Aktueller Rückruf: Bei diesen Autos droht Brandgefahr

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Aktuell sorgen zwei neue Rückrufe von Elektroautos für Aufsehen. Einerseits betrifft dies den südkoreanischen Hersteller Hyundai und auf der anderen Seite Mercedes-Benz. Beide Male ist im schlimmsten anzunehmenden Fall ein Brand am Fahrzeug möglich.
Hyundai Kona Electro
Unter anderem der Hyundai Kona Electro ist von aktuellen Rückrufen betroffen.Bildquelle: Hyundai

Keine guten Nachrichten aus dem Hause Hyundai. Der südkoreanische Automobilhersteller hat einen potenziellen Fehler an den Hochvoltbatterien seines Elektroautos Kona Elektro entdeckt. Bei einigen der unter anderem auch in Deutschland verkauften Wagen sei es möglich, dass Schäden an der Batterie auftreten. Im schlimmsten anzunehmenden Fall ist ein Kurzschluss möglich, der in seiner Folge das Fahrzeug in Flammen aufgehen lassen könnte. Um alle Eventualitäten auszuschließen, kommt es daher jetzt zu einem Rückruf der betroffenen Fahrzeuge.

Hyundai Kona Electro Kurzschluss – Diese Wagen sind betroffen

Wie das Magazin „Auto Service Praxis“ und das „Handelsblatt“ berichten, will Hyundai in Deutschland diesbezüglich knapp 6.000 Fahrzeuge in die Werkstätten rufen. Auch in der passenden Datenbank beim ADAC ist die Rückruf-Aktion übrigens bereits zu finden. Betroffene Fahrzeuge wurden zwischen dem 31. Januar 2018 und dem 20. März 2020 im Hyundai-Werk in Korea für den Verkauf in Europa produziert. Fahrzeuge, die im tschechischen Hyundai-Werk vom Band liefen, sind von dem aktuellen Kona-Rückruf dem Vernehmen nach nicht betroffen.

Allerdings ist nach Angaben eines Hyundai-Sprechers nicht davon auszugehen, dass an allen Modellen des Kona Electro auch tatsächlich ein Schaden an der von LG Chem produzierten Batterie diagnostiziert werde. Bei Hyundai geht man vielmehr davon aus, dass der bei internen Qualitätskontrollen entdecke Batterie-Fehler nur auf etwa 3 Prozent aller Kona Electro zutreffe. Entsprechend müssten nur etwa 170 der hierzulande knapp 6.000 vom aktuellen Rückruf betroffenen Fahrzeuge tatsächlich repariert werden.

Prüfung und bei Bedarf Reparatur der Batterie

Laut „Auto Service Praxis“ ist die Ursache für den Rückruf an beschädigten Zellen der Lithium-Ionen-Batterie zu suchen. Durch sie sei ein Kurzschluss in der Hochvoltbatterie zumindest theoretisch möglich. Das „Handelsblatt“ berichtet von einer nicht sauber eingearbeiteten Trennmembran zwischen den Batteriezellen. Das habe zur Folge, dass Strom in der Batterie nicht dort fließe, wo er eigentlich soll.

In der Werkstatt soll das Batteriemanagement der betroffenen E-Autos ein Software-Update erhalten. Außerdem stehe eine genaue Prüfung und bei Bedarf eine Reparatur der Hochvoltbatterie auf dem Wartungsplan. Für die Dauer der Reparatur erhalten Kona-Fahrer einen kostenlosen Ersatzwagen.

Hyundai weist darauf hin, dass aktuell keine Unfälle oder Brände in Europa bekannt sind, die in Verbindung mit den fehlerhaften Batterie-Zellen stehen. Anders sieht es in Korea aus, wo laut „Handelsblatt“ sehr wohl schon Modelle des Kona Electro in Brand aufgegangen seien.

Nicht nur Hyundai bereiten die Batterien Probleme

In den vergangenen Monaten hatte unter anderem auch BMW mit einem Problem bei den Batterien einiger Plug-in-Hybride zu kämpfen. Und auch bei Mercedes-Benz warnen ADAC und Kraftfahrtbundesamt aktuell vor einer Brandgefahr aufgrund von einem möglichen Kurzschluss am Lenkgetriebe. Betroffen ist hier unter anderem das Elektroauto Mercedes-Benz EQC. Konkret gilt der Mercedes-Rückruf für jene Fahrzeuge des EQC, die zwischen dem 11. Dezember 2019 und dem 18. Mai 2020 gebaut wurden.

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6 KOMMENTARE

  1. Das E.Autos ist ganz schlechtes idee.
    Jedes Inginer viesen selbo das ist groses risiko vom bränd Tesla hat auch problem -Merzedes – Volkswagen und jedes E, Autos egal welches marke ist
    bränd risiko.

  2. Klasse reiserische Überschrift. Wieviel Verbrennen brennen täglich ab. Davon wird nicht berichtet. Wieviel Rückrbei Verbrennen gibt es ständig. Darüber finde ich keine Artikel. Aber wenn es gegen die Elektromobilität geht wird….. Mann es betrifft wie Sie selbst scheiben eventuell 170 Fahrzeuge….
    Hauptsache eine negative Berichterstattung…

  3. Ja mein Gott kommt halt vor und fehler passieren. Das wird nichts an der zunkunftsträchtigkeit der Technologie eauto oder auch Wasserstoff Auto ändern

  4. Sehr geehrter Petar Petrovic. Von eine Ingenieur habe ich bisher das hier gehört: das Risiko bei einem Elektroauto ist sehr gering.

    Ich empfehle übrigens Mal zu schauen wie viel tausende Verbrenner von deutschen Herstellern alleine zurückgerufen wurden die letzten 5 Jahre, weil sie spontan in Flammen auf gehen können.

    Audi fällt mir da ein, wo sich Bauteile im Motorraum und vom Motor lösen können, was zum Brand führen kann.

  5. E-Auto Freaks – na klar brennen 1.000 mal mehr Verbrenner, sind ja auch nur 10.000mal so viele unterwegs.
    Wenn Ihr das Brandrisiko entkräften wollt dann einfach die Zahl „Brände pro 1.000 Zulassungen“ bereitstellen – oder lieber doch nicht?
    Um einen Verbrenner zu löschen reicht die 08/15 Ausrüstung. Um ein E-Auto zu löschen ist Spezialausrüstung notwendig. Diese Sollte auf die Kaufpreise umgelegt werden.

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