O2-Netzausbau: 2.000 neue LTE-Sender binnen drei Monaten aufgebaut

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Wenn über das O2-Netz gesprochen wird, verdrehen viele Kunden oft die Augen. „Kein Netz“, lautet vor allem im ländlichen Bereich der Vorwurf. Darauf reagiert O2 nach der Zusammenlegung mit E-Plus jetzt mit einem massiven Netzausbau. Alleine in diesem Jahr habe man bereits 5.000 LTE-Sender neu errichtet.
Ein Mobilfunksendemast steht in einer ländlichen Region. Im Vordergrund ist eine Wiese in einer hügeligen Region zu sehen
Bildquelle: Telefónica

Eine Fläche, größer als Hessen, erstmals mit O2 LTE versorgt

2.000 der insgesamt 5.000 Sender hat O2 nach eigenen Angaben im dritten Quartal, also zwischen Juli und September, errichtet. Dabei handelt es sich teilweise um bestehende Standorte, an denen es nun zusätzliche Kapazität gibt. Viele Sender haben nach Angaben des Netzbetreibers aber auch erstmals LTE bekommen, so dass die Flächenversorgung des O2-LTE-Netzes in den vergangenen Monaten deutlich besser geworden sein soll. Nach Angaben von Telefónica ist die durch den O2-Netzausbau neu mit LTE versorgte Fläche deutlich größer als das Bundesland Hessen. Pro Woche seien 125.000 Menschen erstmals mit O2-LTE versorgt worden.

„Mit unserem zügigen LTE-Ausbau schaffen wir für unsere Kunden in städtischen und ländlichen Regionen ein immer besseres Netzerlebnis“, sagt Cayetano Carbajo Martín, Vorstand und Chief Technology Officer (CTO) von Telefónica Deutschland. „Gleichzeitig bereiten wir unser O2-Netz auf die steigende mobile Datennutzung unserer Kunden und künftige digitale Anwendungen vor. Dafür nehmen wir im Durchschnitt beinahe jede Stunde eine neue LTE-Station in unserem Netz in Betrieb.“

Netzverdichtungen in zahlreichen Städten

Auch in den Städten – egal ob Groß- oder Kleinstadt – habe sich in den vergangen Monaten viel getan, teilte O2 am Dienstag mit. Das Netz sei verdichtet worden und neue Senderstandorte aufgebaut. Nach Angaben des Netzbetreibers wurden allein zwischen Juli und September in Köln, Frankfurt, München, Leipzig, Mannheim, Duisburg, Hannover, Stuttgart, Bremen, Essen, Aachen, Bonn, Dresden und Oberhausen LTE-Aufrüstungen in jeweils zweistelliger Anzahl vorgenommen. In Berlin und Hamburg seien diese sogar fast dreistellig gewesen. Diese Netzverbesserungen sorgen vor allem für einen schnelleren Datendurchsatz und bessere Versorgung in Gebäuden. Das wird auch durch den Einsatz weiterer, bislang nicht genutzter, Mobilfunk-Frequenzen an den jeweiligen Standorten möglich.

Die Netzverbesserung sorgt in den Städten bei steigender Datennutzung für noch schnellere Datenraten über den Standard LTE. Zudem verbessert sich durch den gezielten Einsatz der verfügbaren LTE-Frequenzen auch die Versorgung in Gebäuden.

Aktuell erfolge der O2-Netzausbau beispielsweise in den Orten Werlte, Rhede, Neulehe und Surwold im niedersächsischen Emsland oder auch Schlotheim, Ebeleben, Bleicherode, Leinefelde-Worbis und Dingelstädt in Mitteldeutschland. Auch in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hat Telefónica Deutschland in den vergangenen Monaten den LTE-Ausbau vorangetrieben. Hier profitieren auch Regionen wie die Insel Usedom, die Uckermark oder weitere Orte entlang der Küstenautobahn A20 vom Ausbau. Dabei hilft auch ein Abkommen mit dem Partner NGN, der vor allem entlang von Autobahnen die Sendemasten von O2 mit Glasfaserleitungen anbinden kann. Auch mit der Telekom hat O2 einen Vertrag über die Anbindung zahlreicher Sendemasten geschlossen.

Ab 2019 volle Konzentration auf LTE-Ausbau

Nach Darstellung von Telefónica Deutschland, der Firma, die das O2-Netz betreibt, soll der LTE-Ausbau weitergehen. Die Integration des E-Plus Netzes sei zum Jahresende weitgehend abgeschlossen. Das Unternehmen könne seine Ressourcen im kommenden Jahr ganz und gar auf den LTE-Ausbau in der Fläche, die Netzverdichtung sowie auf die weitere Netzoptimierung konzentrieren. Neben der Versorgung ländlicher Gebiete richtet das Unternehmen seinen Blick zusätzlich auf die Bereitstellung von LTE entlang wichtiger Verkehrsinfrastrukturen wie Autobahnen und ICE-Strecken.

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