Klage gegen Tesla: Defekter Akku erhöht Brandgefahr

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Negativschlagzeilen macht momentan nicht Volkswagen, sondern der vermeintlich „grüne“ Autofabrikant Tesla. Diesem ist es bisher nicht gelungen, Akkus in zwei Automodellen auszutauschen, obwohl sie defekt und theoretisch gefährlich werden können. Eine Bundesbehörde leitet aufgrund dessen nun eine Untersuchung gegen Tesla ein.
Tesla Model S auf einer Landstraße
Bildquelle: Tesla

Im Mai dieses Jahres rollte Tesla ein Software-Update für die Modelle Tesla S und Tesla X aus, das den Akku und vor allem dessen Langlebigkeit verbessern sollte. Hintergrund für die Aktualisierung war ein Fehler in den verbauten Akkus, durch den die Brandgefahr theoretische erhöht wurde. Zu dieser Zeit waren bereits mehrere Tesla-Modelle in Flammen aufgegangen, ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle gespielt hätten.

Nach der Installation der neuen Softwareversion wurde jedoch „nur“ die Ladefähigkeit sowie auch die Leistungsabgabe des Tesla S und Tesla X eingeschränkt, sodass der Akku sich nicht zu weit aufblähen konnte. Das Update hatte allerdings auch zur Folge, dass die Reichweite der Tesla-Autos deutlich minimiert wurden, konkret um bis zu 25 Meilen oder mehr pro Akkuladung.

Sammelklage gegen Tesla

Diesem Fall geht jetzt die US-Behörde NHTSA auf den Grund und überprüft die Sachlage, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. In den USA wurde eine Sammelklage mit 2.000 Unterschriften gegen Tesla eingereicht. Das Hauptargument der Klage ist allerdings nicht die Leistungsminderung. Vielmehr gehen betroffene Kunden davon aus, dass der Automobilhersteller mit dem Update einen vermeintlich teuren Akku-Tausch umgehen wollte.

Die US-Verkehrsbehörde untersucht nun, ob Tesla die genannten Modelle für den Tausch hätte zurückrufen müssen. Vorgeblich wusste das Unternehmen schon vor der Auslieferung des Updates von dem Defekt sowie der Brandgefahr. Im Detail handelt es sich bei den betroffenen Autos um den Tesla S und Tesla X aus den Baujahren 2012 bis 2019.

Das Brandrisiko soll möglicherweise weiterhin bestehen – trotz des Softwareupdates. Die Sammelklage will einen Rückruf der Tesla-S- und Tesla-X-Modelle erreichen. Laut Reuters hat sich Tesla bislang weder zu den Vorwürfen, noch zu der Sammelklage offiziell geäußert.

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