Falschmeldungen zum Samsung Galaxy Fold: Marktstart wurde nicht verschoben

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Es ist die wohl größte Smartphone-Innovation der vergangenen Jahre: Ein faltbares Display. Bereits Anfang des Jahres hat Samsung sein biegbares Galaxy Fold der Weltöffentlichkeit vorgestellt. In den Läden ist das Gerät allerdings noch nicht zu haben. Das behaupten aktuell übereinstimmende Medienberichte. Das trifft allerdings nicht zu, wie ein Samsung-Sprecher uns bestätigt hat.
Samsung Galaxy Fold in einer Hand
Bildquelle: Blasius Kawalkowski/inside digital

Der südkoreanische Technologiehersteller Samsung verfügt über englische Gene. Komplett britisch, ist das Unternehmen allerdings auch nicht, denn den jüngst verkündeten Marktstart des Galaxy Fold hat Samsung wie angekündigt eingehalten – obgleich mehrere Meldungen derzeit das Gegenteil behaupten.

Nach der Vorstellung Anfang 2019 wurde der Marktstart des biegbaren Samsung-Smartphones Galaxy Fold zunächst mehrmals verschoben. Grund hierfür waren zahlreiche Probleme mit dem eigentlichen Highlight-Feature, dem faltbaren Display. Monate später haben die Südkoreaner einen neuen Termin für Deutschland festgelegt: den 18. September 2019. Und ab genau diesem Zeitpunkt konnten die Geräte auf der Samsung-Website auch erworben werden, wie ein Samsung-Sprecher uns bestätigt hat.

Vorverkauf statt Marktstart

Grund für die Falschmeldungen könnte die etwas unglückliche Formulierung auf der Samsung-Website gewesen sein. Beim Kauf des Galaxy Fold klicken künftige Besitzer nämlich auf den Button „vorbestellen“ und nicht wie üblich auf „kaufen“. Das liegt daran, dass es sich dem 2.100 Euro teuren Gerät um ein Premium-Produkt handelt, dass nicht einfach an Endverbraucher verschickt wird. Stattdessen werden die Käufer einige Tage nach der Transaktion in ein Samsung-Center eingeladen, wo sie ihr neues Smartphone dann überreicht bekommen. Die ersten Geräte in Deutschland sollen laut Samsung bereits ausgeliefert worden sein.

Neue Nutzer berichten von Display-Schäden

Ein weiterer Grund, der den Falschmeldungen Treibstoff gab, war ein Bericht eines Techcrunch-Redakteurs. Bei seinem Exemplar des faltbaren Galaxy-Smartphones soll nach nur 27 Stunden ein farbiger Fleck inmitten des Displays erschienen sein. Dabei war das Gerät keinerlei Fremdeinwirkungen ausgesetzt.

Samsung Galaxy Fold: Fleck auf DisplayQuelle: Techcrunch

Auch voll funktionsfähig scheint das Samsung Galaxy Fold nicht gerade pflegeleicht zu sein. So hat der Hersteller vor Kurzem ein Video veröffentlicht, in dem beschrieben wird, wie Verbraucher mit dem Smartphone umgehen sollten. Wirklich helfen scheinen die ganzen Tipps allerdings nicht, wie der Farbfleck-Vorfall belegt.

Unterm Strich kann jeder potenzielle Käufer für sich selbst entscheiden, ob ihm die neue Technologie 2.100 Euro und das Risiko von schnellen Display-Schäden wert ist. Die Verkaufs-Pforten bei Samsung stehen zumindest weit offen. Und eine schnelle Reparatur dürfte im Notfall bei einem solchen Verkaufspreis und dem aufwendigen Übergabe-Prozess wohl auch drin sein.

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