Neue Smartwatches von Samsung, Oppo, Casio und Amazfit

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Um neue Wearables ist es in den zurückliegenden Wochen vergleichsweise still gewesen. Grund genug, ein bisschen genauer hinzusehen. Denn neue Smartwatches haben verschiedene Hersteller durchaus vorgestellt. Wir zeigen euch die Highlights aus der jüngsten Vergangenheit.

Für Aufsehen auf dem Uhrenmarkt sorgte jüngst eine Analyse von Strategy Analytics, wonach die Apple Watch im Jahr 2019 mehr Abnehmer fand als alle anderen Uhrenmarken der schweizerischen Uhrenindustrie zusammen. Während die traditionsreiche Uhrenindustrie der Schweiz im vergangenen Jahr rund 21 Millionen Uhren verkaufen konnte, setzte Apple nach Berechnungen der Marktforscher fast 31 Millionen Einheiten seiner digitalen Armbanduhr ab.

Im Jahr 2018 lag Apple auch schon in Schlagdistanz. Seinerzeit verkaufte der US-Konzern 22,5 Millionen Smartwatches, während die Uhrenmarken aus der Schweiz noch auf 24,2 Millionen verkaufter Einheiten brachten. Mit anderen Worten: Apples Uhrenabsatz legt immer weiter zu, während traditionelle Hersteller von Armbanduhren Marktanteile verlieren.

„Analoge Armbanduhren sind bei älteren Verbrauchern nach wie vor beliebt, aber jüngere Käufer neigen zu Smartwatches und computergesteuerter Technik am Handgelenk.“ Neil Mawston, Strategy Analytics

Es gibt aber nicht nur Apple. Auch andere Hersteller haben interessante, neue Smartwatches im Programm.

Casio G-Shock GBD-H1000

So hat zum Beispiel der japanische Hersteller Casio ein neues Modell der G-Shock-Familie aus dem Hut gezaubert. Das Modell GBD-H1000 ist nicht nur in der Lage, deinen Puls zu messen, sondern verfügt auch über eine GPS-Funktion.

Insgesamt ist die digitale Armbanduhr mit fünf Sensoren ausgestattet. Ein optischer Sensor misst durch die Erkennung des Blutflusses unter der Haut die Herzfrequenz. Zudem kommt ein Dreifach-Sensor zum Einsatz, der Höhenmeter und Luftdruck bestimmt sowie Himmelsrichtungen und Temperatur erkennt. Ein Beschleunigungssensor ist zudem in der Lage, zurückgelegte Schritte zu zählen. Und der eingangs erwähnte GPS-Empfänger macht es möglich, den aktuellen Standort und die zurückgelegte Strecke zu erfassen. Per Smartphone-App lassen sich die gemessenen Daten abrufen und auswerten.

Casio GBD-H1000
Sicherlich keine Uhr für Menschen, die auf dezente Mode am Handgelenk stehen: die Casio GBD-H1000 ist ziemlich wuchtig.

Auf der Uhr selbst werden alle wichtigen Informationen auf einem digitalen Schwarz-Weiß-Display angezeigt. Zusätzlich zum Aufladen per USB bietet die Uhr eine Solarfunktion für den täglichen Gebrauch. Zudem ist sie bis 20 Bar wasserdicht. In den Handel kommt die GBD-H1000 voraussichtlich Ende April. Der Preis soll bei 399 Euro liegen.

Amazfit T-Rex

Wenn du es etwas klassischer magst, könnte dir die Amazfit T-Rex gefallen, die jüngst neu vorgestellt wurde. Sie verfügt über ein 1,3 Zoll großes AMOLED-Display (360 x 360 Pixel), das von Gorilla Glass 3 geschützt wird. Auch diese 58 Gramm leichte Uhr ist wasserdicht (50 Meter) und mit einem GPS-Empfänger ausgestattet. Auf der Rückseite ist zudem ein optischer Herzfrequenzmesser zu finden.

Außerdem bietet die Uhr eine vergleichsweise lange Akkulaufzeit. Standardmäßig bis zu 20 Tage, verspricht der Hersteller. Wenn du dauerhaft GPS-Tracking aktivierst, soll der 390 mAh große Akku aber nur bis zu 20 Stunden lang durchhalten. Zur Verfügung steht die Uhr in den Farben Grau, Schwarz, Khaki, Armee-Grün und in Camouflage.

Amazfit T-Rex
Die neue Amazfit T-Rex Smartwatch hat durchaus markante Züge.

Wichtig auch: Mit deinem Smartphone kannst du die Amazfit T-Rex koppeln, wenn es mindestens auf Android 5.0 beziehungsweise iOS 10.0 basiert. Der Verkaufspreis liegt bei knapp 140 Euro – erhältlich zum Beispiel bei notebooks-billiger.de.

Mobvoi TicWatch Pro 2020

Mobvoi TicWatch Pro 2020

Gleiches Design wie die schon bekannte TicWatch Pro, aber mehr Arbeitsspeicher und somit mehr Leistung. So präsentiert sich die Mobvoi TicWatch Pro 2020, die jetzt auf Basis von Wear OS von Google in Schwarzgrau zu haben ist.

