Ryanair macht dicht: Diese Flughäfen stehen auf der Streichliste

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Ryanair gilt als Inbegriff der Billigflieger – wurde aber von der Coronakrise genau so durchgeschüttelt wie alle anderen Fluggesellschaften. Jetzt kommen die Folgen. Komplette Standorte macht der Billigflieger aus Irland dicht.
Flugzeug von Ryanair
Flugzeug von RyanairBildquelle: Ryanair

Bekannt geworden ist Ryanair nicht nur durch seine Billigflüge, sondern auch durch die kleinen Tricks. So wurden Flüge, die als Flüge ab Frankfurt bezeichnet wurden, seit 1999 nicht etwa vom internationalen Drehkreuz Frankfurt/Main durchgeführt, sondern vom bedeutend kleineren und weit weg liegenden Flughafen Frankfurt-Hahn. Er liegt näher an Trier als an Frankfurt.

Ryanair wichtigster Kunde für Frankfurt-Hahn

Genau diese Basis auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn soll es schon zum 1. November an den Kragen gehen. Sie wird geschlossen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf Ryanair. Aktuell stehen 35 Ziele ab Hahn auf dem Plan, womit die Airline für den Flughafen die wichtigste Airline ist. Denn er wird sonst nur noch von Wizz Air angesteuert.

Von der Streichung ebenfalls bedroht sind die Standorte Berlin-Tegel und Weeze (bei Düsseldorf). Das Spezialmagazin aeroTELEGRAPH berichtet unter Bezug auf ein Schreiben an die Piloten, dass Ryanair „voraussichtlich“ vor dem Start des Winterflugplans die beiden Standorte schließen werde. Für Frankfurt, Köln und Berlin-Schönefeld erklärt der Billigflieger, man habe dort deutlich zu viele Piloten und plane Massenentlassungen, sobald die Schließung der anderen Basen erledigt sei. Auch an den Flughäfen Karlsruhe und Memmingen gebe es noch kleinere Überhänge. Diese werde man ebenfalls abbauen.

Streit mit der Gewerkschaft

Die Schließung der Basen ist nicht nur eine Reaktion auf die mauen Umsätze durch die Coronakrise, sondern offenbar auch eine Reaktion auf die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Sie wollte anscheinend diverse Kürzungspläne der Airline nicht mittragen.

Rechtlich geht es zwar um Piloten der Malta Air, diese gehört aber zur Ryanair Gruppe und beschäftigt die Piloten. Für sie wollte Ryanair bis 2024 Gehaltskürzungen durchsetzen, gleichzeitig aber nur bis März kommenden Jahres eine Beschäftigungssicherung geben. Nun müssen die 170 Piloten den Informationen zufolge schon deutlich eher gehen.

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