Nach Display-Desaster: Samsung verschiebt das Galaxy Fold

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Bloß kein zweites Galaxy Note7: Samsung hat die Veröffentlichung des Galaxy Fold, dem ersten faltbaren Smartphone des Unternehmens, auf unbestimmte Zeit verschoben. Man wolle die bekannt gewordenen Fehler und Ausfälle untersuchen, um den Kunden das bestmögliche Gerät zu bieten, heißt es vom südkoreanischen Unternehmen.
Samsung Galaxy Fold
Bildquelle: Samsung

Es zeichnete sich schon im Laufe des Wochenendes ab, nun ist es offiziell: Samsung verschiebt das Galaxy Fold. Das moderne faltbare Smartphone sollte in wenigen Tagen, am 26. April, seinen Marktstart in den USA antreten. In Europa war das Handy für den 3. Mai vorgesehen. Nun informierte das südkoreanische Unternehmen Vorbesteller in einer E-Mail über die Verzögerung: „Wir möchten unseren Kunden die bestmögliche Erfahrung bieten. Deshalb haben wir uns nach anfänglichem Feedback dazu entschieden, den Marktstart des Galaxy Fold zu verschieben. Damit wollen wir sicherstellen, dass es den hohen Erwartungen, für die man uns kennt, gerecht wird.“

Ein neues Veröffentlichungsdatum möchte Samsung in den kommenden Wochen mitteilen. Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge, das schon vorab von der Verzögerung berichtete, könnte das Smartphone frühestens im Mai auf den Markt kommen. Samsung selbst gibt aber an, den Release auf unbestimmte Zeit verschoben zu haben. Hintergrund für die kurzfristige Änderung sind Schäden an ersten Testgeräten des Galaxy Fold, die der Hersteller in den USA an Journalisten und Rezensenten ausgab. Innerhalb von kurzer Zeit gingen mehrere Geräte kaputt. Teilweise wegen einer abgezogenen Schutzfolie, die laut Samsung wichtig für die Stabilität des Panels ist. Teilweise aber auch ohne erkennbaren Grund.

Galaxy Fold verzögert sich: Diese Anzeichen gab es

Mit seiner kurzfristigen Ankündigung, das Galaxy Fold zu verschieben, reagiert Samsung auf die vorab bekannt gewordenen Probleme des Smartphones. Erste Hinweise auf die Verzögerung gab es unter anderem schon in China und Spanien. Gerüchten zufolge hat Samsung das Training von Angestellten auch in anderen Regionen unterbrochen. Wenige Stunden später erfolgte dann das offizielle Statement aus den USA. Samsung Deutschland hat sich mittlerweile auch zu der Verspätung geäußert. Dabei kopierte man das Statement des Herstellers aus den USA.

„Initial findings from the inspection of reported issues on the display showed that they could be associated with impact on the top and bottom exposed areas of the hinge. There was also an instance where substances found inside the device affected the display performance.“ Samsung

Laut des südkoreanischen Herstellers wolle man nun daran arbeiten, den Display-Schutz zu verstärken und Nutzer noch mehr darauf hinzuweisen, dass die Schutzfolie nicht abgezogen werden soll.

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1 KOMMENTAR

  1. Man nehme sein aktuelles Smartphone in die Hand, betrachte es aufmerksam, frage sich, was man damit gewöhnlich mache und ob das eigentlich auch reicht.
    Wahrscheinlich werden sich das immer mehr Menschen tatsächlich fragen und bereits zufrieden sein.
    Deshalb mussten jetzt faltbare Smartphones her, nur deshalb, weil sie etwas völlig Neues darstellen und mehr Display sowie Einiges mehr an Komfort bieten.
    Jedoch:
    Sie brauche auch mehr Raum und sind nicht so handlich. Auch kosten sie sehr viel Geld, weshalb selbst die „early adopters“ länger überlegen werden als sonst. Das dürfte nun die Zeit für die klassischen „Flaggschiffe“ werden, die aber ohne einen grossen Preisverfall mit der Marktsättigung zu kämpfen haben werden.

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