Trotz Fold-Fail: Samsung arbeitet weiter an Geräten mit faltbaren Displays

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Das Galaxy Fold ist schon vor Marktstart ein kleiner Reinfall für Samsung: Wenige Tage vor dem offiziellen Launch des Gerätes musste der südkoreanische Hersteller die Notbremse ziehen. In seinem aktuellen Zustand ist das faltbare Smartphone zu anfällig für Displayschäden. Dennoch möchte Samsung am Prinzip des modernen Klapphandys festhalten: Aktuellen Gerüchten zufolge sind zwei weitere Modelle in der Produktion.
Samsung Galaxy Fold
Bildquelle: Letsgodigital

Die aktuelle Situation des Samsung Galaxy Fold erinnert an das Desaster rund um das Galaxy Note 7 – mit dem Unterschied, dass der südkoreanische Hersteller schnell genug die Reißleine gezogen hat. Wenige Tage vor dem offiziellen Marktstart des heiß erwarteten faltbaren Smartphones legte Samsung den Verkauf des Geräts auf Eis. Hintergrund für die Entscheidung waren Berichte von ausgewählten Medien, denen ihre Test-Exemplare nach wenigen Tagen in die Brüche gegangen sind. Man wolle bei Samsung deshalb am Display-Schutz arbeiten und brauche dafür noch etwas mehr Zeit.

Haben die Ereignisse rund um das Galaxy Fold eine langfristige Auswirkung auf die Foldable-Strategie des südkoreanischen Herstellers? Aktuell sieht es nicht danach aus. Einem Bericht der südkoreanischen Website The Bell zufolge plant Samsung weiterhin, zwei weitere faltbaren Geräte auf den Markt zu bringen. Dabei soll es sich um ein kleineres Modell mit einem ausgeklappten 8-Zoll-Bildschirm sowie ein größeres Modell mit einem 13-Zoll-Display handeln.

Fold-Geschwister: G-Type und S-Type

Die kleinere Variante des Smartphone-Tablet-Hybriden könnte bei ihrem Aufbau auf dasselbe Prinzip setzen wie es das Huawei Mate X tun soll. So lässt sich der Bildschirm an zwei Stellen nach hinten falten. Samsung nennt das „G-Type“. Im Gegensatz dazu lässt sich das 13-Zoll-Modell wie ein Brief falten und trägt daher den internen Namen „S-Type“. Ein entsprechendes Design hatte sich Samsung schon 2018 patentieren lassen. Apropos Patent: Laut eines Anfang 2019 aufgetauchten Konzepts könnte auch schon ein Nachfolger für das Galaxy Fold in Arbeit sein.

Zuletzt machten mehrere Hersteller mit Ideen für faltbare Smartphones von sich reden. Unter anderem Motorola, LG und Xiaomi sollen demnach an sogenannten Foldables arbeiten. Analysten zufolge sollen die modernen Klapphandys aber noch einige Zeit ein Nischenprodukt sein. Man geht nicht davon aus, das Geräte wie das Huawei Mate X oder das Samsung Galaxy Fold den Massenmarkt erobern.

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1 KOMMENTAR

  1. Die Falttechnik von Smartphones ob von Samsung, Huawei oder anderen Marken ist noch lange nicht ausgereift. Huawei sollte seinen Marktstart auch verschieben, weil dies auch genauso passieren kann, das das Smartphone von Huawei nach mehrfachen Falten nach einem Tag auseinanderbricht. Es hat doch keine Eile.

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