Rundfunkbeitrag soll steigen: Das kosten ARD und ZDF ab 2021

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Die KEF, die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten, empfiehlt eine Erhöhung der Rundfunkgebüren ab dem Jahr 2021. Dabei wollten die Rundfunkanstalten ARD, ZDF und Deutschlandradio mehr Geld, als jetzt von der Kommission gefordert wird.
Das Logo des ZDF ist an einem Haus befestigt, rechts ist ein Baum zu sehen
Bildquelle: Pixabay

Der Rundfunkbeitrag liegt derzeit bei 17,50 Euro pro Haushalt und Monat. Diese Abgabe soll Medien garantieren, die in Deutschland unabhängig und überparteilichen berichten können. Damit sind die Rundfunkanstalten der ARD, des ZDF und das Deutschlandradio gemeint. Und dieser Apparat kostet nicht zu knapp.

Rundfunkbeitrag für teuren Sendebetrieb

Insgesamt verschlingt der Betrieb der Öffentlich Rechtlichen Rundfunkanstalten insgesamt in den kommenden Jahren 2021 bis 2024 knapp 39 Milliarden Euro. Doch er nimmt auch ein. Der Umsatz wird auf fast 36 Milliarden Euro geschätzt. Der Fehlbetrag liegt also bei knapp 3 Milliarden Euro. Die KEF rechnet die verfügbaren Mittel mit ein und kommt auf einen vorausgesagten Fehlbetrag von gut 1,5 Milliarden Euro.

Ab 2021 bis 2024 Erhöhung auf 18,36 Euro?

Die KEF errechnet auf Basis des Fehlbetrages einen Rundfunkbeitrag von 18,36 Euro aus. Damit würde er von 86 Cent gegenüber der aktuellen Runde von 2017 bis 2020 steigen. Das ist jedoch vorerst nur eine Empfehlung der Kommission. Der Bericht der KEF liegt nun bei der Vorsitzenden der Rundfunkkommission der Länder, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

ZDF, ARD und Deutschlandradio hatten vor der Berechnung der KEF einen ungedeckten Finanzbedarf von 3,035 Milliarden Euro angemeldet. Damit wäre ein monatlicher Rundfunkbeitrag von 19,24 Euro herausgekommen. Der nun verminderte Wert der KEF kommt durch die Prüfung einiger Kostenstellen zustande. Die KEF informiert darüber, dass sie satte 1,51 Milliarden Euro von den Forderungen mindern konnte. Sie hat die Aufwände um gut 700 Millionen Euro heruntergerechnet, die Ertragsprognose jedoch um fast 600 Millionen Euro angehoben. Dazu korrigierte sie die anrechenbaren Eigenmittel um gut 200 Millionen Euro.

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5 KOMMENTARE

  1. Jedes andere Unternehmen, würde an der eigenen Kostenstruktur drehen und seine Produktpalette modifizieren, aber nein ARD/ZDF erhöhen einfach ihre Zwangsmietgliedschaftspreise.

  2. @Florian: Wo haben Sie die vergangenen 11 Jahre gelebt? Seit 2009 Gab es keine Erhöhung der Rundfunkgebühren/des Rundfunkbeitrages, der im Übrigen gesetzlich geregelt ist. Im Gegenteil es gab 2015 sogar eine Senkung auf 17,50 Euro. Und dafür bekommt mensch eine Menge Vielfalt geboten, die sicher nicht jeden umfassend interessiert, – was auch für alle Streaming-Angeboten gilt.
    Nur deren Inhalte sind reinen Gewinnmargen untergeordnet, und die“privaten“ „free-tv-Angebote“ müssen in HD-Qualität auch bezahlt werden, obwohl sich diese Anbieter eigentlich rein durch Werbung finanzieren.

  3. Ich bin gerne bereit für die ÖR zu zahlen. Am liebsten wäre mir allerdings, ich könnte die für mich interessanten Inhalte buchen und bezahlen.

  4. Statt den „Beitrag“ zu erhöhen, sollte der ÖR lieber die zahlreichen, doppelt und dreifach vorkommenden 3. Programme deutlich reduzieren. Der ÖR hat einen Bildungsauftrag, aber identische Sendungen (laufen oft zeitgleich im BR, SR usw.) braucht kein Mensch! Von den überdimensionierten Gehältern erst gar nicht zu reden…

  5. Ich schaue seit zwei Jahren keine öffentlich rechtlichen mehr,nur noch ausgesuchte Inhalte der Mediathek.In wenigen Jahren wird sich ,wenn die ältere Generation wegbleibt,das Kostenkonstrukt ändern müssen.Auch die gebotenen Inhalte sind derzeit nicht auszuhalten.

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