Neue Smartphones von Huawei, Motorola, LG, Samsung und viel mehr

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Es ist unübersehbar, dass das Weihnachtsgeschäft immer näher rückt. Denn viele, viele neue Smartphones haben in den zurückliegenden Tagen das Licht der Welt erblickt. Wir zeigen dir die Highlights der Neuvorstellungen aus aller Welt.
Royole Flexpai 2
Highend-Smartphone mit Falt-Display: das Royole Flexpai 2.Bildquelle: Royole

Die Welt dreht sich in Sachen Smartphone-Neuvorstellungen in diesen Tagen ziemlich schnell. Denn viele namhafte Hersteller haben vor allem in der Einsteiger- und Mittelklasse neue Smartphones aus dem Hut zaubern können. Entsprechend fällt unser Rundumblick auf die Neuvorstellungen der vergangenen Tage auch ziemlich umfangreich aus. Mit dabei sind nicht nur Huawei, Motorola und LG, sondern unter anderem auch Realme und Samsung. Und die jüngste Ankündigung von Samsung ist auch gleich die größte Überraschung in der hiesigen Übersicht.

Huawei P smart 2021

Apropos Überraschung. Die hat auch Huawei vorzuweisen. Denn seit wenigen Tagen neu auf der Homepage von Huawei in Österreich gelistet: das Huawei P smart 2021. Gegenüber dem P smart 2020 ist es an mehreren Stellen spürbar aufgewertet worden: mehr Kameras, größeres Display und mehr Akkukapazität sind in diesem Zusammenhang nur drei Beispiele. Doch der Reihe nach. Blicken wir zunächst auf die zentrale Recheneinheit. Hier gibt Huawei im Produktdatenblatt den Kirin 710A an. Und der taktet im Vergleich zum im Vorgänger-Handy verbauten Prozessor sogar etwas langsamer: vier Cortex A73-Kernen mit bis zu 2,0 GHz Taktrate stehen vier Cortex-A53-Kerne mit bis zu 1,7 GHz zur Seite. Beim P Smart 2020 waren die Cortex-A73-Kerne noch in der Lage, eine maximale Taktrate von 2,2 GHz zu erreichen.

Nicht angetastet wurden Speicherplatz (128 GB) und Arbeitsspeicher (4 GB). Mit Blick auf das Display darfst du dich beim Huawei P smart 2021 dafür über mehr Platz freuen. Es ist 6,67 Zoll groß und verfügt über eine Auflösung von 1.080 x 2.400 Pixeln. Die Frontkamera (8 Megapixel) sitzt jetzt hinter einem Punch-Hole. Beim 2020er P Smart Modell saß sie noch hinter einer Tropfen-Notch. Auf der Rückseite stehen gleich vier Kameras zur Verfügung: 48 Megapixel Hauptkamera, 8 Megapixel Weitwinkel-Objektiv, 2 Megapixel Bokeh-Objektiv für Tiefenschärfe-Effekte und ein 2 Megapixel Makro-Objektiv. Erfreulich groß ist der Akku: Er bietet eine Kapazität von 5.000 mAh.

Huawei P smart 2021
In Kürze wohl auch in Deutschland verfügbar: das neue Huawei P smart 2021.

Ab Werk basiert das Huawei P smart 2021 auf Android 10 samt angepasster Nutzeroberfläche EMUI 10.1. Erfreulich auch: Mit Version 5.1 setzt Huawei auf einen der neuesten Bluetooth-Standards. Da überrascht es umso mehr, dass WLAN-Verbindungen nur im 2,4 GHz-Netz möglich sind. NFC fehlt sogar komplett. Gleiches gilt für sämtliche Google-Dienste. Zugriff auf Apps erhältst du nur über die Huawei AppGallery. Der Preis für das neue Handy liegt bei 229 Euro.

