Suunto, Garmin, Fitbit, Bugatti: Neue Smartwatches für arm und reich

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Eine Vielzahl an neuen Smartwatches hat das Licht der Welt erblickt. Und damit sind nicht nur billige China-Modelle gemeint, sondern Wearables von namhaften Herstellern. Eine der neuen Uhren ist sogar besonders exklusiv.
Suunto 9 Peak am Handgelenk eines Mannes.
Nur eine von vielen neuen Smartwatch-Neuvorstellungen: die Suunto 9 Peak.Bildquelle: Suunto

Neue Smartwatches wohin man schaut. Mitten im aktuell recht heißen Frühsommer kannst du dich über zahlreiche neue Wearables freuen. Während wir die neue Garmin Venu 2s im Test schon auf Herz und Nieren überprüfen konnten, läuft aktuell noch der Test der Anfang Juni vorgestellten Huawei Watch 3 Pro. Details dazu liest du voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche hier bei inside digital. Weitere Neuvorstellungen der vergangenen Tage kommen derweil unter anderem von Suunto, Fitbit und Garmin. Doch der Reihe nach.

Suunto 9 Peak: Das neue Flaggschiff

Du bist auf der Suche nach einer nicht nur dünnen und leichten, sondern gleichzeitig auch robusten GPS-Sportuhr? Dann könnte die Suunto 9 Peak das richtige Modell für dich sein. Sie ist nämlich 37 Prozent dünner (Dicke: 10,6 Millimeter) und 36 Prozent leichter (Gewicht: 52 Gramm) als die Suunto 9 Baro. Klingt nach einer abgespeckten Variante? Das Gegenteil ist der Fall! Die Suunto 9 Peak positioniert sich mit einem Preis von 569 Euro mit Edelstahl- beziehungsweise für 699-Euro mit Titan-Gehäuse an der Spitze des aktuellen Angebots der finnischen Sportuhren-Marke.

Teil der Ausstattung ist neben mehr als 80 Sportmodi unter anderem Sensorik für Pulsmessung und Ermittlung des Blutsauerstoffgehalts (SpO2) auch ein Helligkeitssensor zur automatischen Anpassung der Intensität der Hintergrundbeleuchtung je nach Lichtverhältnis und die Möglichkeit, den integrierten Akku in einer Stunde komplett aufzuladen. Suunto stellt auch heraus, dass man das Silikon-Armband verbessert und mit einem neuen Metallverschlussstift versehen habe.

Suunto 9 Peak Frontansicht
Eine Sportuhr, wie sie im Buche steht: die Suunto 9 Peak.

Wasserdicht ist die Suunto 9 Peak übrigens bis zu 100 Meter, die Auflösung des 1,69 Zoll großen Matrix-Displays beträgt 240 x 240 Pixel und die Akkulaufzeit liegt im Zeitmodus bei 14 Tagen und inklusive eingeschalteter Sensorik bei bis zu sieben Tagen. Im Trainingsmodus mit GPS sind je nach Art der gewählten GPS-Genauigkeit zwischen 25 Stunden und sieben Tagen drin.

Garmin Forerunner 945 LTE

In einem ähnlichen Preisniveau buhlt die neue Garmin Forerunner 945 LTE um Kunden. Mit dem Vorteil, dass es mit dieser 49 Gramm leichten GPS-Sportuhr für 649,99 Euro möglich ist, auch LTE-Netze zu nutzen. Das macht unter anderem eine Notruf-Plus-Funktion möglich und gestattet Musik-Livestreams auch losgelöst von einem gekoppelten Smartphone. Wichtig: Für die LTE-Funktion ist ein zusätzlicher Mobilfunkvertrag notwendig.

Ab Werk vorinstalliert ist eine TopoActive-Karte von Europa und es sind zahlreiche Routingmöglichkeiten nutzbar – auch unter Zuhilfenahme von GLONASS- und Galileo-Satelliten. Routen lassen sich direkt auf der Uhr oder bereits im Vorfeld per Garmin Connect, Strava oder Komoot planen und synchronisieren. Dazu kommen ein Herzfrequenzsensor, Messung der Blutsauerstoffsättigung, VO2max, Einsicht von Trainingseffekt und Trainingsstatus sowie die empfohlene Erholungszeit. Alles ist bei der Garmin Forerunner 945 LTE an Bord. Schlaftracker, Stresslevel-Analye und Atemübungen ebenso. Beim Höhentraining unterstützt die ClimbPro-Funktion Läufer und Radfahrer dabei, die verbleibende Strecke dank Informationen zu den bevorstehenden Anstiegssegmenten besser einschätzen zu können.

Garmin Forerunner 945 LTE Front
Sport-Uhr mit LTE-Anbindung: Garmin Forerunner 945 LTE.

