Schwerer Defekt: Rückruf für zwei SUV-Modelle von Volvo

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Volvo muss zwei seiner SUV-Modelle aufgrund eines schwerwiegenden Defekts in die Werkstatt rufen. Im schlimmsten Fall ist es möglich, dass sich eine starke Rauchentwicklung hinter dem Auto bildet und infolgedessen ein Motorschaden zu beklagen ist.
Volvo XC90 Front
Unter anderem der Volvo XC90 Recharge muss wegen eines Turbolader-Defekts in die Werkstatt.Bildquelle: Volvo

Der schwedische Automobilhersteller Volvo muss zahlreiche Fahrzeuge in die Werkstatt beordern. Das geht aus der Rückrufdatenbank des ADAC hervor. Betroffen sind unter anderem die beiden Mild-Hybrid-Modelle Volvo XC90 und Volvo XC60. Hier muss der Hersteller bei betroffenen Modellen einen Austausch der Turbolader vornehmen.

Volvo muss SUV-Modelle zurückrufen

Bei den Modellen XC90 und XC60 sind laut ADAC konkret all jene Fahrzeuge betroffen, die im Jahr 2019 zwischen Kalenderwoche 20 und Kalenderwoche 35 vom Band liefen. Als Grund ist der ADAC-Datenbank zu entnehmen, dass defekte Turbolader im schlimmsten Fall zu einem Motorschaden führen können. Deswegen seien alle Fahrer betroffener Modelle aufgerufen, ihre Fahrzeuge beim nächsten Volvo-Servicepartner prüfen und gegebenenfalls auch direkt reparieren zu lassen.

Der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) ist zu entnehmen, dass der identifizierte Defekt unter anderem zu einem Verlust der Motorleistung und einem Ausfall des Turboladers führen könne. Außerdem sei eine Rauchbildung hinter dem Fahrzeug möglich. Das KBA berichtet weiter, dass weltweit knapp 10.000 Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen sind. Davon sind dem Vernehmen nach knapp 1.700 Fahrzeuge für den Verkehr auf deutschen Straßen zugelassen.

Noch keine schwerwiegenden Auswirkungen aufgrund des Fehlers bekannt

In der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts ist ein passender Eintrag unter der Referenznummer 011289 zu finden. Der interne Rückrufcode lautet R10098. Bisher ist nicht bekannt, dass es aufgrund der Probleme im Volvo XC90 und XC60 schon zu Vorfällen mit Sach- und/oder Personenschaden kam. Das Fachmagazin „Auto Service Praxis“ berichtet, haben nur Volvo-Vertragspartner Zugang zum Volvo-System, wo die Durchführung der Maßnahme registriert wird. Bei freien Werkstätten ist das laut Angaben eines Sprechers des Herstellers nicht der Fall.

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2 KOMMENTARE

  1. Patrick Siebert

    Ich würde gerne etwas korrigieren: es handelt sich nicht um die Recharge Modelle, die PlugIn-Hybride sind, sondern um die MildHybrid Diesel. Quelle: Ich arbeite bei Volvo.

    Antwort
    • Danke Patrick, da widersprechen sich ADAC und KBA irgendwie ein wenig. 😟

      Antwort

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