Pride Month: Diese LGBTQ+ Filme und Serien sind ein Muss

10 Minuten
In den Sommermonaten Juni und Juli könnte man jedes Wochenende mindestens einen CSD mitfeiern, wenn Großveranstaltungen denn stattfinden dürften. Diesen Sommer ist eben alles ein bisschen anders. Deshalb haben wir für dich die kultigsten LGBTQ-Filme und -Serien zusammengestellt – Happy Pride!
Film- und Serien-Tipps zum Pride Month
Love, Simon / Sense8 / Work in ProgressBildquelle: 20th Century Studios / Netflix / Showtime Networks

Natürlich ist Serien bingen nicht das erste, was einem beim Stichwort „Sommeraktivitäten“ so einfällt. Aber falls es auch in diesem Jahr wieder viel zu heiß wird, um sich nach draußen zu wagen, oder du an einem lauschigen Sommerabend Lust auf Videoabend mit den besten Freunden hast, haben wir hier eine feine Auswahl für dich – von tragisch über romantisch bis komisch kommt hier jeder Fiction-Fan zum Pride Month auf seine Kosten. Viel Spaß beim streamen!

LGBTQ+ Filmtipps

Rocketman (2019)

Sex, Drugs and Rock’n’Roll – im Leben von Sir Elton John gab es von all dem reichlich. Nach einer nicht ganz einfachen Kindheit spielt der musikalisch talentierte Elton zunächst in einer Band, kommt dann schließlich in Amerika groß raus und verliebt sich in seinen Manager. Doch diese Beziehung ist toxisch und so rutscht der junge Elton John in einen Sumpf aus Alkohol und Drogen.

Gespielt wird der Ausnahmekünstler John von Taron Egerton, Dexter Fletcher führte Regie – er war es auch, der bereits das Freddie-Mercury-Biopic „Bohemian Rhapsody“ auf die Leinwand brachte.

IMDb-Rating: 7,3/10     Rotten Tomatoes: 89 %

Rocketmansofort streamen.

Love, Simon (2018)

Für den siebzehnjährigen Simon steht fest: Jeder verdient eine große Liebesgeschichte. Seine ist nicht ganz so einfach, denn zum einen liegt sein Coming-Out noch vor ihm und zum anderen hat er sich online in einen Mitschüler verknallt. Doch der ist anonym! Beide Probleme löst Simon in dieser bezaubernden Coming-of-Age-Lovestory von „Riverdale“-Regisseur Greg Berlanti aber auf unerwartete Art und Weise. Bei dieser großartigen Geschichte über das Erwachsenwerden, sich selbst finden und sich verlieben gibt es viel zu lachen und es bleibt kein Auge trocken. Wer vor dem Film lieber das Buch liest: Der Roman „Nur drei Worte – Love, Simon“ von Becky Albertalli ist bei Amazon erhältlich. IMDb-Rating: 7,6/10     Rotten Tomatoes: 91 %

Love, Simonsofort streamen.

Moonlight (2016)

Coming of Age mal anders: Moonlight erzählt die Geschichte des kleinen Chiron, der im Ghetto von Miami aufwächst. Er spricht nicht viel und muss früh lernen, für sich selbst zu sorgen, denn seine Mutter ist cracksüchtig. Als er sich mal wieder vor den anderen Jungs verstecken muss, lernt er den Drogendealer Juan und dessen Freundin Teresa kennen, die ihm helfen möchten und für ihn so etwas wie eine Ersatzfamilie werden. Auch später an der Highschool hat Chiron nicht viele Freunde, doch mit Kevin macht er seine ersten homosexuellen Erfahrungen. Als dieser ihn viele Jahre später anruft und nach Miami einlädt – aus Chiron ist inzwischen ein knallharter Drogendealer in den Straßen von Atlanta geworden – stellt das Chrions Welt gehörig auf den Kopf. Das ergreifende Drama von Berry Jenkins räumte zu recht 2017 reichlich Preise ab, inklusive des Oscars als Bester Film. IMDb-Rating: 7,4/10     Rotten Tomatoes: 98 %

Moonlightsofort streamen.

