Porsche: Nur bei einem Modell bleibt der Verbrenner erhalten

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Bei Porsche stehen die Zeichen auf E-Mobilität. Denn bis zum Jahr 2030 soll es nur noch ein Modell des Herstellers aus Stuttgart geben, das nicht mit einem E-Antrieb fährt. Wir verraten dir die Details.
Front des Porsche Taycan Turbo
Noch ist der Porsche Taycan das einzige E-Auto des Herstellers. Das soll aber nicht so bleiben.Bildquelle: Porsche

Was beim Porsche Taycan gut funktioniert, soll in Zukunft auf weitere Modelle des Sportwagen-Herstellers übertragen werden. Das E-Auto, das erst kürzlich in einer neuen Taycan-Basisvariante vorgestellt wurde, hat sozusagen den Auftakt in die Elektrifizierung der Porsche-Flotte gemacht. Und die soll jetzt einen umfangreichen Ausbau erfahren. Das sagte der Chef des Herstellers, Oliver Blume, in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“.

Porsche setzt voll auf E-Mobilität

In den kommenden fünf Jahren will Porsche nach Aussagen von Blume rund 15 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer E-Autos investieren. Bis zum Jahr 2025 sollen etwa 50 Prozent der von Porsche gebauten E-Autos mit einem E-Antrieb verfügbar sein. „Bis Ende des Jahrzehnts werden mehr als 80 Prozent unserer Sportwagen elektrisch angetrieben sein – als Hybrid oder vollelektrisch“, so der Porsche-Boss. Durchaus möglich ist aber, dass die Modelle parallel auch als Verbrenner zu haben sind.

Ausnahme: Der Klassiker unter allen Modellen, der Porsche 911, soll auch in Zukunft nur mit einem Verbrennungsmotor über die Straßen flitzen. Eine wichtige Änderung nimmt der Hersteller aber auch beim 911 vor. Denn hier soll der Antrieb zukünftig über synthetische Kraftstoffe (E-Fuel) erfolgen. Während der Fahrt setzen E-Fuel-Treibstoffe keine zusätzlichen Emissionen frei. Denn die Gewinnung erfolgt zum Beispiel aus Biomasse.

Beispiel für die nächsten rein elektrischen Porsche-Modelle sind der Macan, ein SUV mit Coupé-Charakter, und der Nachfolger des klassischen Sportmobils 718. Voraussichtlich erst nach 2025 dürften elektrifizierte Wagen des Panamera und Cayenne folgen. Ihnen wird in einem Zwischenschritt zunächst ein Plug-in-Hybrid-Antrieb spendiert. Sie sind also sowohl mit einem Verbrenner als auch mit einem E-Motor ausgestattet.

Taycan erfolgreich angelaufen

Dass Porsche so konsequent auf das Themenfeld der E-Mobilität setzt, ist wenig überraschend. Denn der Taycan hat im vergangenen Jahr eine echte Erfolgsgeschichte abgeliefert. Im Jahr 2020 wurden rund 3.200 Taycan in Deutschland neu zugelassen. Das sind zwar deutlich weniger Einheiten als vom 911 (7.330 Neuzulassungen). Aber vor allem im Sommer war das Elektroauto von Porsche stärker nachgefragt als der Kassenschlager 911.

Insgesamt war der Taycan am deutschen Heimatmarkt nach dem 911, dem Macan (5.551 Neuzulassungen) und dem Cayenne (5.279) übrigens das vierterfolgreichste Automobil von Porsche im Jahr 2020. Das geht aus der Neuzulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor.

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