OnePlus: Hersteller bestätigt Datenleck

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Erneut haben es Hacker geschafft, sensible Daten von OnePlus Nutzern über einen unbekannten Zeitraum abzugreifen. Auch Käufer aus Deutschland sollen betroffen sein. Der chinesische Smartphone-Hersteller OnePlus bestätigt den Vorfall.
Bildquelle: Pixabay (Hintergrundbild)

Der chinesische Smartphone-Hersteller räumt ein, dass Unbefugte erneut auf sensible Daten von Kunden zugegriffen haben. Festgestellt hat dies das Sicherheitsteam, welches den Vorfall im OnePlus-Forum veröffentlichte.

Welche Daten wurden abgegriffen?

Bei dem Sicherheitsvorfall wurden vor allem Daten wie Klarnamen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Lieferadressen gestohlen. Unter den betroffenen Konten sollen auch deutsche Kunden sein. Informationen wie Kreditkartendaten, andere Zahlungsdaten, Passwörter und Nutzerkontennamen sollen hingegen ausreichend geschützt gewesen sein. Die Betroffenen will OnePlus bereits per Mail kontaktiert haben. OnePlus schreibt im Online-Forum, dass betroffene Benutzer keine zusätzlichen Maßnahmen ergreifen brauchen. Sie sollen lediglich beachten, dass sie aufgrund des Vorfalls möglicherweise mehr Spam- und Phishing-E-Mails erhalten.

Zahlreiche Fragen bleiben offen

Es ist und bleibt unbekannt, warum OnePlus den Sicherheitsvorfall erst nach mehreren Tagen einräumt. Auch bei der Frage, wie viele Kunden betroffen sind und wie lange Unbefugte die Daten abgreifen konnten, tappen wir derzeit noch im Dunkeln. Der Smartphone-Hersteller will das Datenleck mittlerweile jedoch geschlossen haben. Dennoch will OnePlus weitere Maßnahmen ergreifen, um den Schutz auf Kundendaten zu verbessern. Laut Herstellerangaben arbeiten sie im nächsten Monat mit einer weltbekannten Sicherheitsplattform zusammen und wollen bis Ende Dezember ein offizielles Programm zur Aufdeckung von Fehlern starten. Warum derartige Maßnahmen jedoch erst jetzt getroffen werden, bleibt ebenfalls unbeantwortet.

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Bei OnePlus scheinen Hacker-Angriffe keine Seltenheit zu sein. Bereits im vergangenen Jahr gab es massive Datenschutzprobleme. So gelang es Angreifern, durch das Einschleusen von Schadcodes an Kreditkartendaten von 40.000 Kunden zu kommen. Letztlich stellte sich heraus, dass OnePlus die Vorgaben bei der Bezahlung per Kreditkarte missachtet hatte. Denn OnePlus hatte neben der Kreditkartennummer, den Namen des Inhabers sowie das Verfallsdatum auch den Card Validation Code gespeichert. Dieser darf im Rahmen eines Bezahlvorgangs jedoch nur abgefragt und nicht gespeichert werden.

Quellen:

Bildquellen:

  • OnePlus Sicherheitslücke: Pixabay (Hintergrundbild)
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