Für den Antrieb sorgt ein Qualcomm Snapdragon Wear 2100, dem jetzt 1 GB RAM und 4 GB Flash-Speicher zur Seite stehen. Alle Informationen zeigt die Uhr auf einem 1,39 Zoll großen AMOLED-Display an, das eine Auflösung von 400 x 400 Pixeln bietet. Gemäß IP68-Zertifizierung ist die Uhr zwar gegen kurzes Untertauchen geschützt, du solltest sie aber nicht auf deine Scuba-Dive-Ausflüge mitnehmen. Denn in 10, 20 oder gar 40 Metern Wassertiefe würde die Uhr garantiert Schaden nehmen.

Zur weiteren Ausstattung gehören ein NFC-Chip für mobiles Bezahlen, ein 415-mAh-Akku für im Schnitt zwei Tage Nutzungszeit, GPS-Empfänger und Bluetooth 4.2 sowie WLAN-Unterstützung – allerdings nur in Netzwerken auf Basis von 2,4 GHz. Und natürlich ist auch diese Smartwatch mit einem optischen Sensor zur Herzfrequenzmessung ausgestattet.

Über seinen Onlineshop bietet Mobvoi die TicWatch Pro 2020 ab sofort zu einem Preis von knapp 260 Euro an. Optional übrigens auch als LTE-Version. Die TicWatch Pro 4G/LTE kostet knapp 300 Euro.

Oppo Watch

Neben den beiden neuen Top-Smartphones Oppo Find X2 und Oppo Find X2 Pro hat der chinesische Hersteller auch einen ersten Blick auf seine neue Smartwatch, die Oppo Watch, ermöglicht. Das Design erinnert mit seiner eckigen Form und abgerundeten Display-Seiten sehr stark an die Apple Watch.

In China ist die 40 Gramm schwere Uhr in zwei Aluminium-Größen – 41 und 46 Millimeter – zu haben. Die große Variante steht zudem mit einem Edelstahl-Gehäuse zur Verfügung. Dann wiegt sie 45 Gramm. Das Display ist 1,6 (320 x 360 Pixel) beziehungsweise 1,9 Zoll (402 x 476 Pixel) groß, die Akkukapazität liegt bei 300 beziehungsweise 430 mAh.

Für den Antrieb ist ein Qualcomm Snapdragon 2.500 verantwortlich, dem 1 GB RAM und 8 GB Flash-Speicher zur Seite stehen. Neben Bluetooth 4.2 sind auch WLAN-Verbindungen möglich. Aber nur im Frequenz-Bereich um 2,4 GHz. Damit du deine Trainings-Sessions auch gemessen an der zurückgelegten Strecke protokollieren kannst, ist ein GPS-Empfänger an Bord. Auf der Rückseite zudem ein optischer Herzfrequenzmesser integriert. Der integrierte NFC-Chip unterstützt in der nun in China vorgestellten Variante aktuell nur Alipay.

Weil du in der Oppo Watch eine eSIM aktivieren kannst, lässt sich die Smartwatch auch unabhängig von einem Smartphone in UMTS- und LTE-Netzen verwenden. Bisher aber nur exklusiv bei China Unicom, China Telecom und China Mobile. Zu haben ist die Uhr in China zu Preisen zwischen 190 und 255 Euro. Die Edelstahl-Version kostet umgerechnet fast 325 Euro.

Timex Ironman R300

Timex Ironman R300 GPS

Schon auf den ersten Blick als Sport-Fitness-Uhr ist die neue Timex Ironman R300 zu erkennen. Und mit einem Preis von umgerechnet rund 100 Euro ist sie nicht einmal teuer. Das eckige Design dürfte aber nicht den Geschmack von jedermann treffen.

Nutzt du den integrierten GPS-Empfänger, verspricht der Hersteller eine Laufzeit von bis zu 20 Stunden. Verzichtest du auf das permanente Tracking, soll der Akku in der Spitze bis zu 25 Tage lang durchhalten. Auf der Rückseite ist ein optischer Herzfrequenzmesser in die Uhr integriert und im Wasser kannst du die Smartwatch auch sorgenfrei nutzen, da sie bis zu 30 Meter wasserdicht ist.

Ob es die neue Smartwatch, die dich per Sprach-Coach auch durch deine Trainings führen kann, zeitnah auch abseits der USA zu kaufen gibt, ist aktuell noch unklar.

Samsung Galaxy Watch Active 2

Samsung Galaxy Watch Active 2 Golf Edition

In Südkorea hat Samsung zwei neue Versionen der Galaxy Watch Active 2 präsentiert. Sie sollen schon bald auch in den USA und in Großbritannien in den Handel kommen.

Wenn du gerne Golf spielst, dürfte die Samsung Galaxy Watch Active 2 Golf Edition von besonderem Interesse für dich sein. Direkt auf der Uhr sind Informationen zu mehr als 40.000 Golfplätzen weltweit abrufbar. Über eine sogenannte „Smart Caddy“ App kannst du zudem mithilfe der Samsung-Smartwatch die Entfernungen deiner Schläge messen. Und die Höhe von Grüns einsehen, denn auch das ist für deinen Erfolg auf dem Platz nicht unwichtig.

