Rundfunkgebühr: Bald musst du (wohl) mehr für TV und Radio zahlen

2 Minuten
Deutschland kann auf eine bunte Sendervielfalt in der TV- und Radio-Landschaft blicken. Doch ARD, ZDF, die dritten Programme oder auch Radiosender wie Deutschlandfunk, WDR 2, NDR 2 oder SWR 3 würde es nicht geben, wenn deutsche Haushalte all diese Programme nicht über einen Rundfunkbeitrag finanzieren würden. Und dieser Rundfunkbeitrag wird wohl demnächst steigen.
Fernseher
Bildquelle: Philips

Derzeit muss jeder Haushalt in Deutschland monatlich 17,50 Euro Rundfunkbeitrag zahlen. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) schlägt nun in einem ersten Entwurf vor, diesen Beitragssatz ab dem 1. Januar 2021 um 86 Cent auf 18,36 Euro steigen zu lassen. Das wäre ein Anstieg von knapp 5 Prozent.

Kritiker fordern Abschaffung der Rundfunkgebühr

Der Vorschlag dürfte bei vielen Gegnern des Rundfunkbeitrags für neues Unverständnis sorgen. Sie wettern schon seit vielen Jahren, über die sogenannte GEZ-Gebühr viel Geld für etwas zahlen zu müssen, das sie gar nicht nutzen wollen. Oder können. Denn nicht in jedem Haushalt steht tatsächlich ein Radio oder Fernseher. Ob die Kritiker allerdings tatsächlich alle komplett auf ARD und ZDF oder auf die Radioübertragungen (im Auto) verzichten, darf man zumindest vorsichtig anzweifeln. 

Losgelöst dessen hatte beispielsweise die ARD in ihrer Finanzplanung für die Jahre 2021 bis 2024 angemerkt, dass der Rundfunkbeitrag seit 2009 nicht mehr erhöht und im Jahr 2015 sogar gesenkt worden sei. Vor dem Hintergrund, dass Programmkosten, Rechte und Gehälter im Gegensatz dazu immer weiter gestiegen sind, seien erhebliche Sparmaßnahmen notwendig gewesen, um überhaupt annähernd kostendeckend arbeiten zu können.

„Um dem Publikum weiterhin ein hochwertiges Programm anbieten zu können, benötigen wir einen Ausgleich der Teuerung.“ Ulrich Wilhelm, Vorsitzender ARD

KEF prüft weiter

Die KEF prüft derzeit nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa, die von den öffentlich-rechtlichen Sendern eingereichten Finanzplanungen. Im Anschluss wollen die Sachverständigen einen finalen Beitragssatz für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorschlagen. Diese endgültige Empfehlung ist aber erst für Anfang 2020 zu erwarten. Bis dahin haben die öffentlich-rechtlichen Sender die Möglichkeit, sich zu dem nun vorgebrachten Vorschlag der KEF zu äußern. Final entscheiden die Landtage über eine Erhöhung der Rundfunkgebühr.

Deine Technik. Deine Meinung.

5 KOMMENTARE

  1. Ich verachte diese Zwangsgebühren zutiefst.Das sind Mafiamethoden. Man zahlt für politisch beeinflusste Berichte,irgendwelche veraltete Wiederholungen.Die Liste ist beliebig lang.Wenn alle Bürger zusammen halten würden und sich weigern diese Zwangsgebühren zu zahlen was passiert dann? Wollt ihr alle wegsperren?

  2. Es ist eine unverschämtheit in Deutschland im 21 Jahrhundert fast 2020 noch irgendwelchen Gebühren zu zahlen für den Müll was die den ganzen Tag bringen….Wer das gucken will kann ja ARD und Co.auf Pay-Tv abonieren,und dann will ich sehen wieviele Bürger es tatsachlich nutzen und bereit sind zu zahlen.
    Knapp 9 Milliarden Euro jedes Jahr für diese Mafia, und die Politik steckt mit drinn.
    Manche Länder haben nichts zu Essen nur nebenbei….
    Es sollte eine Volksabstimmung geben für sowas….aber wir Leben ja in einer Demokratie……

  3. Ich bin der Meinung ein gewisses bildungsangebot sollte von den Öffentlich rechtlichen unterhalten werden. Jedoch möchte ich von meinen Gebühren keine Rosenheim cops sehen. Desweiteren sollte es für das 21 Jahrhundert angemessen eine einheitliche streamingplattform der Öffentlich rechtlichen geben. Also wie bein Netflix nur mit Nachrichten und programmen wie Scetch-historie.

  4. Ich bin der Meinung ein gewisses bildungsangebot sollte von den Öffentlich rechtlichen unterhalten werden. Jedoch möchte ich von meinen Gebühren keine Rosenheim cops sehen. Desweiteren sollte es für das 21 Jahrhundert angemessen eine einheitliche streamingplattform der Öffentlich rechtlichen geben. Also wie bein Netflix nur mit Nachrichten und programmen wie Scetch-historie.

  5. In welchem Umfang werden die Interessen der älteren Generation berücksichtigt ?
    An Mord und Todschlag sind wir nicht interessiert auch nicht an Actionsfilmen.
    Also wäre es angebracht die Gebühren für Rentner zu senken, weil deren Interessen nicht genügend berücksichtigt werden.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL