Faltbare Smartphones: Samsung Galaxy Fold wird keine Massenware

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Einige sind fasziniert, andere geschockt. Ungerührt bleibt beim Thema Samsung Galaxy Fold allerdings wahrscheinlich niemand, der auch nur ansatzweise an Technik interessiert ist. Dabei sorgen vor allem zwei Punkte für Aufsehen: das innovative Display und der rekordverdächtige Preis. Dafür sollen Käufer als Premium-Kunden behandelt werden.
Samsung Galaxy Fold
Bildquelle: Samsung

Spätestens seit 2014 werkelte die Gerüchteküche an dem Thema faltbare Smartphones herum. Zahlreiche Patente, Gerüchte und schwammige Zitate tauchten seither im weltweiten Datennetz auf, gingen jedoch allesamt nach einigen Tagen oder Wochen unter. Die regelmäßige Prophezeiung, dass das Handy „bereits im nächsten Jahr“ kommen könnte, wurde nicht erfüllt – zumindest bis Ende 2018. Dann stellte zunächst der chinesische Display-Hersteller Royole sein faltbares Smartphone, das FlexPai, vor. Einige Monate später folgte auch der Technik-Gigant Samsung. Nach der Präsentation sorgte das auf den Namen Galaxy Fold getaufte Mobiltelefon allerdings auch für einen negativen Aufschrei. Denn der Preis des innovativen Geräts wird knapp 2.000 Euro betragen.

Tipp: MWC-Trend 2019 – Sind faltbare Smartphones schon ausgereift?

Premium-Smartphone der absoluten Oberklasse

Dass das Galaxy Fold technisch mit jedem anderen High-End-Gerät mithalten kann, ist kein großes Geheimnis. Auf dem Mobile World Congress 2019 verriet der Hersteller gegenüber The Verge, dass das Handy auch eine seiner Leistung und dem Preis angemessene Behandlung erhalten soll. Unterm Strich bedeutet das zunächst, dass die Produktion geringer ausfallen wird, als bei einem Galaxy S10. Weiterhin soll das Smartphone nicht wie nahezu jedes andere Modell bei allen geneigten Händlern erworben werden können. Stattdessen scheint Samsung das Galaxy Fold nur in speziellen Geschäften anbieten zu wollen, um beim Kauf eine „persönliche Erfahrung“ zu gewährleisten. Zudem soll sich der spezielle Service auch über den Kauf hinaus erstrecken.

Die Luxus-Vorgehensweise ist nur temporär

Die gewählte Verkaufsstrategie ist wohl eine direkte Folge des hohen Einführungspreises. Spätestens sobald sich die Technologie auf dem Markt etabliert hat und auch von Herstellern aus China für einen Bruchteil des derzeitigen Preises angeboten wird, muss Samsung seine Strategie ändern. Bis dahin könnten auch andere etablierte Hersteller einen ähnlichen Weg einschlagen. Dazu zählt insbesondere Huawei mit seinem 2.299 Euro teuren Mate X. Wie Samsungs Plan im Detail aussieht, wird allerdings wohl erst auf einem entsprechenden Presseevent Anfang April oder beim voraussichtlichen Verkaufsstart am 26. April bekannt werden.

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