Und die Akkulaufzeit? Die gibt Garmin mit bis zu 14 Tagen im Smartwatch-Modus an. Schaltet man den GPS-Empfänger ein, sind laut Hersteller bis zu 35 Stunden Nutzungszeit möglich. Deutlich knapper fällt die Laufzeit mit eingeschalteter LTE-Funktion, GPS und Musik aus. Dann sind maximal sieben Stunden drin. Die Garmin Forerunner 945 LTE mit 1,2 Zoll großem Display (240 x 240 Pixel) ist voraussichtlich ab Sommer 2021 erhältlich. Zum Vergleich: Die Garmin Forerunner 945 ohne LTE wurde schon vor rund einem Jahr vorgestellt und kostet aktuell knapp 550 Euro – ist also 100 Euro günstiger. Im Online-Fachhandel kannst du sogar knapp 200 Euro sparen.

Garmin Forerunner 55

Vor allem für Lauf-Anfänger ist die Garmin Forerunner 55 gedacht. Sie richtet sich an Läufer, die sich vor allem auf die Grundlagen fokussieren und ihr Training auf die nächste Stufe heben möchten. Mit nur einem Tastendruck ist es nach Angaben des Herstellers möglich, die Laufaktivität aufzuzeichnen und auf dem 1,04 Zoll großen Bildschirm (208 x 208 Pixel) die Herzfrequenz, die zurückgelegte Distanz und die Dauer des Laufs zu sehen. Auch die Geschwindigkeit bzw. Pace lässt sich am Handgelenk ablesen. Und das auf Wunsch auch losgelöst vom Handy. Denn GPS-, Glonass und Galileo-Empfänger sind mit verbaut.

Garmin Forerunner 55 Front
Garmin Forerunner 55: Perfekt für Einsteiger.

Praktisch: Mit dem Garmin Coach ist auch ein virtueller Personal-Trainer stets mit dabei. Ob fünf oder zehn Kilometer oder Halbmarathon-Distanz – erfahrene Trainer bieten adaptive Trainingspläne und hilfreiche Tipps. Sollte die Uhr während einer Aktivität einen Sturz registrieren, wird der Echtzeitstandort über das gekoppelte Smartphone an in der Garmin Connect App hinterlegte Notfallkontakte gesendet und ein LiveTracking gestartet. Das Auslösen ist auch manuell möglich.

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Wasserdicht bis zu 50 Meter (5 ATM), 37 Gramm leicht und im Smartwatch-Modus bis zu zwei Wochen nutzbar, kostet die Garmin Forerunner 55 direkt beim Hersteller 199,99 Euro. In anderen Online-Shops ist der Preis schon auf unter 183 Euro gefallen. Im GPS-Modus verkürzt sich die Akkulaufzeit auf maximal 200 Stunden. Angeboten wird die Sportuhr in Schwarz, Grau, Weiß und Blau.

Für Kinder: Fitbit Ace 3 Minions Special Edition

Speziell für Kinder gedacht: Die Fitbit Ace 3 in der neuen Minions Special Edition. Mit bis zu acht Tagen Akkulaufzeit steht bei dieser Uhr neben der Anzeige der Uhrzeit und des Datums der Spaß im Vordergrund. Virtuelle Wettkämpfe sollen Kinder ab 6 Jahren dazu motivieren einen aktiven Lebensstil mit viel Bewegung zu pflegen. Ein animiertes Minions-Ziffernblatt soll dabei helfen. Sogar im Wasser kann der Kinder-Fitness-Tracker getragen werden. Denn er ist bis zu 50 Meter wasserabweisend. Kostenpunkt: 79,95 Euro. Erhältlich unter anderem über die Fitbit-Homepage, aber auch bei Amazon.

Fitbit Ace 3 Minions Edition
Fitness-Tracker für Kinder: Fitbit Ace 3 Minions Edition.

Meizu Watch: Vorerst nur für China

Das eine oder andere Gerücht hatte es in den vergangenen Wochen zur Meizu Watch gegeben. Jetzt ist sie da – vorerst aber nur in China zu einem Preis von umgerechnet knapp 200 Euro. Damit ist die Uhr im Apple-Watch-Design für eine Smartwatch eines asiatischen Herstellers vergleichsweise teuer. Dafür setzt der Hersteller aber auch auf hochwertige Komponenten wie den Qualcomm Snapdragon Wear 4100 als Prozessor, LTE-Unterstützung per eSIM und auf ein 1,78 Zoll großes AMOLED-Panel mit einer Auflösung von 368 x 448 Pixeln.

Meizu Watch Seitenansicht
Apple Watch? Nein, Meizu Watch.

Weitere Extras sind 8 GB interner Speicher für die persönliche Lieblingsmusik, WLAN (2,4 GHz), Bluetooth 4.2 und NFC. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und Keramik und ist etwa 13 Millimeter dick. Anders als die Apple Watch verzichtet die Meizu Watch allerdings auf eine drehbare Krone an der Seite. Hier ist nur eine einfache Funtionstaste zu finden. Enttäuschend: Die Akkulaufzeit soll bei nicht einmal zwei Tagen liegen. Der Hersteller spricht von 36 Stunden. Dafür ist neue Energie für einen ganzen Tag laut Hersteller in nur 15 Minuten nachgeladen.

