O2: UMTS-Abschaltung beginnt noch dieses Jahr

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Das UMTS-Aus in Deutschland steht bei allen drei Netzbetreibern fest. O2 hat jetzt seinen Fahrplan für die Abschaltung von 3G bekannt gegeben. Überraschung: Noch in diesem Jahr soll es losgehen. Alle Details dazu.
Handyladen von O2
Ein leerer O2-Shop.Bildquelle: Telefónica Deutschland

Die komplette Abschaltung der vorhandenen UMTS-Technik soll sich bei O2 bis Ende 2021 hinziehen, wie der Netzbetreiber aus München bekannt gab. Damit ist man noch ein Jahr schneller, als man ursprünglich geplant hatte. Doch erste Sender werden noch in diesem Jahr ihre UMTS-Frequenzen verlieren.

Die O2 Netztechniker rüsten bis Jahresende 2020 bereits erste Standorte mit 3G-Technik komplett auf 4G um, wie O2 mitteilte. An allen anderen Standorten werde aber weiterhin UMTS und LTE parallel eingesetzt. Der Großteil der Umwandlungen an den aktuell rund 18.000 Standorten mit 3G-Technik erfolge dann in der zweiten Jahreshälfte 2021. Die Mobilfunkstandorte würden in der Regel „binnen kürzester Zeit und möglichst unterbrechungsfrei auf den schnelleren 4G-Mobilfunkstandard umgerüstet“. Welche Standorte O2 zuerst abschaltet, teilte man nicht mit. Zu vermuten ist, dass es jene Standorte sind, die noch kein LTE haben und dieses Jahr noch ausgebaut werden sollten.

Die frei werdenden Frequenzen im Bereich um 2.100 MHz will O2 für LTE und 5G gleichermaßen verwenden. Dabei wird das DSS-Verfahren zum Einsatz kommen. Hier entscheidet das Netz selbstständig und in Bruchteilen von Sekunden, wie viel Kapazität es dem LTE und dem 5G-Standard zur Verfügung stellt.

Kaum noch Nutzer im O2 UMTS-Netz

Über das UMTS-Netz von o2 würden schon heute kaum noch Daten übertragen. 90 Prozent aller Daten im Netz liefen bereits heute über 4G. 2016 seien es im O2-Netz noch 60 Prozent im UMTS-Netz gewesen. LTE gilt als energiesparender und gleichzeitig effektiver. Zum Vergleich: Mit 10 MHz Frequenzspektrum könne das 3G-Netz eine Bandbreite von  maximal 42,2 MBit/s bereitstellen. Mit LTE sind es 75 MBit/s.

97 Prozent aller Nutzer im O2-Netz hätten bereits ein LTE-fähiges Endgerät. Einige Kunden könnten wegen ihrer veralteten SIM-Karte noch kein LTE nutzen. Diese Kunden würden von Telefónica proaktiv informiert. Sie bekommen eine neue SIM-Karte. An ihrem Tarif oder der Telefonnummer ändert sich dadurch nichts. Kosten entstehen auch nicht. Das alte GSM-Netz bleibt als Sprach- und SMS-Netz bestehen.

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