Dallas Buyers Club (2013)

Dallas, Texas. 1985. Für den exzessiv lebenden Cowboy Ron Woodroof bricht eine Welt zusammen, als ihm ein Arzt im Krankenhaus eröffnet, dass er HIV-positiv ist und noch etwa 30 Tage zu leben hat. Das einzige legale Medikament in den Vereinigten Staaten schadet dem homophoben Cowboy mehr, als dass es nutzt und so beginnt seine Suche nach Alternativen. In Mexiko wird er schließlich fündig und beginnt, die in den USA illegalen Medikamente in großem Stil über die Grenze zu schmuggeln. Gemeinsam mit dem schwulen Rayon gründet er den „Dallas Buyers Club“. Ron-Darsteller Matthew McConaughey gewann für die Hauptrolle, für die er seinen Körper fast ruinierte, den Oscar als Bester Hauptdarsteller. Auch Jared Leto nahm für seine Rolle als Rayon viel ab – die Academy belohnte das mit dem Oscar als bester Nebendarsteller. IMDb-Rating: 8,0/10     Rotten Tomatoes: 93 %

Dallas Buyers Clubsofort streamen.

Milk (2008)

„Mein Name ist Harvey Milk und ich will euch rekrutieren!“ Diese berühmten Worte fallen im Film „Milk“ nicht nur einmal, denn der berühmte Aktivist verschaffte der Schwulenbewegung in den 1970er Jahren reichlich Zulauf. Denn als die örtliche Einzelhandelsvereinigung eine Zusammenarbeit mit schwulen Ladenbesitzern ablehnt, gründete Harvey Milk kurzerhand eine eigene und wurde schon bald auch politisch aktiv, um sich für die Belange der Gay-Community einzusetzen. Und stößt dabei auf den zu erwartenden Gegenwind. Gus Van Sant inszenierte das Leben und Wirken Milks mit Starbesetzung mit Sean Penn und James Franco in den Hauptrollen. IMBd-Rating: 7,5/10     Rotten Tomatoes: 93 %

Milksofort streamen.

To Wong Foo, Thanks for Everything! Julie Newmar (1995)

Das Rezept für einen Kultfilm? Man nehme: Drei sonst eher in Actionfilmen gefeierte Schauspieler wie Wesley Snipes, Patrick Swayze und John Leguizamo, eine rührend-komische Story und bestreue das ganze mit reichlich Glamour. Fertig ist „To Wong Foo, Thanks for Everything! Julie Newmar“. Hinter dem etwas sperrigen Titel steckt das amerikanische Remake des ein Jahr zuvor erschienen australischen Films „Priscilla – Königin der Wüste“ und beide sind gleichermaßen empfehlenswert.

In „To Wong Foo“ gewinnen die New Yorker Dragqueens Noxeema Jackson und Vida Boheme in einem Drag-Wettbewerb eine Reise nach Hollywood, wo die schönste Dragqueen Amerikas ausgezeichnet werden soll. Doch noch bevor die beiden in den Flieger steigen können, lernen sie die verzweifelte Chi-Chi Rodriguez kennen und entscheiden sich spontan für einen Roadtrip zu dritt. Auf ihrer Reise quer durch die USA müssen die drei in einem Provinznest halt machen, das sie ordentlich aufmischen. Prädikat: Trashig, aber Kult! → Vorschau auf YouTube IMDb-Rating: 6,6/10     Rotten Tomatoes: 39 %

To Wong Foosofort streamen.

LGBTQ+ Serien-Empfehlungen

I Am Not Okay With This (2020 – )

Das Teenagerleben ist nicht leicht, schon gar nicht für Syd. Nicht nur, dass ihr Vater vor einem Jahr gestorben ist und sie mit ihrer Mutter immer öfter aneinander gerät. Irgendwie hat sie sich auch noch in ihre beste Freundin verknallt. Und zu allem Überfluss entdeckt sie dann auch noch, dass sie neuerdings über telekinetische Superkräfte verfügt, die immer dann zu Tage treten, wenn Sydney negative Emotionen hat. Die kurzweilige Serie basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von Charles Forsman, der auch „The End of the F***ing World“ schuf. Umgesetzt wurde sie von den Produzenten von „Stranger Things“. → Vorschau auf YouTube IMDb-Rating: 7,6/10     Rotten Tomatoes: 86 % I Am Not Okay With This

I Am Not Okay With Thissofort streamen.

Work in Progress (2019 – )

Abby ist 45, lebt in Chicago und bezeichnet sich selbst als „queere Kampflesbe“. Vom Leben gezeichnet beschließt sie nach dem plötzlichen Tod ihrer Therapeutin, dass sich etwas in ihrem Leben ändern muss. Eine Packung mit 180 Mandeln ist ihr Countdown: Jeden Tag entsorgt sie eine der Mandeln und wenn ihr Leben bei der letzten Mandel nicht deutlich besser ist, will sie sich das Leben nehmen. Doch dann lernt sie den charmanten Trans-Mann Chris kennen, der ihr den Kopf verdreht. Mit jeder Menge schwarzem Humor und liebevoll gezeichneten Charakteren bezaubert die von Hauptdarstellerin Abby McEnany co-kreierte Serie ihr Publikum nahezu beiläufig. IMDb-Rating: 7,0/10     Rotten Tomatoes: 100 %

Work in Progresssofort streamen.

