Schnelles Internet: Telekom rüstet täglich 250 Verteilerkästen um

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Im August 2018 ist die Deutsche Telekom erstmals mit einem VDSL-Produkt mit 250 Mbit/s auf den Markt gekommen. Jetzt erreicht das Unternehmen schon 20 Millionen haushalte mit der neuen Datenrate. Dazu muss die Telekom an jeden einzelnen Verteilerkasten.
Ein Telekom-Techniker arbeitet am Multifunktionsgehäuse
Bildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside handy

Innerhalb der vergangenen vier Wochen hat die Telekom alleine 1,5 Millionen Haushalte an ihr neues Supervectoring-Netz gebracht. Damit können nunmehr 20 Millionen Kunden auf das Netz zugreifen – egal ob sie bei der Telekom oder einem Wettbewerber sind.

„20 Millionen Haushalte und Unternehmen sind jetzt bei unserem Supervectoring-Ausbau dabei“, sagt Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. „Dafür haben wir in 15 Monaten über 75.000 Verteilerkästen mit mindestens einer Linecard bestückt.“

Umrüstung dauert nur etwa zehn Minuten

Dieses Bestücken mit einer Linecard bedeutet, dass ein Techniker der Telekom den Verteilerkasten auf der Straße besuchen und die neue Technik einbauen muss. Zudem muss diese als Linecard bezeichnete Technik noch im Telekom-Netz angemeldet werden, damit das Netz die Karte kennt und die Kundenanschlüsse wieder funktionieren.

Abseits der Fahrzeit kostet der Einbau einen Zeitaufwand von etwa zehn Minuten. Möglich ist dieser Schritt aber nur, wenn der Kasten vorher schon mindestens mit VDSL versorgt war. Nur dann liegen nämlich bereits eine Stromleitung und eine Glasfaserleitung dort.

Bei 75.000 Verteilerkästen binnen 15 Monaten bedeutet das bei etwa 20 Arbeitstagen im Monat, dass die Telekom etwa 250 Verteilerkästen pro Tag umrüstet. An einem Verteilerkasten sind in der Regel zwischen 50 und 250 Kunden angeschlossen.

Der VDSL-Anschluss mit Supervectoring und 250 Mbit/s im Downstream steht im Anschluss allen Kunden der Telekom zur Verfügung. Aber auch Kunden der Telekom-Wettbewerber können diese Leitung nutzen, sofern ihr Provider die entsprechende Leitung bei der Telekom anmietet und unter eigenem Namen weiterverkauft. Das machen unter anderem Vodafone, O2 und 1&1.

 

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