Share Now erhöht die Preise und stellt Kunden eine Falle

2 Minuten
Aus Car 2 Go und Drive Now wird Share Now. Das gaben die beiden Carsharing-Dienste von Mercedes-Benz und BMW zu Beginn des Jahres bekannt. Im November war die Fusion perfekt. Die Versprechen von Share Now waren groß. Nun zeigen sich jedoch auch die Nachteile für Kunden. Und die können ganz schön ins Geld gehen.
Carsharing Dienst Share Now schneidet beim Test der Stiftung Warentest mit der Note 2,2 (gut) ab.
Carsharing Dienst Share Now schneidet beim Test der Stiftung Warentest mit der Note 2,2 (gut) ab.Bildquelle: Blasius Kawalkowski

Ob Mini oder Smart, ob Cabrio oder Kombi: Share Now versprach durch die Fusion viele neue Autos für alle. In E-Mails an Nutzer der Carsharing-Dienste war die Rede von erweiterten Geschäftsgebieten. Doch all das ist nur die eine Seite der Medaille. Zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass BMW und Daimler die Preise anpassen. Denn klar ist: Die Zusammenarbeit soll nicht nur dafür sorgen, Synergien zu finden, sondern auch, Kosten zu sparen. Damit wollen beide Automobilhersteller in der Carsharing-Sparte schneller als bisher kalkuliert schwarze Zahlen schreiben.

Share Now erhöht die Preise: das wird ab Januar teurer

Ab dem 14. Januar hebt Share Now die Preise in bestimmten Bereichen an. Zahlten Kunden für das Abstellen eines Fahrzeugs am Flughafen bisher eine Gebühr von 5,99 Euro, sind es ab Mitte Januar 2020 bis zu 13,99 Euro. Was “bis zu” bedeutet und an welchen Airports der Flughafenzuschlag geringer ausfällt, gibt Share Now nicht an.

Hinzu kommt ein Zuschlag von bis zu 9,99 Euro, wenn du die Miete deiner Fahrt in einer sogenannten Drop-Off-Zone beendest. Künftig solltest du also insbesondere an den äußeren Stadtteilen aufpassen, wo du das Auto abstellst. Die Falle dabei: diese können sich sogar innerhalb des Geschäftsgebietes befinden.

Apropos Geschäftsgebiet: Stellst du ein Fahrzeug außerhalb des von Share Now bestimmten Gebiets ab, verlangt der Carsharing-Anbieter 500 Euro. Das Gleiche gilt übrigens, wenn du als Kunde eine andere Person das Auto fahren lässt oder deine Login-Daten weitergibst. Auch in diesem Fall musst du mit einer Strafe von 500 Euro rechnen.

Drive-Now-Kunden verlieren einen Vorteil und zahlen drauf

Wer vor der Fusion Drive-Now-Kunde war, konnte Prepaid-Pakete buchen. Man bezahlte für eine bestimmte Minutenanzahl im Voraus, was der Anbieter mit Rabatt belohnte. Ob Mini, BMW 2er Cabrio oder das kompakte Crossover-Modell BMW X1: Neben einer Vollkaskoversicherung kostetet so jedes Fahrzeug das Gleiche. Share Now streicht jedoch alle Minutenpakete. Das bedeutet: Kosteten 10 Minuten vor der Fusion über ein Prepaid-Angebot bei Drive Now 2,90 Euro, zahlen Kunden bei Share Now für die gleiche Fahrt nun 3,60 Euro.

Deine Technik. Deine Meinung.

9 KOMMENTARE

  1. Der letzte Teil mit den Minuten Guthaben ist schlecht recherchiert. Habe mich deswegen auch erst aufgeregt, aber die Minuten wurden in Guthaben umgewandelt mit 0,36€/Minute. Also wenn man günstigere Autos fährt, hat man sogar Geld gespart.

    Und zu den Flughafen Gebühren: In München waren es schon immer 13,99€, also schätze ich werden sie das auch nicht erhöhen, sondern einfach nur schwammig formuliert haben.

