Project Atlas: Spiele-Publisher EA testet eigenen Cloud-Gaming-Dienst

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Langsam füllt sich das Feld: Mit Electronic Arts (EA) gibt ein weiteres Unternehmen bekannt, sich an der Zukunftstechnologie Games-Streaming beteiligen zu wollen – zumindest teilweise. Denn der Spiele-Publisher will mit seinem „Project Atlas“ erst einmal nur den Fuß ins Wasser halten.
Bildquelle: pixabay / wamiqurrehman093

Cloud-Streaming für Games ist der neue große Trend in der Computerspiele-Branche. Auf der Gamescom 2019 war das Thema omnipräsent, unter anderem dank der Deutschen Telekom und Google Stadia. Aber auch auf dem Smartphone gibt es schon Dienste, die das Streamen von Mobile Games erlauben. Nun betritt ein weiteres Unternehmen das Feld und möchte sich an der Technologie probieren. Mit EA wirft einer der größten Spiele-Publisher seinen Hut in den Ring.

Wie das Unternehmen in einem ausführlichen Blog-Eintrag bekannt gab, werde man einen Cloud-Streaming-Dienst namens „Projetc Atlas“ an den Start bringen und in einem Feldtest von Nutzern ausprobieren lassen. Die geschlossene Test-Phase startete bereits am 9. September und soll zwei Wochen lang stattfinden. Jeder Nutzer mit einem EA-Origin-Account, der PC-Plattform des Publishers kann sich für den Test anmelden.

EA: Bisher ist kein kommerzieller Cloud-Gaming-Dienst geplant

Insgesamt stehen vier Spiele zur Auswahl: die Fußball-Simulation „FIFA 19“, der Action-Shooter „Titanfall 2“, das Rennspiel „Need for Speed Rivals“ und der Indie-Titel „Unravel“. Man wolle während des technischen Tests schauen, wie sich die Performance der Spiele unter realen Bedingungen verhalte – besonders im Hinblick auf Probleme wie Lag oder das sogenannte Jitter. Man wolle aber auch sehen, wie sich die Titel auf anderen Geräten wie dem Smartphone oder dem Tablet schlagen. Auch sei es in der Testphase möglich, gegen „normale“ PC-Nutzer zu spielen. Tester können nach dem Ablauf der Phase ihre Cloud-Spielstände weiternutzen, sofern sie eine gekaufte Version der vier Titel besitzen.

„Project Atlas“ ist laut aktuellen Informationen eine einmalige Angelegenheit. Bisher gibt es zumindest keine Hinweise darauf, dass EA an einem eigenen kommerziellen Cloud-Gaming-Dienst arbeitet. Jedoch liegt eine derartige Überlegung nahe. 2018 veranstaltete beispielsweise Google eine ähnliche Test-Phase, nur um wenige Monate später Stadia vorzustellen. Sollte EA einen eigenen Service starten, wird sich dieser unter anderem mit dem Angebot von Google sowie Microsofts xCloud messen müssen. Ersterer Dienst soll noch im November starten, letzterer besitzt noch kein Veröffentlichungstermin.

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