Rufnummernmitnahme wird billiger - Bundesnetzagentur greift durch

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Entweder freiwillig oder durch Zwang – aber so oder so: Die Kosten für die Mitnahme einer Handynummer beim Anbieterwechsel werden billiger. Spätestens im April ist es soweit, wie die Bundesnetzagentur uns jetzt mitteilte.
LG K50 im Test untere Displaykante

Die Behörde, die als Aufsichtsbehörde im Mobilfunkmarkt agiert, hat deswegen jetzt gegen einige Mobilfunkanbieter Verfahren eingeleitet. Diese Verfahren sollen der Überprüfung der Entgelte für die Mitnahme einer Mobilfunkrufnummer, die gegenüber dem Endkunden erhoben werden, gelten. Aktuell berechnen alle Mobilfunkanbieter in Deutschland etwa 30 Euro, wenn sie deine Handynummer herausgeben müssen. Manchmal bekommst du beim neuen Anbieter eine Gutschrift.

Doch es gibt Änderungen. Denn Ende des vergangen Jahres und Anfang dieses Jahres wurden Entscheidungen zur Absenkung der Portierungsentgelte im Vorleistungsbereich getroffen. Dabei geht es zunächst einmal um die Abrechnung der Anbieter untereinander. Hier wurde angeordnet, dass ein Entgelt bis zu maximal 3,58 Euro netto (4,26 Euro brutto) auf Vorleistungsebene zulässig ist. Wenn also eine Rufnummer mitgenommen wird, darf das unter den Anbietern maximal dieses Entgelt kosten. Dieses Vorleistungsentgelt wirkt sich in Folge auf die Endkundenpreise aus. Den bislang berechneten die Anbieter untereinander oftmals ein Vielfaches für den Vorgang, die Kosten wurden dann mit Gewinnaufschlag an dich als Kunden weitergegeben.

So hat sich dann nach Angaben der Bundesnetzagentur in den weiteren Ermittlungen herausgestellt, „dass Anhaltspunkte für die Annahme bestehen, dass Entgelte für die Portierung einer Mobilfunkrufnummer auf Endkundenebene gegen den gesetzlich vorgesehenen Maßstab der Kostenorientierung verstoßen.“ Im Klartext: Die Kosten, die du Zahlen musst, sind im Vergleich zur (neuen) Vorleistung zu hoch.

Absenkung zum 20. April

Warum? „Nach den gesetzlichen Vorgaben dürfen Verbrauchern nur die Kosten in Rechnung gestellt werden, die einmalig beim Wechsel entstehen“, erklärt uns die Bundesnetzagentur. Sie haben daher die Mobilfunkanbieter Mitte Februar aufgefordert, ihre Endkundenpreise für die Portierung einer Rufnummer mit Wirksamkeit zum 20. April 2020 freiwillig abzusenken.

Die Mehrzahl der Mobilfunkanbieter haben eine entsprechende Anpassung ihrer Tarife zwischenzeitlich zugesagt. Darunter befinden sich Unternehmen wie Telekom, Vodafone, NetCologne, M-net oder EWE TEL. Doch nicht alle Anbieter haben dem zugestimmt.

Gegen jene Anbieter, die der freiwilligen Absenkung nicht zugestimmt haben, hat die Bundesnetzagentur daher jetzt ein Verfahren der nachträglichen Entgeltkontrolle eingeleitet. Dabei handelt es sich um O2, 1&1, Lebara, Lycamobile, freenet, SH Telekommunikation sowie Newsim und easyTel. Interessant dabei: Ausgerechnet 1&1 hatte ein Absenkungsverfahren vergangenes Jahr gegenüber Vodafone angestrengt.

Gemäß den Vorgaben der Bundesnetzagentur darf dich die Mitnahme der Handynummer ab 20. April nicht mehr als 6,82 Euro brutto kosten.

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2 KOMMENTARE

  1. Einfach 5€ und gut ist, wenn die was ‚extra‘ verdienen wollen.
    Dafür bekommt man ja mittlerweile alles andere Hinterher geschmissen ^^

  2. Welcher Stichtag ist für die Gebühr maßgebend?
    Der Tag an dem die Portierung beauftragt wurde (VOR 20.04.2020) ODER
    der Tag an dem die Portierung tatsächlich ausgeführt wird (Leistungserbringung NACH dem 20.04.2020).

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