Schnelles Internet: Mit diesem Trick will O2 an die Spitze kommen

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Glasfaser sei momentan noch ein Premium-Produkt, das nicht jeder brauche. DSL werde den Markt noch lange dominieren. Dennoch hat O2 einen Plan, wie man beim schnellen Internet zum Ansprechpartner Nummer Eins werden will.
Ein Handy mit einem WLAN-Symbol und O2-DSL-Schriftzug
Ein Handy mit einem WLAN-Symbol und O2-DSL-SchriftzugBildquelle: O2

Auf der Connect Conference in Dresden stellte Martin Butz, Director Carrier Management & Roaming bei Telefónica Germany, die Strategie von O2 vor. Am Festnetz-Tag des Kongresses machte er den Auftakt mit einer These, die aus dem Mund eines Anbieters im ersten Moment überraschend klingt. „Wir glauben, dass Glasfaser im Moment nicht für jeden Kunden notwendig ist.“ Erstaunlich, schließlich verbuddeln überall in Deutschland inzwischen die verschiedensten Netzbetreiber ihre Glasfaserleitungen.

„Deutsche Kunden wollen schnelles Internet zu einem geringem Preis – und das bei hoher Flexibilität und hoher Qualität“, sagt Butz. Schon jetzt wachse der Datenhunger jährlich um 30 Prozent an – dennoch nutzen die meisten Kunden Anschlüsse mit Datenraten von 100 Mbit/s oder weniger.

„Wir glauben an das Festnetz“, führt Butz weiter aus und begründet das mit dem Datenwachstum. Im vergangenen Jahr seien in Deutschland im Schnitt 231 GB Daten pro Monat und Anschluss über die Leitung geflossen. In fünf Jahren werde es mehr als ein Terabyte sein „Das Festnetz ist die günstigste Variante, um Datenvolumen zum Kunden zu transportieren.“ Dabei hat sich O2 das Ziel gesetzt, den Anschluss zum Internet zu vereinfachen. Kunden wollen nicht mehrere Wochen oder gar Monate oder Jahre warten, bis ein bestimmter Anschluss wie die Glasfaser verfügbar ist. Sie wollen online gehen, so Butz. Entsprechend handelt O2 auch bei seinem Festnetzangebot nicht nach dem Motto „One size fits all“.

O2 hat eine größere Reichweite als jeder andere Anbieter

Im Gegenteil: O2 arbeitet mit zahlreichen verschiedenen Partnern und Anschlusstechnologien und versucht, nahezu identische Angebote unabhängig von der Anschlussart anzubieten. Ein Trick dank zahlreicher Partnerschaften, den in dieser Form kein anderer Anbieter im Markt abbilden kann. So hat man Zugriff auf DSL und VDSL der Telekom sowie VDSL von EWE Westenergie, Kabelanschlüsse von Vodafone und Tele Columbus sowie Glasfaserleitungen von Unsere Grüne Glasfaser (UGG), wilhelm.tel und Tele Columbus. Auch mit der Telekom gibt es bereits einen Vertrag über die Glasfaserleitungen, allerdings lassen Produkte hier noch auf sich warten. Zähle man die ganzen Zugangsformen zusammen, biete O2 heute schon die größte Abdeckung mit Gigabit-Anschlüssen in Deutschland. „Darauf sind wir sehr stolz.“ Hinzu kommt dann noch das eigene Mobilfunknetz, mit dem man ebenfalls Festnetz-Ersatzprodukte realisieren könne.

„Wir als Telefónica haben kein eigenes Festnetz, wir stehen den verschiedenen Technologien neutral gegenüber“, so Butz weiter. Allerdings habe man ein Investment in die UGG im Glasfasermarkt. „Wir glauben, es gibt ein hohes Potenzial für die Ko-Existenz der verschiedenen Anschlussformen in den kommenden Jahren.“ Glasfaser sei dabei die Premium-Technologie, die in 10 bis 15 Jahren auch sicherlich die dominante Anschlussform in Deutschland darstelle. Bis dahin sei aber noch VDSL der Hauptanteilseigner am Breitband – allein aufgrund der großen Netzabdeckung.

Nicht vergessen dürfe man aber auch, dass die Kabelanschlüsse deutlich höhere Datenraten zu einem kleinen Preis liefern könnten. O2 vermarktet aktuell einen Anschluss mit 1 Gbit/s Downstream im Anschlussgebiet von Vodafone für 39,99 Euro im Monat. Im ersten Jahr ist der Preis sogar noch 10 Euro monatlich niedriger.

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