Nubia Alpha: Das Smartphone im Smartwatch-Gewand

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Das Smartphone, wie man es bisher kannte, scheint nicht genug. Viele Hersteller schlagen den Weg der faltbaren Handys ein und präsentieren entsprechende Geräte, die man auf verschiedene Weise zusammenklappen kann. Nubia orientiert sich hingegen an kleineren Formaten und führt auf dem MWC ein Handy in Smartwatch-Format vor.
Nubia Alpha in Aktion
Bildquelle: Nubia

Ob abgerundet oder abgeknickt – eines haben die neuartigen Geräte vom MWC gemeinsam: Verbaut sind ungewöhnliche Display-Konzepte. Nubia setzt im Gegensatz zur Konkurrenz auf kleine Gerätschaften. Dementsprechend versucht der chinesische Hersteller ein Smartphone auf die Größe einer Smartwatch zu schrumpfen. Das auf den Namen Nubia Alpha getaufte „Handy“ schmiegt sich somit auch um das Handgelenk seines Nutzers. In diesem Sinne bewirbt der Hersteller das Alpha als „Wearable Phone“.

Das Nubia Alpha gibt es in den Farben Schwarz und 4K-Gold. Das metallene Gehäuse ist wasserfest, wie der Hersteller verspricht.

Nubia Alpha: Die Technik dahinter

Nubia realisiert sein Alpha zum MWC lediglich als Prototyp. Trotzdem ist das Nubia Alpha bereits funktionstüchtig, sodass man einen ersten Eindruck von dessen Bedienbarkeit bekommen kann. Befehle nimmt das Wearable Phone auf einem flexiblen OLED-Display entgegen, das sich insgesamt über eine Diagonale von 4 Zoll auf dem Armband erstreckt. Im Vergleich zu klassischen Smartwatches ist das Nubia Alpha damit um einiges größer.

Unter der Haube arbeitet der für Wearables konzipierte Chipsatz Snapdrapon Wear 2100 von Qualcomm, der Prozesse in einen 1 GB großen Arbeitsspeicher auslagern kann. Der interne Speicher fasst insgesamt 8 GB. Für ausreichend Energie soll ein 500 mAh großer Akku sorgen, der über eine Schnellladefunktion verfügt. Anstatt das bereits bestehende Smartwatch-Betriebssystem Android Wear auf dem Alpha vorzuinstallieren, greift Nubia zu einem eigenen System. Dieses soll in der fertigen Version auch über Sprachbefehle bedient werden können.

Der kleine, aber feine Unterschied

Interessant ist, dass Nubia sein Alpha von anderen Smartphones loslösen und als eigenständiges Gerät präsentieren will. Dies wäre ein Unterschied zwischen dem Nubia Alpha und anderen Smartwatches. Um dies zu erreichen, bietet das Wearable Phone eine Kamera mit 5 Megapixeln samt eines 82-Grad-Weitwinkelobjektivs und einer f/2.2-Blende. Nutzer können außerdem eine eSIM mit dem Alpha verbinden, sodass es auch ohne WLAN-Zugriff Telefonaten führen und Textnachrichten abschicken kann. Bluetooth ist ebenso integriert.

Smartwatch-Funktionen auch dabei

Trotz des Versuchs, den Prototyp eigenständig zu gestalten, verbaut Nubia viele Funktionen, die man von traditionellen Smartwatches und Fitness-Trackern kennt. Dementsprechend zeichnet das Nubia Alpha auf Befehl den Schlaf seines Nutzers auf und wertet die Phasen aus. Für Sportler können Sporteinheiten getrackt und der Puls überwacht werden.

Preis und Verfügbarkeit

Nubia bringt sein Smartphone-Wearable-Hybriden Alpha in zwei Schritten auf den Markt: Im April gibt es mehr oder weniger eine Smartwatch-Funktion, die nur Bluetooth bietet. Diese kostet 449 Euro. Die eSIM-Variante mit 4G-Konnektivität kommt erst im dritten Quartal 2019 in Europa auf den Markt. In China ist das Alpha Nubia mit 4G schon ab April erhältlich. Während das Wearable Phone in Schwarz 549 Euro kostet, verlangt der Hersteller für die vergoldete Variante 649 Euro.

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