Preiserhöhung bei der Telekom: Hier musst du ab Mai mehr zahlen

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Die Telekom erhöht für viele Kunden die Preise. Dabei handelt es sich nicht nur um die Grundkosten einiger Mobilfunktarife, sondern auch um ein ganz aktuelles Streaming-Produkt, das viele Kunden als Option gebucht haben dürften.
Telekom-Zentrale in Bonn
Telekom-Zentrale in BonnBildquelle: Thorsten Neuhetzki

Bereits vor einigen Tagen erreichte vor allem treue Altkunden ein Schreiben der Telekom, in dem sie über eine „Preisanpassung zum 1. Mai 2021“ informiert werden. Dabei handelt es sich um zahlreiche alte Mobilfunktarife. In den Schreiben der Telekom, in dem die Kunden als „treue Mobilfunk-Kunden“ seit vielen Jahren angesprochen werden, argumentiert die Telekom, warum sie die Preise erhöhen müsse.

„Wir investieren viel in die Netzqualität“ heißt es dort. Das Ziel der Telekom sei, dass die Kunden „in bester Qualität im besten Telekom Netz“ telefonieren und surfen können. Allerdings, so heißt es weiter, mache „die allgemeine Preisentwicklung auch vor uns nicht halt“. Man komme daher nicht „darum herum, Sie über eine Preisanpassung für Ihren Mobilfunk-Anschluss zu informieren.“

In der Folge sieht der Kunde, wie hoch seine aktuelle Grundgebühr ist und auf welchen Preis diese Grundkosten zum 1. Mai angehoben werden. In dem uns vorliegenden Beispiel handelt es sich um eine Preiserhöhung um 2 Euro auf dann 31,95 Euro. Interessant dabei: Den Tarifname des inzwischen mehrere Jahre alten Tarifes nennt die Telekom nicht.

Diese Telekom-Tarife sind betroffen

Betroffen von dieser Preisanpassung sind verschiedene Tarife, deren Konditionen derart veraltet sind, dass ein Wechsel ohnehin angebracht wäre. So wird der Magenta Mobil S der ersten Generation genauso teuer wie der Call XS. Aber auch die Alttarife Complete S, M und L bekommen höhere Grundkosten. Diese Tarife haben trotz ihrer hohen Grundkosten von teils 30 Euro oder mehr nicht einmal eine Sprachflatrate. Die Grundkosten steigen je nach Tarif um 1 oder 2 Euro monatlich.

Ob sich die Telekom mit dieser Preiserhöhung einen Gefallen tut, darf bezweifelt werden. Die betreffenden Kunden zahlen ohnehin schon viel Geld für vergleichsweise wenig Leistung. Es ist zu vermuten, dass man mit der Preiserhöhung nun einige Kunden „aufweckt“ und sie über einen Wechsel nachdenken lassen will.

Alle Kunden sollten von der Telekom über die neuen Grundkosten informiert worden sein. Bis zum 30. April haben sie nun die Möglichkeit, von einer außerordentlichen Kündigung – oft auch als Sonderkündigung bezeichnet – Gebrauch zu machen. Zum 1. Mai können sie dann zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Zahlreiche Alternativen im Telekom-Netz mit Grundkosten ab 5 Euro monatlich haben wir in einem Ratgeber zusammengestellt.

Auch Streaming wird teurer

Eine andere Preiserhöhung betrifft Streaming-Kunden. Wer als Telekom-Kunde Disney+ gebucht hat, zahlte bislang 5 Euro monatlich. Das galt für Bestandskunden auch nach der Preiserhöhung bei Disney direkt. Nun ist bald Schluss damit. Die Telekom informiert ihre Kunden, dass ebenfalls zum 1. Mai der monatliche Preis für die Option auf 7 Euro steigen wird. Befindest du dich noch in einem Kostenlos-Zeitraum, gilt das nicht. Da die Option ohnehin monatlich kündbar ist, entfällt die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung.

Es gibt aber eine Alternative, wie du weiterhin nur 5 Euro monatlich zahlen brauchst. Ab dem 7. April wird die Telekom ein Disney+-Jahresabo anbieten. Hier buchst du die Streaming-Option für ein ganzes Jahr, die Grundkosten fallen dafür auf 5 Euro monatlich. „Disney+ by Telekom 12M“ ist bei den TV-Tarifen MagentaTV Flex und MagentaTV Smart Flex nicht zubuchbar.

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2 KOMMENTARE

  1. Genau solche Tarifänderungen waren vor fast 20 Jahren der Grund, weshalb ich alle Verträge mit der Telekom – nicht nur Mobilfunk – gekündigt habe und zur Konkurrenz gegangen bin. Weniger Leistung für mehr Geld, das ist kein guter Deal für den Kunden. Die Preise im Mobilfunkbereich sind in D ohnehin schon unverschämt hoch im Vergleich mit anderen Ländern.

  2. Sie melken eine Tote Kuh und verlangen auch noch Unsummen dafür. Vektoring ist da das Stichwort. Sie sollten echt mal investieren, anfangen Glasfaser zu legen und Deutschland wenigstens ins zwanzigste Jahrhundert holen. Da empfehle ich, sich Mal das Video von Jahn Böhmermann dazu anzuschauen!

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