Samsung SmartThings: So sieht das Zuhause von morgen aus

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Samsung nimmt die IFA 2019 zum Anlass, sein Smart-Home- und Assistenzsystem in Deutschland vorzustellen. Mit neuer Hardware und einem teiloffenen System will man den großen Wurf in Deutschland schaffen. Mit dabei sind Bixby 2.0, Google Assistant, Amazon Alexa, ZigBee 3.0, Z-Wave und BLE und ein WLAN-Mesh-System.
Samsung Smart Home
Bildquelle: Samsung

Samsung hat gerade den bei vielen Nutzern unbeliebten Bixby-Button aus den Smartphones der Galaxy-Note-Reihe entfernt. Doch Bixby soll nicht aus dem Ökosystem verschwinden. Die zweite Version Bixby 2.0 soll vielmehr als Zentrale des smarten Zuhauses dienen. Mit einigen neuen Produkten startet Samsung in Deutschland das eigene teiloffene Smart-Home-System SmartThings. Die SmartThings-App ist dabei der Zugang zu intelligenten Kühlschränken, Waschmaschinen und Türklingeln. Dabei will sich Samsung offen präsentieren und nennt beispielsweise die Lampen der Hue-Reihe von Philips als mögliche Hardware-Erweiterung für das smarte Samsung-Heim.

Samsung startet im Smart-Home-Segment durch

Ab September werden sieben smarte Geräte in Deutschland neu verfügbar sein. Der Plan ist dabei klar: Im Portfolio Samsungs befinden sich kaum mehr Geräte von weißer Ware bis hin zum WLAN-Router, die nicht mit dem eigenen Smart-Things-System und damit mit Bixby 2.0 verbunden sind.

Zentrum der Vernetzung auf Hardwareseite sind der SmartThings Hub V3 oder aber auch der SmartThings Wi-Fi/Hub. Zweiterer ist befähigt, mit weiteren Hub-Bauteilen ein WLAN-Mesh zu erstellen. Marktführer ist hier AVM. Mit Samsung betritt nun jedoch ein mächtiger Gegner das Feld. Zumal hier der Preis mitentscheidet. Der WLAN-Router von Samsung kostet schlanke 140 Euro. Der SmartThings Hub V3 ist mit knapp 90 Euro gelistet.

Sensoren für mehr Sicherheit

Die neuen Sensoren im Angebot von Samsung sollen vor allem für Sicherheit sorgen. Ein Feuchtigkeitssensor, ein Bewegungssensor und Sensoren für Türen und Fenster können bei Bedarf scharfgestellt werden und überwachen das Zuhause im Schlaf oder bei Abwesenheit. Dazu bietet Samsung einen intelligenten Knopf. Der löst bestimmte Routinen aus, wenn man in betätigt. Ein Sprachbefehl steht alternativ bereit. Solche Routinen werden zum Teil über smarte Steckdosen, den SmartThings Outlet gesteuert. Sie kosten knapp 45 Euro und schalten Lampen, Musikanlage und andere nicht-smarte elektrische Gerät eins System. Strommessung ist ebenfalls Teil der kompakten Steckdosen-Erweiterung. Sie wird apropos in eine bestehende Steckdose gesteckt und bietet einen smarten Steckplatz.

Bixby 2.0, Alexa oder Assistant

Bei der Sprachsteuerung können zwei der großen drei Assistenten eingesetzt werden. So erfolgreich, also so verbreitet wie Amazon Alexa oder Google Assistant, muss Bixby erst einmal werden. Trotzdem hat Samsung wohl vorerst eingesehen, dass Bixby nicht für jeden Kunden die erste Wahl ist. Die Markteinführung des eigenen Assistenten verlief nämlich suboptimal. Nach langer Wartezeit war Bixby erst nur mit den Sprachen Koreanisch und Englisch ausgestattet. Deutsche Kunden mussten dann noch einmal lange warten, bis man auf Deutsch Befehle erteilen konnte. Das war gerade im Verbund mit dem lange Zeit nicht frei belegbaren Bixby-Button in vor allem Flaggschiff-Smartphones für viele Kunden ärgerlich.

„Team up with your home“: ZigBee 3.0 und Z-Wave

Samsungs neues Smart-Home-Konzept unterliegt dem Motto „Team up with your home“. Der Werbeslogan bedeutet nichts anderes, als das Samsung sein SmartThings-Hub auch für Drittanbieter öffnen will. Insellösungen will man so vermeiden. Damit Smart-Home-Produkte anderer Hersteller mit dem Hub kompatibel sind, müssen sie erst für das System zertifiziert werden. Sind es weltweit bereits achtzig Partner – unter anderem Ikea und Sonos -, können Kunden in Deutschland vorerst zwischen dreißig Drittanbietern auswählen. Offen zeigt sich Samsung auch in puncto Konnektivität. Der SmartThings-Hub unterstützt gängige Schnittstellen wie ZigBee 3.0, Z-Wave und Bluetooth LE.

Mit einer Öffnung des eigenen Ökosystems will Samsung Kunden beziehungsweise Smart-Home-Interessierten die Hemmschwelle, vor allem beim Einstieg in ein smartes Zuhause, nehmen. Durch die Kompatibilität des SmartThings Hub müssen sich Nutzer bei einem Kauf nicht mehr zwingend für einen Hersteller und dessen System entscheiden. Vielmehr können sie ein Sammelsurium miteinander verbinden und ihr Eigenheim nach Vorlieben sowie Geschmack personalisiert vernetzen.

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Michael liebt Technik und ist Redakteur bei inside digital. Anderen auch bekannt als der Franke in Bonn, der Macher oder der Handwerker für sämtliche Reparaturen der Redaktion. Nach Praktika bei der Neuen Presse in Kronach, den Nürnberger Nachrichten und dem Systemkamera-Blog, startete Michael bei inside handy und verdient sich seine Sporen vor allem im Hardware-Bereich. Balanciert er mal nicht zwischen Tagesgeschäft, Testgeräten und Co, betätigt er sich ab und an als Jäger im Pokémon-Dschungel. Ein ungewöhnlicher Anblick wäre es dabei nicht, ihm dank seiner Boulder-Fähigkeiten kletternd an einer Felswand zu begegnen. Abseits dessen begeistert er sich für Fotografie, Wanderungen, kulinarische Feste und Blasius Kawalkowski.

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