  2. Ich wäre dafür das die gesamte E-Mobilität wieder vom Markt verschwindet.
    Das Unternehmen Flix Bus zahlt seinen Fahrern Mindestlohn. Flix Bus ist für mich ein „no go“
    Ich stelle mir gerade die Katastrophe vor, das so ein E-Fahrzeug im Elbtunnel an zu brennen fängt.
    Ich persönlich würde mir niemals eine E-Karre kaue

  3. Was hat Carsharing mit E Autos. E Autos mit Flixbus und Flixbus mit brennenden E Autos zu tun?

    Und der letzte Punkt macht sowieso gar keinen Sinn: E Autos brennen statistisch seltener als Verbrenner. Ein Vebrenner kann ebenso im Tunnel einfach mal anfangen zu brennen. Ich kenne da übrigens auch jemanden dem der Verbrenner einfach mal so ( nicht im Tunnel ) abgebrannt ist.

  4. Selten einen dermaßen schlecht recherchierten und unseriösen Artikel gelesen. Wer nicht mal die Namen der Unternehmen richtig schreiben kann und dann noch „-“ an falscher Stelle einbaut, sollte vielleicht keine Artikel verfassen. Aber Hauptsache Hass verbreiten.

  5. Schwachsinnige Kommentare hier – zu dumm zum Nachrechnen wie es aussieht!
    Durch das aufgezwungene 0,99€ Schutzpaket auf jeden einzelnen Mietvorgang hat man natürlich und offensichtlich einen Nachteil durch die Umstellung von Minutenpaketen auf Geldguthaben!
    Wer das nicht erkennt sollte keine Kommentare schreiben, sondern eher nochmal auf die Grundschule!!!
    Share-Now bietet massiv schlechteren Service und Preise.

  6. Ich finde es eine Bodenlose Frechheit, was hier mit der Fusion gezweckt wurde. Es ist deutlich teurer geworden und wer das nicht erkennt ist blind oder kann einfach nicht rechnen. Meinen Teil hat sich die Nutzung von Share Now erledigt. Die bekommen von mir noch eine fette Email zum Abschluss. Die werden schon merken das ihre Taktik nicht aufgehen wird. Dann werden sie wieder mit Lockangebote auf dem Markt gehen.

  7. Nachteile der Fusion, die ich festgestellt habe:
    – bei DriveNow kostete das teuerste Auto bislang 36Ct./Minute, letzte Woche bin ich ein 2er Cabrio für 44 Ct. gefahren. Unverschämtheit nach den ganzen Marketing-Mails wie toll alles werden soll.
    – keine Preisreduktion von Cabrios mehr im Winter – oder werden die Preise im Sommer noch einmal erhöht? Warten wir’s ab…
    – keine Prepaid-Pakete mehr, das hatte eigentlich meine Markentreue an DriveNow hochgehalten, jetzt bin ich zusätzlich Kunde bei Sixt Share. Die Hoffnung, von ShareNow sich hier ein Monopol geschaffen zu haben und machen zu können, was sie wollen, möchte ich ihnen sehr gern nehmen.
    – bislang habe ich mir Sonntagabends ein DN für Montagmorgen reserviert um damit um 5 Uhr zum Flughafen zu fahren. Reservierung war bislang von Mitternacht bis 6 Uhr morgens kostenlos, das gibt es nicht mehr, je 20 Minuten Reservierungszeit kosten jetzt 1,90€. Seit der Fusion fahre ich notgedrungen Taxi. Bei Sixt ist die Reservierung sogar von 22-6 Uhr kostenlos, leider war Sonntagabend bislang noch kein Auto in Reichweite.
    – der frühere Sauberkeitsunterschied zwischen Car2Go und DriveNow ist egalisiert, ich habe einen BMW X1 mit einer leeren Obstkiste auf dem Rücksitz erwischt und einen 1er mit einem benutzten Taschentuch auf dem Armaturenbrett.
    – Schäden kleiner als Kreditkarten brauchen nicht mehr gemeldet zu werden, das dürfte den pfleglichen Umgang mit fremdem Eigentum nicht gerade befördern.
    – Trotz Buchung mit dem geschäftlichen Teil des Accounts kommt die Rechnung an die Emailadresse, die für privat hinterlegt ist. Das ist für mich als jede Woche reisend mit entsprechend vielen Belegen total unpraktisch und die Emailadresse für meine Reisekosten wäre aus den DriveNow-Kundendaten vorhanden gewesen. Das kann so nicht bleiben.

    Vorteil der Fusion:
    – Rechnung kommt sofort

  8. Langfristig werden sich die Preiserhöhungen nicht bezahlt machen und Sixt Share drängt Share Now aus dem Markt. Seit der Fusion ist Share Now für mich nur noch eine Notlösung, falls andere Anbieter nicht verfügbar sind.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL