Bundeswehr-Soldaten erhalten moderne Smartphones - ohne Internet

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Egal ob im Kosovo, im Irak, in Afghanistan, in Mali oder im Sudan. Die Einsatzgebiete der Bundeswehr sind vielfältig. In den vergangenen Monaten durften sich viele der für die deutsche Armee tätigen Soldaten über ein neues Diensthandy freuen. Es wurden 16.000 Samsung Galaxy S8 verteilt, um alte Tastentelefone zu ersetzen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Schöne Geste - mit einem entscheidenden Manko.
Generalinspekteur im Gespräch mit Soldaten im Camp.
Bildquelle: Bundeswehr / Andrea Bienert

Sicher, die neuen Smartphones sind aus rein technischer Sicht nicht der neueste Schrei. Wahr ist aber auch, dass das Samsung Galaxy S8 noch immer ein gutes Telefon ist. Ein 5,8 Zoll großes Display mit Super-AMOLED-Technologie, Achtkern-Prozessor mit bis zu 2,3 GHz Taktleistung, 12,2-Megapixel-Kamera auf der Rück- und eine Selfie-Kamera mit einer maximalen Auflösung von 8 Megapixeln auf der Vorderseite… ordentlich!

Internet? Nein!

Die Kehrseite der Medaille: Die deutschen Soldaten sind nun in der Lage ein modernes Smartphone zu nutzen, können aber auf die eigentliche Kernfunktion nicht zurückgreifen. Denn laut „Spiegel“ ist es mit dem leistungsfähigen Samsung Galaxy S8 der Bundeswehr nicht möglich, sich mit dem Internet zu verbinden. Und jeder weiß: Ein Smartphone ohne Internet, das macht nur eingeschränkt Sinn.

Software Android 8.0 Oreo
Prozessor Samsung Exynos 8895
Display 5,8 Zoll, 1.440 x 2.960 Pixel
Arbeitsspeicher 4 GB
interner Speicher 64 GB
Hauptkamera 4272x2848 (12,2 Megapixel)
Akku 3.000 mAh
induktives Laden
USB-Port 3.1 Typ C
IP-Zertifizierung IP68 (Schutz gegen Untertauchen)
Gewicht 155 g
Farbe Orchid Grey, Midnight Black, Arctic Silver
Einführungspreis Orchid Grey: 799 €, Midnight Black: 799 €, Arctic Silver: 799 €
Marktstart 18.04.2017

Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums erklärte den Fauxpas mit den „jüngst deutlich gestiegenen IT-Sicherheitsanforderungen“. Es sei notwendig, die Internet-Funktionalität zu blockieren, um die Installation von ungeprüft heruntergeladenen Apps und sonstige Datentransfers zu verhindern. Andernfalls bestehe das Risiko, dass von außen auf die interne Kommunikation zugegriffen werden könne.

Besserung im Laufe des Jahres – ein bisschen

Doch warum dann ein modernes Samsung Galaxy S8? Ohne Internet hätten es auch deutlich preiswertere Handys getan. Die Antwort: Im Laufe des Jahres sollen die Soldaten das Internet für dienstliche Recherchen nutzen können. Möglicherweise also eine Art Intranet. Aber auch eine Wetter-App möchte man dann zur Verfügung stellen.

Für viele Soldaten nach „Spiegel“-Informationen keine Option. Sie nutzen schon heute andere Smartphones. Ihre privaten nämlich. Ganz ohne Schutz vor Abhör- und Spionage-Maßnahmen von außen.

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1 KOMMENTAR

  1. Wundert mich dass Flinten Uschi nicht den Graufunk in form von Rauchzeichen ausruft. Der dürfte dann zumindst DSVGO konform sein und passend zum Stand der Bundewehr und Regierung ausgerichtet sein. Die Grüninnen (so nennt man die Gurkentruppe doch) könnten dann auch wieder von natürlicher Kommunikation schwärmen.

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