren Preis eines Tesla die Ladestationen und die dortigen Konditionen mit…

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  11. Avatar Snoopy

    Glücklich wer einen Tesla mit Strom inclusive fährt da haben sich die Mehrkosten ein Kauf doch mal gelohnt.

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  12. Avatar Werner Jansen

    Was passiert wenn der Ladestrom von EEG-zuschlägen befreit wird? Wahrscheinlich nichts, die Anbieter stecken das auch noch ein. Ein staatlicher Konkurrent? Der müsste schon viele Säulen haben damit das wirkt.

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  13. Avatar Marco

    @Schmorli (19.06.21):
    Sehr seltsame Einstellung von Ihnen!
    Könnte es sein, dass Sie ein „lleiner“ Egoist sind?
    Der Fahrer eines PHEV hat das gleiche Recht, eine öffentliche Ladesäule zu nutzen, wie der Besitzer eines B-EV’s. Un da Sie es offensichtlich nicht wissen, die Ladeelektronik der meisten PHEV’s verlangt für eine komplette Batterieladung zumeist auch Ladezeiten von 5-6 h. Wenn Sie diesen vorwerfen, dass für vergleichsweise kleine Batteriekapazität eventuell sogar mehr Zeit als für ihr B-EV benötigt wird, dann würde ich im Gegenzug vorschlage, den Preis der gezogenen kWh deutlich höher zu ziehen je höher ihre genutzte Ladeleistung liegt. Schließlich belasten Sie das vorhandene Netz um ein Vielfaches mehr.

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  14. Avatar Elektrolurch

    Bisher war ich mit meiner ADAC-Ladekarte immer zufrieden (29ct AC, 39ct DC). Die neue Preiserhöhung macht sie uninteressant. Das gilt noch viel mehr für die anderen, noch teureren Angebote. So wird das nichts.
    Die Regierung hätte gut daran getan, statt der Hybrid-Kaufprämie den Fahrstrompreis zu fördern. Dann würde es sich auch für die PEVs rechnen, elektrisch zu fahren. Aber gutgemeint war schon immer das Gegenteil von gut gemacht.

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  15. Avatar Mike

    E-Mobilität ist eh nicht die Lösung; da bleibe ich gerne bei meinem modernen Diesel…

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