O2 veröffentlicht Netz-Abdeckung: So mies ist das 5G-Netz tatsächlich noch

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Vor genau einem Monat hat O2 sein neues 5G-Netz in Betrieb genommen. Jetzt haben die Münchner es geschafft, ihre Karte mit der Netzabdeckung im Internet zu aktualisieren. Die 5G-Netzabdeckung ist überraschend.
O2-5G-Netz in Berlin
O2-5G-Netz in BerlinBildquelle: O2

150 Standorte in ganz Deutschland seien es, die man am Tag der Deutschen Einheit aktiviert habe. Die Orte, in denen es seit einem Monat O2 5G geben soll sind zahlreich. So hieß es damals, dass es das Netz in Stuttgart, Düsseldorf, Essen, Potsdam, Bochum, Bonn, Dortmund, Mannheim, Münster, Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Nürnberg gibt.

Doch schaut man in die erst seit dem heutigen 3. November verfügbare Netzabdeckungskarte von O2, so sieht man, eines: Weiße Flecken. So gibt es beispielsweise in ganz Berlin gerade einmal drei Standorte mit insgesamt neun Antennen, von denen aus ein 5G-Signal gesendet wird. Dabei handelt es sich nicht um ein zusammenhängendes Netz. Es sind vielmehr einzelne Standorte. Sie stehen in Mitte an der Französischen Straße, am Kottbusser Tor in Kreuzberg und am Hohenzollernplatz in Wilmersdorf.

Köln mit einigermaßen dichtem Netz

Auch in anderen Städten wie München oder Münster sind die Standorte weit auseinandergerissen. Neben dem Gebiet rund um die Firmenzentrale finden sich noch Sender im Glockenbachviertel, Untergiesing, Pasing-Obermenzing sowie außerhalb in Dachau. In Bonn, Dortmund und Bochum ist keiner der versprochenen 5G-Sender zu finden, in Köln hingegen scheint man zumindest außerhalb von Gebäuden auf der linken Rhein-Seite weite Teile der Innenstadt abdecken zu können.

Alles in allem ist die Abdeckung, die die Karte widerspiegelt, enttäuschender als es die ohnehin schon geringe Zahl von 450 Antennen vermuten lässt. Da O2 für 5G derzeit ausschließlich das 3,5-Ghz-Frequenzband nutzt, ist die Reichweite der Sender mit wenigen hundert Metern überschaubar. Und auch hohe Datenraten lassen sich nicht erzielen: O2 drosselt bei 300 Mbit/s. Bis Ende 2021 will O2 2.000 Standorte mit 6.000 Antennen errichtet haben. Auch der Einsatz des sogenannten DSS ist geplant. Dabei werden die bisherigen UMTS-Frequenzen parallel für 5G und LTE genutzt.

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