Schockstart 2022: Kriminelle hacken Webcams? So solltest du dich verhalten

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Neues Jahr, neues Glück – das ist das, worauf deutschlandweit wohl unzählige Menschen hoffen. Der Jahresbeginn kann jedoch auch schlechte Nachrichten bringen. Kriminelle verkünden, Webcams gehackt zu haben und erpressen nun ihre Opfer. Kostenpunkt: 1.200 Euro. So sollten sich Betroffene verhalten.
Notebook-Kamera
WebcamBildquelle: Matheus Bertelli / Pexels

Cyberkriminelle haben derzeit eine Offensive gestartet, die Betroffene die Freude über den Jahreswechsel schnell wieder vergessen lassen dürfte. In einer E-Mail verkünden sie, die Malware njRAT auf die Computer ihrer Opfer geschleust zu haben. Diese soll es ihnen ermöglicht haben, nicht nur sämtliche Korrespondenz einsehen zu können, sondern auch die Kontrolle über die Webcam und das Mikrofon zu erlangen. Auf diese Weise sollen die Kriminellen Betroffene bei sexuellen Handlungen an sich selbst gefilmt haben. Nun fordern sie ihre Opfer dazu auf, einen Betrag im Wert von 1.200 Euro innerhalb von 48 Stunden an ein Bitcoin-Konto zu überweisen. Andernfalls drohen die Erpresser, das Videomaterial zu veröffentlichen.

Was können Betroffene unternehmen?

Es ist nicht das erste Mal, dass diese oder ähnliche E-Mails im Internet auftauchen. Theoretisch beziehungsweise technisch sind die darin beschriebenen Vorgänge absolut möglich. Allerdings handelt es sich bei dieser Erpresser-Mail laut der Verbraucherzentrale NRW lediglich um eine Betrugsmasche. Auch der angebliche Beweis, bei dem die Betrüger darauf hindeuten, dass die E-Mail vom eigenen Konto verschickt wurde, sei in der Regel eine frei erfundene Behauptung. „Was als Absender einer E-Mail angezeigt wird, lässt sich leicht manipulieren“, so die Verbraucherzentrale NRW. Daher rät der Verein Betroffenen, die Forderungen zu ignorieren und stattdessen Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Erpresser-Mail
Erpresser-Mail

Gefahr durch Phishing

Die erwähnte E-Mail kann zwar im ersten Moment für Angstschweiß sorgen, ist allerdings vollkommen ungefährlich. Konträr dazu können unscheinbare Phishing-Mails für einen Identitätsdiebstahl oder hohe finanzielle Verluste sorgen. Glücklicherweise lässt sich auch diese Gefahr ohne großen Aufwand bannen. Weitere Details dazu findest du in unserem Phishing-Ratgeber.

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