Motorola Moto G9 Plus

Schon offiziell für den deutschen Markt bestätigt und auch schon verfügbar: das Motorola Moto G9 Plus. Für knapp 270 Euro bekommst du im Vergleich zum oben genannten Huawei-Smartphone eine nominell an vielen Stellen bessere Ausstattung. Nicht nur weil auch das 5-GHz-Band bei WLAN-Verbindungen unterstützt wird und NFC nutzbar ist. Sondern auch, weil die Hauptkamera mit 64 Megapixeln auflösen kann. Zudem kommt als Prozessor der Qualcomm Snapdragon 730G zum Einsatz. Die restliche Ausstattung ist in weiten Teilen im Vergleich mit dem Huawei P smart 2021 ähnlich: 6,8 Zoll großes Display (1.080 x 2.400 Pixel), in die rechte Seite integrierter Fingerabdrucksensor und 5.000 mAh Akku. Dazu gesellen sich 4 GB RAM und 128 GB (erweiterbarer) Speicherplatz.

Motorola Moto G9 Plus
Typische Mittelklasse: das neue Motorola Moto G9 Plus.

Motorola Moto E7 Plus

Möchtest du maximal 150 Euro für ein neues Handy ausgeben, hat Motorola ebenfalls einen Neuzugang im Produktportfolio für dich. Die Ausstattung fällt beim Motorola Moto E7 Plus aber entsprechend schlechter aus. Das Mobiltelefon bietet zwar auch einen großen Bildschirm (6,5 Zoll), er löst aber schlechter auf (720 x 1.600 Pixel). Zudem ist der interne (erweiterbare) Speicher mit einer Kapazität von 64 GB nur halb so groß wie beim Moto G9 Plus. Als Prozessor kommt der Qualcomm Snapdragon 460 zum Einsatz. Ihm stehen 4 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Abstriche musst du auch beim Kamera-Setup machen. Denn das Moto E7 Plus bietet neben einer 8-Megapixel-Frontkamera nur zwei Objektive auf der Rückseite. Einer 48-Megapixel-Kamera steht ein 2-Megapixel-Tiefensensor zur Seite. Weitere Einschränkungen: WLAN-Verbindungen funktionieren nur im 2,4-GHz-Band, NFC fehlt. Dafür ist der Akku auch bei diesem Smartphone mit einer Kapazität von 5.000 mAh erfreulich groß.

Motorola Moto E7 Plus
Für Mobilfunk-Einsteiger interessant: das Motorola Moto E7 Plus.

LG K-Serie

Zwei neue Smartphones hat jüngst auch LG vorgestellt – einzuordnen in der Einsteigerklasse. Sowohl das LG K52 als auch das schwächer ausgestattete LG K42 kommen mit einem 6,5 Zoll großen Display auf Basis von Android 10 in den Handel und verfügen auf der Rückseite über vier Kameras. Allerdings unterscheiden sich beide Handys mit Blick auf das Kamera-Setup ein wenig voneinander.

LG K42
Ab Ende Oktober für 159 Euro zu haben: das neue LG K42.

Während das LG K52 über eine 48-Megapixel-Hauptkamera verfügt, ist beim LG K42 nur eine 13-Megapixel-Kamera verbaut. Dazu gesellen sich bei beiden Smartphones eine 5-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera, ein 2-Megapixel Tiefensensor und eine 2-Megapixel Makro-Kamera. Die Frontkamera löst beim K52 mit 13 Megapixeln und beim K42 mit nur 8 Megapixeln auf.

LG K52
Etwas besser ausgestattet als das Schwestermodell: das LG K52.

Beide Smartphones verfügen darüber hinaus über eine 4.000 mAh großen Akku. Der interne Speicher (64 GB) lässt sich per MicroSD-Karte um bis zu 2 TB erweitern. Im LG K52 verrichtet ein Octa-Core-Prozessor (MediaTek Helio P35) mit bis zu 2,3 GHz Taktrate nebst 4 GB RAM seinen Dienst. Im LG K42 sind nur 3 GB RAM verbaut und der Prozessor (MediaTek Helio P22) ist maximal 2,0 GHz schnell.

In Deutschland sind das LG K52 und das LG K42 ab Ende Oktober erhältlich. Das K52 soll 199 Euro kosten, das K42 159 Euro.

