Qualcomm: Cloud-Gaming wird die klassischen Konsolen ablösen

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Von wegen PlayStation 5 oder Xbox Two: Für den amerikanischen Chip-Hersteller Qualcomm liegt die Zukunft des Gaming nicht bei den klassischen Konsolen, sondern im Streamen von Videospielen. Das sogenannte Cloud-Gaming soll das Spiele-Gerät im Wohnzimmer auf lange Sicht beerben. Notwendig dafür ist natürlich Qualcomm-Technologie.
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Bildquelle: Qualcomm

„Cloud-Gaming wird die traditionellen Konsolen ersetzen“, sagt Cristiano Amon, Chef des Chip-Produzenten Qualcomm auf einem AI- und 5G-Event in San Francisco. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Cloud als neue Konsole etabliert“, fügt er hinzu. Die Vorteile des Streamings von Spielen liegen laut Amon klar auf der Hand. Für ihn ist besonders die Flexibilität des Dienstes ein wichtiger Punkt. „Man kann einfach auf irgendeinem Gerät losspielen. Hauptsache es hat einen Bildschirm“ berichtet The Sun. Besonders interessant könnte dies für Smartphones und Tablets sein, auf denen sich dann in Zukunft Titel spielen lassen, die bisher einen dezidierten Gaming-PC voraussetzen.

Das Aufkommen von Streaming-Diensten wie Googles Stadia vor einigen Wochen begreift Amon nur als Beginn: „Wir sehen, dass immer mehr Cloud-Gaming-Projekte vorgestellt werden. Ich bin mir sicher, dass in Zukunft noch viel mehr folgen werden.“ Was der Qualcomm-Chef nicht sagt, aber dennoch wichtig ist: Der Chip-Hersteller steht als Vorreiter bei 5G-Modems in der ersten Reihe, um die Grundlagen für Spiele-Streams zu schaffen. Erst vor wenigen Stunden zementierte das Unternehmen aus San Diego seine Position als wichtigster Prozessor- und Modem-Lieferant der Smartphone-Branche.

Konsolen bleiben interessant

Einen zeitnahen Untergang der klassischen Konsolen muss man trotz der mahnenden Worte von Amon nicht befürchten. Vor Kurzem äußerte sich beispielsweise Sony über einen Nachfolger für die aktuelle PlayStation 4. Die neue Konsole, die aktuell keinen Namen hat, soll unter anderem 8K-Grafiken, 3D-Audio sowie VR-Unterstützung bieten. Nähere Informationen zur Veröffentlichung gab der japanische Hersteller nicht. Ein Release ab 2020 gilt aber als realistisch.

Bei Stadia sollen in Zukunft ebenfalls 8K-Auflösungen möglich sein, zu Beginn wird der Dienst aber nur bis zu 4K bieten. Dafür muss der Nutzer über eine stabile Verbindung von 30 Mbit/s verfügen. Bei Full-HD und 60 fps gibt Google derweil eine Empfehlung von 25 Mbit/s an. Das Cloud-Gaming-Angebot soll noch 2019 auf den Markt kommen, genauere Informationen gibt es aber noch nicht.

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