Rufnummernmitnahme beim Handy bald billiger – der erste Schritt ist getan

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Wer seinen Handyanbieter wechselt und seine Handynummer behalten will, muss für die Rufnummernmitnahme bisher etwa 30 Euro zahlen. Das aber könnte sich bald ändern. Die Bundesnetzagentur hat hierzu jüngst eine Entscheidung gefällt.
Telefonierende Frau
Bildquelle: T-Mobile

Möchte man seine Mobilfunkrufnummer mitnehmen, sollen die Kosten in Zukunft deutlich gesenkt werden. Auslösender Fall war die Mitnahme einer Rufnummer eines Endkunden von Vodafone zu einem anderen Serviceprovider. Die Höhe dieser Kosten, die Vodafone dem Dienstanbieter für den Vorgang bisher in Rechnung gestellt hat, gilt als Geschäftsgeheimnis. Man kann jedoch von einem Betrag von 10 bis 15 Euro netto ausgehen. Dieses Entgelt hat die Bundesnetzagentur im Fall von Vodafone nun auf 3,58 Euro netto abgesenkt.

Die Überprüfung erfolgte von Amtswegen. Die Ermittlung des neu angeordneten Entgelts erfolgte auf Basis eines europäischen Preisvergleichs. Vodafone wurde freigestellt, für die Leistung auch ein niedrigeres oder gar kein Entgelt zu erheben. Somit gelten die 3,58 Euro netto faktisch als Obergrenze.

Die Entscheidung betrifft unmittelbar nur die Entgelte, die Vodafone anderen Mobilfunkanbietern für die Portierung einer Mobilfunkrufnummer in Rechnung stellen darf. Damit gilt die Entscheidung nicht für die anderen Anbieter. Doch die Behörde sagt: „Dennoch sind die Entgelte aller am Markt tätigen Mobilfunkdienstanbieter anhand der nunmehr ermittelten Preisobergrenze zu messen.“ Der Entscheidung komme damit einer Signalwirkung für alle anderen Mobilfunkanbieter zu. Einen Antrag in ähnlicher Sache hatte im Frühjahr 1&1 gestellt.

Auch das Endkunden-Entgelt kommt auf den Prüfstand

Die von der Bundesnetzagentur bemängelten Kosten haben zunächst einmal keine unmittelbare Auswirkung auf die Endkundenpreise. Diese bis zu 30 Euro für die Rufnummernmitnahme zahlt der Kunde an seinen bisherigen Anbieter, während es bei den beanstandeten Kosten um Gebühren zwischen den Anbietern ging. Doch genau diese Portierungskosten für Endkunden stehen nun ebenfalls auf dem Prüfstand.

Die Bundesnetzagentur will die „gegenüber den Endkunden in Rechnung gestellten Entgelte für die Mitnahme einer Mobilfunkrufnummer einer Überprüfung unterziehen.“ Das kündigte die Behörde in einer Pressemitteilung an. Ungewöhnlich dabei: Schon vor der offiziellen Entscheidung gab die Behörde hier eine Tendenz ab. „Nach der jetzigen Entscheidung dürften auch dort deutliche Absenkungen zu erwarten sein.“ Über die zu erwartende Höhe machte man jedoch keine Angaben.

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