Nokia stellt sich neu auf: 6 neue Smartphones aus Finnland

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Nokia-Smartphones konnten in den vergangenen Jahren mit purem Android und monatlichen Updates glänzen. Davon möchte man nun teilweise abweichen und stellt die Marke neu auf. Dazu hat man gleich drei neue Produktlinien in unterschiedlichen Preisklassen vorgestellt. Wir geben dir einen Überblick.
Nokia G-Serie (links) und Nokia X-Serie (rechts)
Nokia G-Serie (links) und Nokia X-Serie (rechts)Bildquelle: Nokia // inside digital

Mit ihren aktuellen Smartphones verabschiedet sich Nokia und der dahinterstehende Konzern HMD Global vom bisherigen Namensschema. Stattdessen teilt man sein Line-up in drei Klassen auf, die sich nicht nur im Preis, sondern auch im Update-Support unterscheiden. Alte Geräte werden weiterhin wie beim Kauf garantiert mit Updates versorgt.

Die neuen Serien im Überblick

Zur Nokia-X-Reihe gehören die teuersten, neuen Geräte des Herstellers. Sie bewegen sich im Preisbereich zwischen 300 und 400 Euro. Die Handys sind teil von Googles Android One Programm und erhalten drei Jahre lang Android-Updates und drei Jahre monatliche Sicherheits-Updates. Zusätzlich sind alle Smartphones der Nokia X Reihe auch mit drei Jahren Herstellergarantie ausgestattet. Für gewöhnlich sind hier nur zwei Jahre üblich.

In der Nokia-G-Reihe finden sich Einsteiger-Smartphones rund um den Preisbereich von 150 Euro. Diese Geräte bekommen wie alle bestehenden Nokia-Smartphones weiterhin zwei Jahre Android-Updates und drei Jahre monatliche Sicherheits-Updates. Auch die Nokia-G-Reihe ist Teil von Googles Android One-Programm; Updates sind demnach garantiert.

Die Nokia-C-Reihe bietet absolute Budget-Geräte zu Preisen von unter 100 Euro. Auf diesen Smartphones kommt Android Go, eine abgespeckte Variante von Android, in der aktuellsten Version zum Einsatz. Android-Updates gibt es für diese Smartphones keine. Sicherheitsupdates werden jedoch quartalsweise zwei Jahre lang ausgeliefert.

Die Aufteilung des Line-ups und der unterschiedlich lange Update-Support sind ein guter Schritt. So bietet man Käufern von hochpreisigen Smartphones mehr und nimmt den Einsteiger-Modellen nichts weg. In der absoluten Budget-Klasse ermöglicht man hingegen noch günstigere Smartphones, ohne größere Abstriche bei der Sicherheit machen zu müssen.

Nokia X20 und Nokia X10

Die beiden Smartphones Nokia X20 und X10 sind von Außen absolut identisch und unterscheiden sich lediglich in der Farbauswahl. Beide Geräte sind mit 220 Gramm relativ schwer und bieten ein großes 6,67 Zoll-LC-Display. Dieses bietet eine Full-HD-Auflösung und eine Bildwiederholrate von 60 Hz.

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Im Inneren werkelt der neue Snapdragon 480-Prozessor von Qualcomm inklusive 5G Unterstützung. Auf den aktuellen WLAN-Standard Wi-Fi 6 verzichtet Nokia leider. Der interne Speicher misst 128 GB beim X20 und 64 GB beim X10. Beide Modelle können jedoch mit einer microSD-Karte um bis zu 512 GB erweitert werden. Die Dual-SIM-Funktion geht dabei nicht verloren. Der Arbeitsspeicher beträgt 4 GB beim günstigeren X10 und 6 GB beim X20.

Kameras im Überblick

Auch bei den Kameras gibt es Unterschiede. So kommt das Nokia X20 mit einer 64-Megapixel-Hauptkamera und einer 32-Megapixel-Frontkamera daher. Das Nokia X10 bietet hingegen nur 48 Megapixel auf der Rückseite und 8 Megapixel vorne. Die weitere Kamera-Ausstattung bestehend aus einer 5-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera, einem 2-Megapixel-Makro-Objektiv und einem 2-Megapixel-Tiefensensor und fällt bei beiden Modellen identisch aus.

Die vorinstallierte Kamera-App ermöglicht es, mit mehreren Kameras gleichzeitig zu fotografieren oder zu filmen. Auch individuelle Wasserzeichen werden unterstützt.

Kein Ladegerät für den Umweltschutz

Dies gilt auch für den 4.470 mAh großen Akku, der bei beiden Modellen mit bis zu 18 Watt geladen werden kann. Ladegeräte befinden sich nicht im Lieferumfang. So will Nokia Elektromüll vermeiden. Im Gegensatz zu Samsung, Apple und Co sind dies jedoch keine leeren Versprechen. So kann man für vergleichsweise günstige 12,90 Euro ein 18-Watt-Ladegerät mitbestellen, sollte man eins benötigen. Der Erlös davon wird an die Umweltorganisation Clear Rivers gespendet. Statt einem Ladegerät befindet sich ein Case im Lieferumfang, welches aus zu 100 Prozent kompostierbarem Kunststoff besteht.

Fazit: Etwas teuer

Das Nokia X20 ist ab Mai für 399 Euro erhältlich. Das Nokia X10 ist mit 319 Euro etwas günstiger und kann ab Juni gekauft werden.

Ohne einen Blick auf den Preis zu werfen, machen die beiden Smartphones einen guten Eindruck. Doch der Preisbereich um 300 Euro ist hart umkämpft und die Konkurrenz bietet einfach mehr. So ist das neue Galaxy A52 rund 80 Euro günstiger als das Nokia X20 und bietet eine bessere Kamera-Ausstattung, einen besseren Bildschirm mit AMOLED-Technik und 120 Hertz, sowie einen deutlich leistungsstärkeren Prozessor. Argumente, die viele Nutzer der 5G-Unterstützung vorziehen dürften. Auch bei der Software bietet Samsung mehr: So gibt es beim Galaxy A52 zwar kein pures Android, dafür aber ebenfalls drei Jahre Updates und sogar vier Jahre Sicherheitspatches. Die beiden Nokia-Handys dürften es also zumindest am Anfang schwer auf dem Markt haben.

→ Nokia X20 vs. X10: technische Daten im Vergleich

Nokia G20 und G10

Die beiden Geräte Nokia G20 und Nokia G10 sind äußerlich ebenfalls identisch und kommen in verschiedenen Farbausführungen daher. Beide Smartphones sind mit einem 6,51 Zoll großen LC-Display ausgestattet, welches jedoch nur eine HD+-Auflösung von 720 x 1.600 Pixeln bietet.

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Im Inneren des Nokia G20 steckt ein recht alter MediaTek Helio G35 mit 4 GB RAM und 64 GB Speicherplatz. Das G10 bietet einen Helio G25 mit 3 GB RAM und 32 GB Speicherplatz. Beide Smartphones können per microSD-Karte um bis zu 512 GB erweitert werden. Die Dual-SIM Funktionalität bleibt auch hier erhalten. 5G wird in dieser Preisklasse nicht unterstützt. Schade ist jedoch, dass man auch beim WLAN auf den sehr alten Wi-Fi-4-Standard mit langsamen Übertragungsraten setzt.

Verschiedene Kameras

Die Kamera-Ausstattung des Nokia G20 ist mit dem X10 identisch. Heißt eine 48-Megapixel-Kamera hinten und eine 8-Megapixel-Kamera vorne. Zusätzlich sind eine 5-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera und ein Tiefensensor sowie eine Makro-Kamera mit 2 Megapixeln an Bord. Das günstigere Nokia G10 bietet hingegen keine Ultraweitwinkel-Kamera und eine Hauptkamera mit lediglich 13 Megapixeln.

Jetzt doch mit Ladegerät?

Im Gegensatz zur teureren X-Reihe liefert der finnische Hersteller die G-Reihe weiterhin mit einem 10-Watt-starken-Netzteil aus. Dieses dürfe den 5.050 mAh großen Akku in rund drei Stunden wieder mit Energie versorgen. Als Stecker kommt auch in dieser Preisklasse USB-C zum Einsatz.

Lange Updates als Feature

Das Nokia G10 ist ab Ende April für 139 Euro erhältlich. Das Nokia G20 folgt dann im Mai für 169 Euro. Von der technischen Ausstattung her können auch diese beiden Smartphones schlecht mit der Konkurrenz mithalten. So bietet das Redmi 9 ein schärferes Display und einen leistungsstärkeren Prozessor. Eine Besonderheit in dieser Preisklasse ist jedoch die lange und zuverlässige Versorgung mit Updates. Insbesondere wenn du dein Handy über einen längeren Zeitraum verwenden möchtest, könnte dies kaufentscheidend sein.

→ Nokia G20 vs. G10: technische Daten im Vergleich

Nokia C20 und C10: nicht für Deutschland

Das Nokia C20 ist mit 1 oder 2 GB RAM und 16 beziehungsweise 32 GB internem Speicher ausgestattet. Welcher Prozessor in dem Budget-Smartphone steckt, verrät Nokia nicht. Dank Android 11 Go will man trotz der schwachen Hardware eine alltagstaugliche Performance erreichen. Das Nokia C20 ist ab Juni zu einem Preis von 85 Euro erhältlich. Noch günstiger kommt das Nokia C10 daher, welches bereits ab 75 Euro erhältlich sein wird. Beide Smartphones werden offiziell jedoch nicht in Deutschland verkauft. Erfahrungsgemäß kann man sie jedoch ohne Probleme über Amazon Spanien bestellen oder einem anderen europäischen Land importieren.

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Bildquellen

  • Nokia X20 und Nokia X10: Nokia // inside digital
  • Nokia G20 und Nokia G10: Nokia // inside digital
  • Nokia stellt sich neu auf: 6 neue Smartphones aus Finnland: Nokia // inside digital
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