Realme C17

Unter anderem in Bangladesch neu verfügbar: das 160 Euro teure Realme C17. Es basiert wie das Moto E7 Plus auf dem Qualcomm Snapdragon 460, verfügt aber über 6 GB RAM und 128 GB Speicherplatz. Der 90-Hertz-Bildschirm löst mit 720 x 1.600 Pixeln auf und misst in der diagonalen Abmessung 6,5 Zoll. Trotz des vergleichsweise kleinen Preises sind auf der Rückseite neben einem Fingerabdrucksensor sogar vier Kameras zu finden (13 + 8 + 2 + 2 Megapixel). Die Frontkamera befindet sich in einem Punch-Hole in der linken oberen Ecke des Displays, der Akku ist bei diesem Handy 5.000 mAh groß.

Realme C17
Ein weiteres neues Einsteiger-Smartphone, das demnächst auch nach Deutschland kommen könnte: das Realme C17.

Realme Narzo 20 Serie

In Indien hat Realme unterdessen die neue Narzo-20-Serie an den Start geschickt. Sie setzt sich aus dem Narzo 20 (4 GB RAM / 64 GB Speicherplatz oder 4 GB / 128 GB), dem Narzo 20 Pro (6 GB / 64 GB oder 8 GB / 128 GB) und dem Einsteiger-Modell Narzo 20A (3 GB / 32 GB oder 4 GB / 64 GB) zusammen.

Das Realme Narzo 20A verfügt als klassisches 100-Euro-Smartphone über einen 5.000 mAh Akku, wird vom Qualcomm Snapdragon 665 angetrieben und verfügt über ein 6,5 Zoll großes Display (720 x 1.600 Pixel). Auf der Rückseite sind drei Kameras (12 + 2 + 2 Megapixel) nutzbar.

Realme Narzo 20A
Das am schwächsten ausgestattete Narzo-20-Modell: das Realme Narzo 20A.

Sogar über einen 6.000 mAh großen Energiespeicher verfügt das Realme Narzo 20, dessen Herzstück der MediaTek Helio G85 Prozessor ist. Auf der Rückseite steht neben einer 48-Megapixel-Kamera auch eine Ultraweitwinkel-Kamera (8 Megapixel) und eine Makro-Kamera (2 Megapixel) zur Verfügung. Das Display ist auch beim klassischen Realme Narzo 20 stattliche 6,5 Zoll groß, die Auflösung liegt bei 720 x 1.600 Pixeln. Kostenpunkt: Je nachdem für welches Modell du dich entscheidest umgerechnet 122 oder 134 Euro.

Realme Narzo 20
Ebenfalls im Einsteiger-Segment zu verorten: das Realme Narzo 20.

Top-Modell der neuen Realme Narzo 20 Reihe: das Narzo 20 Pro. Auf Basis des MediaTek Helio G95 Prozessors ist in diesem Smartphone verglichen mit den Schwestermodellen ein kleinerer Akku (4.500 mAh) verbaut, obwohl das 6,5 Zoll große 90-Hertz-Display mit 1.080 x 2.400 Pixeln besser auflöst. Auf der Rückseite sind bei diesem Handy vier Kameras verbaut (48 + 8 + 2 + 2 Megapixel). Die Selfie-Kamera auf der Vorderseite stammt von Sony (IMX471) und löst mit maximal 16 Megapixeln auf. Umgerechnet kostet das Realme Narzo 20 Pro je nach Ausführung 175 beziehungsweise 200 Euro.

Realme Narzo 20 Pro
Für unter 200 Euro zu haben: das Realme Narzo 20 Pro.

Wichtig: Solltest du mit dem Gedanken spielen, dir eines der Narzo-20-Modelle über spezialisierte Händler nach Deutschland zu importieren: Keines der Handys unterstützt das hierzulande relevante LTE-Band 20. Ob es die neuen Narzo-Smartphones demnächst in einer angepassten Version auch in Deutschland zu kaufen geben wird, ist noch unklar.