Wahlweise in Schwarz oder Grün erhältlich kannst du zwischen einem 40 oder 44 Millimeter großen Gehäuse wählen. Das kleinere Modell kostet in Roségold oder Pink umgerechnet 270 Euro, für die größere Variante musst du 290 Euro einkalkulieren.

Samsung Galaxy Watch Active 2 LTE Aluminium

Ebenfalls neu: Die Samsung Galaxy Watch Active 2 LTE Aluminium. Der Name ist dabei Programm: Du kannst mit der Uhr auch unabhängig von einem gekoppelten Smartphone eine LTE-Verbindung aufbauen, um über die Uhr zu telefonieren oder Nachrichten mit deinen Freunden auszutauschen.

Zudem ist sie mit einem Aluminium-Gehäuse ausgestattet und damit eine Alternative zur schon länger erhältlichen Edelstahl-Version der Uhr. Sie steht in Schwarz, Silber und Pink mit 40- beziehungsweise 44-Millimeter-Gehäuse zur Verfügung. Der Preis liegt bei umgerechnet 270 Euro (40 Millimeter) beziehungsweise 290 Euro (44 Millimeter).

Realme Band

Ebenfalls noch nicht für den deutschen Markt, aber sehr wohl zum Beispiel schon in Indien zu haben: Das neue, 20 Gramm leichte Realme Band, das umgerechnet gerade einmal 17 Euro kostet und trotzdem mit einem optischen Herzfrequenz-Sensor ausgestattet ist.

Es handelt sich um ein typisches Fitness-Armband, das nicht nur deine Schritte zählt, sondern auch die Uhrzeit anzeigt. Zudem kann das Realme Band über sein knapp 1 Zoll großes Farbdisplay (80 x 160 Pixel) Benachrichtigungen aus vielen Apps, SMS und Anruf-Informationen anzeigen, sofern es per Bluetooth (Version 4.2) mit deinem Android-Smartphone gekoppelt ist. Eine Verbindung zu iPhones ist nicht möglich. Über die Verwendung im Regen musst du dir keine Sorgen machen, da das Armband IP68-zertifiziert ist.

Zu haben ist das Realme Band in den Farben Scharz, Gelb und Grün. Die Akkulaufzeit wird mit bis zu zehn Tagen angegeben. Wann du es in Deutschland kaufen kannst, ist noch unklar, in Indien startet der Verkauf am 9. März.

Neebo Baby Sensor-Armband

Keine Smartwatch, aber sozusagen ein Wearable für die Kleinsten: das Neebo Baby Sensor-Armband, das ab sofort bei der Deutschen Telekom käuflich erworben werden kann.

Das Armband stellt die Vitalwerte des Kindes in Echtzeit über eine App auf dem Smartphone der Eltern dar. Zum Beispiel die Atmung, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung. Ein Temperatursensor informiert die Eltern darüber, wenn es dem Baby zu warm oder zu kalt ist. Zudem erfasst das Armband die Schlafdauer des Babys. Die Neebo-App zeigt an, sobald das Baby wach ist und alarmiert die Eltern, wenn es Unregelmäßigkeiten oder Abweichungen von den üblichen Referenzwerten gibt.

Neebo Baby Armband
Das Neebo Baby Sensor-Armband ist natürlich mit einem kindersicheren Verschluss ausgestattet.

Geeignet ist Neebo – übrigens ausgestattet mit einer Akkulaufzeit von bis zu fünf Tagen – für Babys und Kleinkinder bis zu einem Alter von drei Jahren. Das Armband besteht aus atmungsaktivem Material, frei vom Kunststoff-Weichmacher Bisphenol A, und ist wasserfest.

Kostenpunkt: 199,95 Euro über die Homepage der Deutschen Telekom. Dabei ist zu beachten, dass die Neebo-App aktuell nur für iPhones zur Verfügung steht. An einer Android-App wird nach Angaben der Telekom aber schon gearbeitet. Perspektivisch soll das Neebo Baby Sensor-Armband auch mit einer eSIM der Telekom zur Verfügung stehen.

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Bildquellen

  • Casio G-Shock GBD-H1000: Casio
  • Amazfit T-Rex: Amazfit
  • Mobvoi TicWatch Pro 2020: Mobvoi
  • Timex Ironman R300 GPS: Timex
  • Samsung Galaxy Watch Active 2 Golf Edition: Samsung
  • Samsung Galaxy Watch Active 2 LTE Aluminium: Samsung
  • Neebo Baby Armband: Neebo
Hublot Big Bang E
Neue Smartwatches: Motorola Moto 360 trifft Hublot Big Bang E
Neue Smartwatches von verschiedenen bekannten Herstellern aus der Schweiz und neue Zahlen zum Smartwatch-Markt im Allgemeinen präsentieren wir dir in dieser Übersicht. Mit dabei sind unter anderem Tag Heuer und Hublot, aber auch Motorola.

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