Pose (2018 – )

Im pulsierenden New York der 80er Jahre dreht sich für die Mitglieder der Ballroom Culture alles darum, zu sehen und gesehen zu werden. Schließlich misst man sich im Namen seines Hauses mit den Mitgliedern anderer Häuser um die kreativste Umsetzung eines Mottos. Als bei der in dieser Community aktiven Trans-Frau Blanca Rodrigues HIV diagnostiziert wird, verlässt sie das House of Abundance um Haus-Mutter Elektra um ihr eigenes House of Evangelista zu gründen. Blanca hat ein gutes Herz und schart schon bald eine Menge außergewöhnlicher Menschen in ihren Haus um sich. Laut den Schöpfern der Serie ist sie stark von der Dokumentation „Paris is Burning“ inspiriert, welche die Ballroom Culture in New York erstmals porträtierte und ebenfalls Kultstatus genießt. Die Serie Pose ist nicht nur für Fans der Drag-Kunst ein Muss. → Trailer auf YouTube (englischsprachig) IMDb-Rating: 8,6/10     Rotten Tomatoes: 96 %

Posesofort streamen.

Sense8 (2015 – 2018)

8 Menschen aus 8 Nationen, verteilt über den Globus und doch zusammen, auf telepathische Art und Weise. „Geboren“ von Angelica, die sich das Leben nimmt, um der Verfolgung durch einen Schurken namens „Whispers“ zu entgehen. Die Acht entdecken, dass sie Homo Sensorien sind – sie fühlen nicht nur miteinander, sondern kommunizieren auch und teilen ihr Wissen, ihre Sprache und ihre Fähigkeiten. Das Cluster bleibt immer in Verbindung während „Whispers“ und die Geheimorganisation BPO Jagd auf sie machen.

Dieses spannende Katz-und-Maus-Spiel bildet die Rahmenhandlung für endlose Momente der Freundschaft, des Glücks, des Zusammenhalts und nicht zuletzt auch der Vielfalt. Auch deshalb genießt die Serie in der queeren Community Kultstatus. Als Netflix nach der zweiten Staffel überraschend ankündigte, die Serie der „Matrix“-Macherinnen nicht fortsetzen zu wollen, organisierten sich die Fans und übten Druck auf den Streaming-Giganten aus. Der lenkte ein und es gab noch einen zweistündigen Film, der die Handlung zumindest teilweise abschließt. → Trailer auf YouTube IMDb-Rating: 8,3/10     Rotten Tomatoes: 86 % Sense8

Sense8sofort streamen.

Please Like Me (2013 – 2016)

Schluss machen ist nie schön, für Josh jedoch war es auch irgendwie ein Glücksfall: Seine frisch gebackene Ex-Freundin konfrontiert ihn mit seiner Homosexualität, die er bislang nicht wahr haben wollte. Gemeinsam mit ihr und seinem besten Freund und Mitbewohner Tom muss sich Josh in seinem „neuen Leben“ zurechtfinden und hat dabei reichlich Familien-Chaos zu bewältigen. Dem Serienschöpfer Josh Thomas, auch selbst in der Hauptrolle des Josh zu sehen, ist hier eine herzerwärmende Serie gelungen, von der man gar nicht genug bekommen kann. Einziger Wermutstropfen: Netflix zeigt die australische Serie nur im englischsprachigen Original, optional mit Untertiteln. Doch auch wer sonst lieber Synchronfassungen sieht, darf dieser Serie gern eine Chance geben. Denn es lohnt sich! IMDb-Rating: 8,5/10     Rotten Tomatoes: 100 %

Please Like Mesofort streamen.

Das waren unsere queeren Filmtipps, wir hoffen sie haben dir gefallen. Dein Lieblingsfilm oder Suchtserie waren nicht dabei? Nutze gerne die Kommentarfunktion, um sie mit anderen Lesern zu teilen!

Affiliate-Link: inside digital erhält eine kleine Provision, wenn du über den markierten Link einkaufst. Den Preis für das Produkt beeinflusst dies nicht. Die Einnahmen tragen dazu bei, dir unseren hochwertigen Journalismus kostenfrei anbieten zu können.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL