Neues MacBook Pro vorgestellt: Der erste Mac mit Apples High-End-Chips

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Im Rahmen des Unleashed-Events hat Apple das neue MacBook Pro vorgestellt. Neben einem neuen Design, inklusive der vom iPhone bekannten Notch, bieten die neuen Notebooks auch neue Prozessoren, die auf dem hauseigenen M1-Chip aufbauen.
Apples neues MacBook Pro im 14- und 16-Zoll-Format
Apples neues MacBook Pro im 14- und 16-Zoll-FormatBildquelle: Apple

Bereits in den Stunden vor dem jüngsten Apple-Event drehten sich die Gerüchte rund um Apples neues MacBook Pro vor allem um die Notch im Display. Die vom iPhone bekannte Aussparung für die Kamera und andere Sensoren ist nun überraschend auch im neuen Apple-Notebook angekommen.

Doch neben der optischen Neuerung am Display hat das überarbeitete MacBook Pro noch viele weitere Neuheiten, die für den Einsatz im Alltag deutlich wichtiger sind. So ist der portable Begleiter nicht nur im altbekannten 16-Zoll-Format erhältlich: Es gibt nun auch ein neues 14-Zoll-Modell.

Neue M1-Chips für Apples MacBook Pro

Der Abschied von Intel geht weiter. Im Inneren des neuen MacBook Pro mit 14- und 16-Zoll-Display arbeiten zwei neue Varianten des bekannten M1-Prozessors. Das erste neue Modell ist Apples M1 Pro, der High-End-Chip hört auf den Namen M1 Max. Beide Chips verfügen über eine 10-Core-CPU mit acht Performance- und zwei Effizienz-Kernen. Für das 14-Zoll-Modell gibt es in der Basis-Version noch eine Version mit nur sechs Performance-Kernen.

Die Unterschiede werden deutlicher bei dem integrierten Grafikchip. Dieser beginnt mit 14 Kernen im günstigsten 14-Zoll-MacBook-Pro mit M1 Pro. Am anderen Ende der Performance-Skala spendiert Apple dem 16-Zoll-Modell mit M1 Max eine GPU mit 32 Kernen. Die Speicherbandbreite des M1 Pro liegt bei 200 GB/s. Das ist schon dreimal mehr als im einfachen M1. Dem M1 Max stehen sogar 400 GB/s zur Verfügung.

Bild der drei M1-Chips von Apple
Apple hat nun drei M1-Chips im Angebot

Unterstützte der bislang bekannte M1-Chip maximal 16 GB gemeinsamen Arbeits­speicher, können M1 Pro und M1 Max mit bis zu 64 GB geordert werden. Die neuen Prozessoren bieten außerdem einen integrierte Media Engine, die eine Hardware-Beschleunigung von H.264, HEVC, ProRes und ProRes RAW erlaubt. Die CPU-Kerne können also für andere Aufgaben genutzt werden.

Die CPU im M1 Pro ist laut Apple bis zu 70 Prozent schneller als im M1. Beim Vergleich „mit den neuesten 8-Core-Chips für PC-Notebooks“ bietet der M1 Pro laut dem Unternehmen „1,7-mal mehr CPU-Leistung bei gleichem Stromverbrauch“. Er erreicht die „Spitzenleistung der PC-Chips mit 70 Prozent weniger Stromverbrauch“. Die GPU des M1 Pro sei „bis zu 2-mal schneller als die im M1 und 7-mal schneller als die schnellste integrierte Grafik in einem 8-Core Chip eines PC-Notebooks“.

Diagramm zum Vergleich der CPU-Performance
Apples Vergleich der CPU-Performance

Der M1 Max bietet laut Apple dank der 32-Core-GPU die Leistung, die mit einem „High-End Grafikprozessor in einem kompakten Pro PC-Notebook (GeForce RTX 3080 in einem Razer Blade 15 mit Intel Core i9 Chip) vergleichbar ist“. Dabei verbraucht er jedoch 40 Prozent weniger Strom. Dies resultiert darin, dass die beiden Lüfter des MacBook Pro im Alltag seltener zu hören dürften.

Die Akkulaufzeiten sind im Vergleich zum alten Intel-Modell gewachsen. Bei der Wiedergabe eines Films spricht Apple nun von 21 Stunden im Falle des 16-Zoll-Modells; zuvor waren es noch maximal 11 Stunden. Das 14-Zoll-MacBook-Pro mit Apples Chip schafft nun 17 Stunden, 7 Stunden mehr als im alten 13-Zöller.

Apples neues System-on-a-Chip bietet aber auch neue Ein- und Ausgabe-Geräte, die beispielsweise mittels USB-C angeschlossen werden können.

Anschlussfreudiger als zuvor: Rückkehr von SD-Karten-Leser, HDMI und MagSafe

An den Seiten des neuen MacBook Pro finden sich unter anderen drei USB-C-Ports. Es sind aber auch einige altbekannte Anschlüsse zurückgekehrt. So können ab sofort Displays wieder mit einem einfachen HDMI-Kabel angeschlossen werden. Außerdem kannst du eine SD-Karte direkt ohne zusätzliches Dongle nutzen.