Royole Flexpai 2

Wenn du Fan von Falt-Smartphones bist, gibt es zudem Neuigkeiten aus dem Hause Royole. Denn der chinesische Hersteller hat mit dem Royole Flexpai 2 einen Nachfolger des schon Ende 2018 vorgestellten Royole Flexpai präsentiert – in zwei Versionen mit 8 GB RAM und 256 GB Speicherplatz sowie mit 12 GB Arbeitsspeicher und 512 GB großem Datendepot. Eine Erweiterung der Speichers per MicroSD-Karte ist nicht möglich.

Satte 339 Gramm bringt das ab 1.250 Euro erhältliche Royole Flexpai 2 auf die Waage. Klappst du das Smartphone auf, steht dir ein 7,8 Zoll großes Display zur Verfügung – mit einer Auflösung von 1.440 x 1.920 Pixeln. Gefaltet kannst du auf ein 5,5 Zoll großes Hauptdisplay (900 x 1.440 Pixel) und einen zweiten Bildschirm mit einer Auflösung von 810 x 1.440 Pixeln zugreifen.

Royole Flexpai 2
Neues Top-Smartphone mit Falt-Display: das Royole Flexpai 2.

Zur weiteren Ausstattung gehören als Prozessor ein Qualcomm Snapdragon 865 sowie vier Kameras auf der Rückseite (64 + 32 + 16 + 8 Megapixel). Verbindungen zur Außenwelt sind nicht nur über LTE-Netze möglich, sondern auch über 5G. Auch WiFi 6 und Bluetooth 5.2 sind mit an Bord. Der Akku bietet eine Kapazität von 4.450 mAh. Als Betriebssystem ist Android 10 mit angepasster Nutzeroberfläche waterOS 2.0 installiert.

Ulefone Armor 8 5G

Ulefone hat unterdessen für November den Start des Ulefone Armor 8 5G angekündigt. Ein Preis ist noch nicht bekannt, er dürfte aber bei rund 300 Euro liegen. Dafür bekommst du ein Outdoor-Smartphone auf Basis von Android 10, das mit dem MediaTek Dimensity 800 ausgestattet ist und über 8 GB RAM sowie 256 GB Speicherplatz verfügt. Das Display ist 6,1 Zoll groß, der Akku bietet eine Kapazität von 5.080 mAh. Das Triple-Kamera-Setup auf der Rückseite basiert im Kern auf einer 64-Megapixel-Hauptkamera. Weitere Details zu dem neuen 5G-Smartphone mit IP68-Zertifizierung sollen erst im Laufe der kommenden Wochen verraten werden.

Ulefone Armor 8 5G
Ein Outdoor-Smartphone mit 5G-Anschluss. Das Ulefone Armor 8 5G soll genau das bieten.

Samsung Galaxy F41

Und dann wäre da noch die eingangs erwähnte Überraschung von Samsung. Eine S-, A-, M- und Z-Klasse des südkoreanischen Elektronikkonzerns kennen wir ja schon. Aber eine F-Klasse, zu der auch das neue Galaxy F41 gehören wird, ist dann doch etwas vollkommen Neues. Viele Details zum Galaxy F41 kennen wir allerdings noch nicht. Denn das Smartphone soll erst am 8. Oktober offiziell vorgestellt werden. Klar ist aber schon, dass es über einen 6.000 mAh großen Akku und eine 64-Megapixel-Hauptkamera auf der Rückseite verfügen wird.

Samsung Galaxy F41
Die offizielle Vorstellung des Samsung Galaxy F41 wird in der kommenden Woche folgen.

Dazu gesellen sich auf der Rückseite noch zwei weitere Objektive und eine in einer Tropfen-Notch integrierte Selfie-Kamera. Nähere technische Daten zum erweiterten Kamera-Setup liegen aber noch nicht vor. Gesichert ist aber schon, dass das erste F-Klasse-Smartphone von Samsung nicht nur in Indien entwickelt wurde, sondern auch vor Ort von Samsung zusammengebaut wird. Ob es eines Tages auch nach Deutschland kommt, ist noch unklar.

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