Mobvoi TicWatch E3

Ganz aktuell neu vorgestellt und auch schon in Deutschland erhältlich: die Mobvoi TicWatch E3 für 199,99 Euro. Auch bei dieser 32 Gramm leichten Smartwatch ist der Markenprozessor Qualcomm Snapdragon 4100 an Bord. Dazu gesellt sich ein rundes und 1,3 Zoll großes Display (360 x 360 Pixel), über das sich viele Funktionen direkt bedienen lassen. Ergänzend dazu stehen an der Seite zwei Druckknöpfe bereit. Als Betriebssystem ist Wear OS von Google installiert. Wasserdicht? Eingeschränkt. Mobvoi spricht von einer IP68-Zertifizierung und der Nutzungsmöglichkeit im Schwimmbad. Duschen und tauchen sollte man mit der Uhr aber keinesfalls.

Mobvoi TicWatch E3 Frontansicht
Schlicht und doch edel: die Mobvoi TicWatch E3.

Lust auf Offline-Musik? Kein Problem, denn 8 GB Speicherplatz sind auch bei dieser recht schlicht gehaltenen Uhr an Bord. Ebenso eine WLAN-Schnittstelle und Bluetooth in Version 5.0. Auch auf einen eigenständigen GPS-Empfänger muss man bei der Mobvoi TIcWatch E3 nicht verzichten. Ebenso wenig auf die Möglichkeit, per Google Pay über den integrierten NFC-Chip bezahlen zu können. Sogar Lautsprecher und Mikrofon sind mit an Bord, was die Möglichkeit geben sollte bei einer Kopplung mit einem Smartphone direkt am Handgelenk zu telefonieren.

Bugatti Smartwatch: Darf’s ein bisschen teurer sein?

Wer ein wenig mehr Geld auf der hohen Kante liegen hat, kann sich für die neue Bugatti Smartwatch Ceramique Edition One entscheiden. Sie durchläuft gerade bei Kickstarter die notwendige Finanzierung, wurde zusammen mit Viita Watch aus Österreich entwickelt und kostet zum Vorteilspreis aktuell mindestens 899 Euro. Später soll der Preis bei mindestens 1.239 Euro liegen. Dafür gibt es stattliche fünf Jahre Garantie. Das Betriebssystem stammt aus eigenem Hause: BugattiOS und ist mit Smartphones ab Android 7 und iPhones ab iOS 13 kompatibel.

Ähnlich wie die Hypersportwagen aus gleichem Hause soll die Bugatti Smartwatch, die in drei Varianten angeboten wird, natürlich etwas Besonderes darstellen. Und deswegen wird jede Uhr aus mehr als 1.000 Einzelteilen handgefertigt. Kernelement ist dabei ein bis zu 100 Meter wasserdichtes Gehäuse aus leichtem Titan. Ein maßgeschneidertes Gummiarmband oder ein nach Maß gefertigter Titangurt sind bei diesem Premium-Uhrenmodell inklusive. Das Gewicht liegt bei 85 Gramm mit Silikon- und bei 110 Gramm mit Titan-Armband.

Bugatti Smartwatch
Edel und teuer: die neue Bugatti-Smartwatch.

Technisch sind 90 unterschiedliche Sportmodi nutzbar, es ist möglich neben der Herzfrequenz auch den Blutsauerstoffgehalt zu messen und natürlich darf auch ein GPS-Empfänger nicht fehlen. Mit ihm ist es nach Angaben des Herstellers sogar möglich, Beschleunigungswerte auf einer Rennstrecke zu erfassen. Die Laufzeit liegt bei bis zu 14 Tagen, der 1,19 Zoll große AMOLED-Touchscreen bietet eine Auflösung von 390 x 390 Pixeln, ist mit einem Helligkeitssensor ausgestattet und wird von kratzfestem Saphirglas vor etwaigen Beschädigungen geschützt. Der interne Speicher bietet Platz für 16 GB an persönlichen Daten.

Ein NFC-Chip und WLAN-Unterstützung fehlen, dafür ist aber Bluetooth in Version 5.2 nutzbar. Erste Auslieferungen der Uhr sollen ab Oktober 2021 erfolgen. 50.000 Euro wurden für die Produktion der Uhr benötigt, mehr als 735.000 Euro wurden bereits eingesammelt.

Realme Smartwatches kommen nach Europa

Vor Kurzem haben wir dir die Realme Watch 2 vorgestellt. Mitte Mai kam dann die Realme Watch 2 Pro dazu. Jetzt stehen die beiden Uhren auch in Deutschland zur Verfügung. Die Realme Watch 2 mit quadratischem Display (1,4 Zoll) kostet knapp 55 Euro, für das größere Pro-Modell (1,75 Zoll) werden knapp 75 Euro verlangt.

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Bildquellen

  • Suunto 9 Peak: Suunto
  • Garmin Forerunner 945 LTE: Garmin
  • Garmin Forerunner 55 Smartwatch: Garmin
  • Fitbit Ace 3 Minions Edition: Fitbit
  • Meizu Watch Smartwatch: Meizu
  • Mobvoi TicWatch E3 Smartwatch: Mobvoi
  • Bugatti Smartwatch: Bugatti
  • Garmin Venu 2: Garmin
  • Suunto 9 Peak: Suunto
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