Apple-Fans dürften sich des Weiteren auch noch an MagSafe erinnern. Der magnetische Stecker erlaubt eine einfache Verbindung mit dem Notebook, die sich im Fall der Fälle, zum Beispiel wenn jemand über das Kabel stolpert, leicht trennt. Der wortwörtliche Absturz des teuren Begleiters wird so unwahrscheinlicher.

MagSafe-Anschluss am neuen MacBook Pro
Der MagSafe-Anschluss am neuen MacBook Pro

Das neue MacBook Pro kann entweder mittels MagSafe 3 oder USB-C geladen werden. Zum Lieferumfang gehört nun ein Netzteil mit bis zu 140 Watt – im Falle des 16-Zöllers. Das alte Intel-Modell des 16-Zoll-MacBook-Pro kam noch mit einem 96-Watt-Netzteil.

MacBook Pro mit Notch: Neue Apple-Notebooks mit 14- und 16-Zoll-Displays

Neu ist außerdem das Display mit deutlich geschrumpften Rändern. Auf den ersten Blick dürfte hier die Notch auffallen – auch wenn Apple in den Marketingbildern versucht, die vom iPhone bekannte Kerbe im Display bestmöglich zu verstecken. In der Aussparung befindet sich eine neue Webcam, die endlich Aufnahmen in 1080p erlaubt. Der Bildsignalprozessor der M1-Chips soll die Qualität noch weiter verbessern.

MacBook Pro mit Notch im Display
Das MacBook Pro hat nun auch eine Display-Kerbe

Beim eigentlichen Panel hat sich Apple am Pro Display XDR und dem großen iPad Pro mit M1-Chip orientiert. HDR-Inhalte können dank der Mini-LED-Technik des „Liquid Retina XDR Displays“ bei bis zu 120 Hertz wiedergegeben werden. Das 16,2 Zoll große Display bietet insgesamt 7,7 Millionen Pixel (3.456×2.234 Pixel), beim 14,2-Zoll-Modell sind es 5,9 Millionen (3.024×1.964 Pixel). Selbst Letzteres ist mehr als beim alten Intel-Modell.

Bei der Tastatur der neuen Apple Notebooks findet sich eine weitere Neuheit. Statt dem Einsatz einer Touchbar ist Apple zu traditionellen Tasten zurückgekehrt. Die Funktionstasten sind außerdem in voller Höhe ausgeführt. Touch ID ist weiterhin vorhanden.

Unter dem Keyboard kommt ein neues Soundsystem mit sechs Lautsprechern zum Einsatz. Das System, welches aus zwei Hochtönern und vier Tieftöner besteht, soll den Klang weiter verbessern und unterstützt 3D Audio. Filme können damit in Dolby Atmos genossen werden.

Übersicht der wichtigsten Features des neuen MacBook Pro
Übersicht der wichtigsten Features des neuen MacBook Pro

MacBook Pro in 14 und 16 Zoll: Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für das MacBook Pro mit 14-Zoll-Display beginnen bei 2.249 Euro. Das 16-Zoll-Modell kostet mindestens 2.749 Euro. Für ein vollausgestattetes 16-Zoll-MacBook-Pro mit M1 Max, 64 GB RAM und 8 TB SSD werden 6.839 Euro fällig.

Die beiden Apple-Notebooks können ab sofort bestellt werden. Innerhalb weniger Minuten nach der Vorstellung verschob sich die Lieferzeit jedoch bereits. Je nach gewählter Ausstattung muss man mittlerweile bis Ende Dezember auf den Postboten warten.

Bildquellen

  • Bild der drei M1-Chips von Apple: Apple
  • MagSafe-Anschluss am neuen MacBook Pro: Apple
  • MacBook Pro mit Notch im Display: Apple
  • Übersicht der wichtigsten Features des neuen MacBook Pro: Apple
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1 KOMMENTAR

  1. Manfred Schuermann alias Key B. Hacker

    Esgeht Apple um eine enorme Profitmaximierung durch Auskitzeln der SoC-Strategie bei Vereinheitlichung der SoC’s für Laptop. Tablet und Desktop.
          Der reine Herstellungspreis sinkt dabei in dramatische Tiefen und eröffnet enorme Verkaufspreis-Spielräume nach unten, sobald SoC-Konkurrenz mit ARM-Architektur im Windows-Bereich auftaucht. Die exorbitant hohen Preise von Apple sollen es der Windows-Konkurrenz gestatten. zwar mit niedrigen, doch dennoch hohen Preisen für ihre neuen ARM-SoC-Rechner in den Markt einzusteigen. – Man hasst sich und gönnt sich dennoch… – Es zahlt ja der Anwender.
          Die nächsten fünf Jahre werden spannend, zumal ja auch die Nutzung von Smartphones mittels Tastatur, Maus und großem Display als Desktop-Rechner ins Haus steht.
          Und das alles bei immer geringerem Stromverbrauch.
    Mit freundlichen Grüßen

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